Imam Chameneis Rede zum Volk von Ost-Aserbaidschan

Am 17. Februar 2026 hielt Imam Chamenei bei einem Treffen mit dem Volk der Provinz Ost-Aserbaidschan eine Rede. Es folgt die sinngemäße Übersetzung der Rede aus dem persischen Original. Obwohl es für alle hier veröffentlichten Texte gilt, wird darauf verwiesen, dass die Übersetzung zu Dokumentationszwecken ohne jegliche Kommentierung erfolgt und die dargestellte Meinung nicht mit der Meinung der Herausgeber übereinstimmen muss.


Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Begnadenden

Aller Dank ist Allahs, des Herrn der Welten, und die Segenswünsche und der Frieden seien unserem Meister und Propheten Abul Qasim al-Mustafa Muhammad und seiner guten, reinen und auserwählten Familie, insbesondere mit dem Verbliebenen Allahs auf Erden (Baqiyyatullah, Imam Mahdi).

Herzlich willkommen, liebes Volk von Täbris und Aserbaidschan, insbesondere die Jugendlichen und die Familien der Märtyrer. Die Präsenz der versammelten Jugendlichen, die aus Aserbaidschan in diese Husseiniyya gekommen sind,  in dieser Phase der Standhaftigkeit ist eine frohe Botschaft der generationenübergreifenden Verbindung zwischen allen vergangenen und heutigen Generationen der Revolutionszeit in der Stadt Täbris und in Aserbaidschan, was eines der herausragendsten Vorzüge eurer Stadt und eurer Provinz ist.

Ich habe jedes Mal, wenn ich im Laufe der Zeit, in der Zeit der Revolution, nach Täbris oder in andere Städte Aserbaidschans gereist bin, empfunden, dass es einen Vorzug, eine Besonderheit in den Gefühlen und in der Sichtweise und dem Blick dieser Menschen gibt, den man an anderen Orten weniger bezeugen kann. Allein diese Begebenheit des 29. Bahman 1356 [Arbain-Proteste für die Märtyrer des 19. Dey Aufstandes in Qom, die durch das Pahlavi Regime blutig niedergeschlagen wurden] ist ein historisches Zeichen, das man niemals vergessen kann. Gegenwartsbewusstsein, zeitgerechte Initiative und Opferbereitschaft gehören zu den Eigenschaften jenes Ereignisses. Gottes Gnade sei auf dem dahingeschiedenen Freitags-Imam der Stadt, dem begnadeten Herrn Ale Haschem, Gottes Zufriedenheit sei auf ihm, der bei einem der Treffen diese Eigenschaften richtig erläuterte und darlegte und auch ich habe dies mit eigenen Augen bezeugt und gesehen.

Ich möchte meine Haupt-Empfehlung gleich zu Beginn darlegen: Gebt dieses Gegenwartsbewusstsein nicht aus der Hand, gebt diese zeitgerechte Anwesenheit nicht aus der Hand. Das ist ein großer Vorzug. Aserbaidschan ist lebendig und hat Leben. Eine lebendige und fröhliche Nation gerät niemals in politische Spielchen und verschiedene Tricks der Feinde [Zuhörerschaft ruft Parolen, beginnend mit „Allahu Akbar“]. Gott sei Dank habt ihr dieses Gegenwarts- und Situationsbewusstsein bewahrt. In diesem Jahr am 22. Bahman [Revolutionstag] gehörte zu den Berichten, die man uns gab, dass alle Städte einen Zuwachs an Menschenmenge [bei den Märschen] hatten, und Täbris sogar eine Verdopplung [Zuhörerschaft applaudiert].

Meine Lieben! Unser Treffen in diesem Jahr – und dieses heutige Treffen ist ein außergewöhnliches Treffen – unterscheidet sich von denen in anderen Jahren. Dieses Jahr war ein besonderes Jahr. Dieses Jahr war ein Jahr, in dem die iranische Nation in mehreren Etappen, in mehreren Phasen – angefangen vom 12-Tage Krieg bis hin zu diesen jüngsten Tagen – ihre Größe, ihren Willen, ihre feste Entschlossenheit und ihre Fähigkeiten gezeigt, offenbart und dargelegt hat.

Heute stehen wir natürlich auch an der Schwelle zum Monat Ramadan. Auch das gehört zu den gesegneten Tagen. In diesem Jahr konntet ihr, das Volk unseres Landes und unter euch die lieben und ehrenhaften Menschen Aserbaidschans, Iran erhobenen Hauptes errichten, ihr konntet euer Land geehrt errichten. Wenn ich sage, dass ihr es erhobenen Hauptes errichten konntet, ist das nicht nur eine Formulierung, sondern eine Aussage, die uns die Verantwortlichen unseres Landes, die für politische Angelegenheiten in andere Länder reisen, übermitteln. Sie sagen, dass heute Iran in den Augen der Politiker, die wir getroffen und mit denen wir über Iran gesprochen haben, eine besondere Herausragendheit erlangt hat, und das wegen eben dieser Standhaftigkeit und eben dieser Demonstrationen von Stärke.

Ich möchte heute über zwei Themen sprechen: Zum einen über diese Zwietracht [fitna], die vor etwa einem Monat, vor vierzig Tagen, stattgefunden hat. Darüber muss gesprochen werden, es muss analysiert werden. Ich habe natürlich einige Tage zuvor bereits darüber eine Rede gehalten und heute spreche ich ebenfalls kurz dazu, jedoch müssen diesbezüglich die Analytiker und Denker arbeiten. Ein weiteres Wort werde ich auch bezüglich Amerika sagen, dieses in Wirklichkeit dem Niedergang entgegen gehende System, dieses dem Sturz entgegen gehende Imperium. Einige Sätze werde ich darüber sprechen.

Aber in Bezug auf diese Zwietracht [fitna] sage ich euch in einem Wort: Meine Lieben! Was geschehen ist, war ein Putsch [coup d’état], der gescheitert ist. Es war nicht so, dass wir annehmen könnten, eine Anzahl junger oder nicht junger Menschen sei irgendwo wütend geworden, habe eine Bewegung gemacht, eine Handlung vorgenommen, protestiert oder Unruhen gestiftet. Nein, es war mehr als das: Es war ein Putsch. Doch dieser Putsch wurde unter den Füßen der Nation des Iran zerdrückt. [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]

Zusammengefasst ist die Angelegenheit so: Die Geheimdienst- und Spionageapparate der beiden Länder Amerika und des besetzten Palästinas, das heißt eben dieses falsche zionistische Regime, haben mit Hilfe der Geheimdienste einiger anderer Länder – von denen wir einige ebenfalls kennen – im Laufe der Zeit eine Anzahl bösartiger Personen oder Personen mit einer Neigung zur Bosheit in unserem Land ausfindig gemacht, sie mitgenommen, ihnen Geld gegeben, Waffen gegeben, Zerstörungsausbildung gegeben, Ausbildung für das Eindringen in militärische oder staatliche Zentren gegeben und sie nach Iran geschickt, auf eine Gelegenheit wartend, damit sie, sobald sich eine Gelegenheit ergab, ihre Arbeit beginnen. Ihre Arbeit besteht darin, eine Anzahl leichtgläubiger Zielpersonen – ob jung oder nicht jung – zu beeinflussen, sie wütend zu machen und sie dazu zu bringen, in schwierige Schauplätze einzutreten. Diese Gelegenheit ergab sich für sie. Vor etwa eineinhalb Monaten traten sie in das Feld ein und schickten diese leichtgläubigen und unerfahrenen Jugendlichen vor. Wohin? Zu den sensiblen Zentren: militärische Zentren, Infrastruktureinrichtungen, Benzinlager, sensible militärische und staatliche Zentren. Dorthin schickten sie sie, und sie selbst traten ebenfalls mit verschiedenen Waffen – Handfeuerwaffen, persönliche Waffen, Gewehre, Granaten und dergleichen – in das Feld ein, und ihre Politik war, dass die Bewegung eine gewalttätige und rücksichtslose Bewegung sein sollte, wie die Bewegung von Daesch [IS]. Sie beschlossen, gewalttätig zu handeln, daher verbrennen sie einen lebenden Menschen, töten ein Kind im Arm seines Vaters, sie begehen gewalttätige Taten. Und leider sind eine Anzahl unserer Landsleute infolge ihres Handelns in die ewige Heimstätte gegangen und haben ihr Leben verloren.

Was war das Ziel? Das Ziel war, die Grundlagen des Systems zu schwächen, zu erschüttern, sensible Zentren einzunehmen, den Rundfunk und das Fernsehen einzunehmen und dergleichen. Das war die Arbeit, die sie tun wollten. Die Ordnungskräfte, die Basidsch, die Revolutionsgarden [Sepah] und eine große Anzahl von Jugendlichen, die weder zur Basidsch noch zu den Revolutionsgarden gehörten, stellten sich ihnen entgegen. Einige traten ihnen mit leeren Händen entgegen, einige wurden auch Märtyrer. Doch was geschah letzten Endes? Letztlich, ob der Feind es zugibt oder nicht, dieser Putsch, den sie mit all diesem Aufwand, mit all diesen Kosten, mit all diesen Vorbereitungen im Inneren des Landes vorbereitet hatten, ging zu Boden, scheiterte und wurde niedergeschlagen. Das ist das Ereignis, das geschehen ist. Die Angelegenheit ist eine wichtige Angelegenheit, sie ist keine kleine Angelegenheit.

Nun, was geschehen ist, war die Niederlage des Feindes und der Sieg der Nation des Iran. Das ist klar und deutlich. Danach auch jener außergewöhnliche Marsch am 22. Dey und dann auch am 22. Bahman, der wirklich ein göttliches Zeichen war, diese gewaltige und dichte Bewegung des Volkes. Das ist eine Politik und es gibt auch weitere Politiken. Ich möchte es nicht kategorisch sagen, doch ich möchte sagen, dass die Nation des Iran, die in der Lage war, aus der Böswilligkeit des Feindes und der Verschwörung des Feindes so siegreich hervorzugehen, diesen Sieg bewahren muss, und das geschieht durch Bereitschaft, durch Wachsamkeit, durch nationale Einheit.

Doch es wurde Blut vergossen. Blut wurde auf die Erde vergossen. Wir sind in Trauer, wir sind trauernd wegen des Blutes, das vergossen wurde. Einige davon waren die Verderbensstifter [mufsidin], die Zwietrachtsäer und die Putschisten selbst. Es gab einige von ihnen, für die es keine Frist gab, sie der Verdammnis anheim fielen und ihre Angelegenheit liegt bei Gott, mit ihnen haben wir nichts zu tun. Doch es gab eine weitere Anzahl, die nicht zu ihnen gehörten. Es waren drei Gruppen, drei Kategorien, ich teile die (anderen) Getöteten und Gefallenen in drei Gruppen ein: Eine Gruppe waren die Kräfte, die die Sicherheit und die Unversehrtheit des Systems verteidigten. Seien es Ordnungskräfte, Basidsch- und Revolutionsgardenkräfte oder diejenigen, die an ihrer Seite handelten und Märtyrer wurden. Diese gehören zu den höchsten Märtyrern, das ist die eine Gruppe. Eine (zweite) Gruppe sind die Passanten. Wenn ein Zwietrachtsäer innerhalb der Stadt Zwietracht aufrührt, kommen nicht nur diejenigen ums Leben, die ihm gegenüberstehen: Von den unschuldigen Menschen geht jemand auf der Straße zu seinem Geschäft oder zu seinem Haus. Auch eine Anzahl von ihnen wurden Märtyrer. Auch diese sind Märtyrer. Auch diese sind Märtyrer, weil sie in der Zwietracht des Feindes das Martyrium erreichten. Diese Kugel, von wo auch immer sie gekommen sein mag, geschah in der Zwietracht des Feindes, und auch diese zweite Gruppe sind somit Märtyrer. Die dritte Gruppe sind diejenigen, die getäuscht wurden, Einfältigkeit zeigten, unerfahren waren und mit den Zwietrachtsäern mitgingen. Ich möchte sagen, auch sie gehören zu uns, auch sie sind unsere Kinder. Eine Anzahl von ihnen bereute ebenfalls. Einige von ihnen schrieben mir Briefe: „Wir gingen an jenem Tag auf die Straße und taten dies und jenes, vergib uns!“ Sie waren auch nicht im Gefängnis, sie waren frei. Doch sie bereuten, sie machten einen Fehler. Diejenigen von ihnen, die getötet wurden, haben die Verantwortlichen ebenfalls als Märtyrer eingestuft. Sie taten gut daran. Daher ist der Kreis unserer Gefallenen, die wir als „Märtyrer“ zählen, ein weitläufiger Kreis. Außer jenen Anhängern der Zwietracht und den Rädelsführern und denjenigen, die vom Feind Geld nahmen, Waffen nahmen, außer ihnen, die Übrigen: Sowohl die Verteidiger der Sicherheit, als auch die Passanten, und sogar diejenigen, die ein paar Schritte mit den Zwietrachtsäern mitgingen, auch sie sind unsere Kinder, und wir bitten für sie um Gnade und um Vergebung. Sie machten einen Fehler. Möge Gott, der Erhabene, über ihre Fehler hinwegsehen, so Gott will.

Nun, seht also, ein Phänomen wurde durch die Hände der Amerikaner unter dem Namen Daesch [IS] geschaffen, von dem die Amerikaner eingestanden und zugegeben haben, dass sie mit bestimmten Methoden Daesch geschaffen haben. Daesch ist mehr oder weniger vergangen, doch diese neue Gruppe, auch sie sind eine neue Daesch. Man muss achtsam sein, man muss aufpassen! Die Verantwortlichen auf eine Weise, das Volk auf eine Weise. Insbesondere die Jugendlichen sollen aufmerksam sein, wer mit ihnen spricht, wer ihnen Vorschläge macht.

Wenn von dieser Gruppe der eigentlichen Verderber noch Personen im Land sind – welche es gewiss auch gibt – müssen sie verfolgt werden, sie müssen bestraft werden, sie müssen vor Gericht gestellt werden. Die Nation ist in dieser Angelegenheit fordernd. Die Sicherheits- und Justizorgane sind in der Verantwortung, mit jenen, die mit dem Feind mitgehen, kooperieren, sich mit ihm gleichstimmen – sei es in Tat, Sprache, Analyse – juristisch vorzugehen, gerecht vorzugehen. Ich bin kein Befürworter unbegründeter Härte, doch unbegründete Nachsicht schadet dem Land ebenso wie unbegründete Härte [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]. Daher ist nach meiner starken Vermutung der zukünftige Plan Amerikas gegenüber der Islamischen Republik diese Art von Vorgehen, dieser Arbeitsstil. Natürlich habe ich Gewissheit [yaqin], dass mit göttlicher Huld jede Art von Bewegung in dieser Richtung durch die Hände der iranischen Nation vernichtet werden wird, ohne Zweifel, die Nation ist Gott sei Dank lebendig, wachsam und bereit.

Doch in Bezug auf das dem Untergang entgegen gehende Imperium Amerika, wirklich dem Untergang entgegen gehend! Sie haben wirtschaftliche Probleme, sie haben politische Probleme, sie haben soziale Probleme. Mehr als 50% der Menschen in Amerika akzeptieren ihren derzeitigen Präsidenten nicht. Das sind die Probleme eines Landes, sie sind in Problemen versunken. Ich möchte nur ein Wort sagen. Ich sagte es auch neulich, dass unser Problem mit Amerika darin besteht, dass sie Iran verschlingen wollen, die iranische Nation ist das Hindernis, die Islamische Republik ist das Hindernis. Sie sind darauf aus, die iranische Nation zu beherrschen. Auch diese Worte, die der Präsident Amerikas äußert – auf die ich nun hinweisen werde – manchmal droht er, manchmal sagt er, dies müsse getan werden, jenes solle nicht getan werden, ihre Bedeutung ist, dass sie auf die Beherrschung der Nation des Iran aus sind.

Die iranische Nation kennt ihre islamischen und schiitischen Lehren gut, sie weiß, was sie tun soll. Imam Husain, Friede sei mit ihm, sprach: 

مِثلی لا یُبایِعُ مِثلَ یَزید

„Jemand wie ich, gibt nicht den Treueeid jemandem wie Yazid.“ [aus Luhuf, mit geringfügigen Unterschied]

Die iranische Nation sagt in Wirklichkeit: Eine Nation wie wir, mit dieser Kultur, mit dieser Geschichte, mit diesen erhabenen Lehren, wird Anführern wie den verdorbenen Personen, die heute in Amerika an der Macht sind, keinen Treueeid leisten. [Zuhörerschaft ruft die Parole „Niemals Erniedrigung“]

Alles, was wir über ihre Verdorbenheit gehört hatten, einerseits, nun diese Angelegenheit dieser berüchtigten und verdorbenen Insel [Anspielung auf Epstein-Files] andererseits! [Imam Chamenei schüttelt den Kopf] Diese zeigen in Wirklichkeit die westliche Zivilisation. Wenn wir über die westliche Zivilisation, über die westliche Liberaldemokratie sprechen, dann ist es das. 200 Jahre, 300 Jahre bewegen sie sich, und das Ergebnis ist so etwas. Diese Insel ist ein Beispiel, von dieser Art von Dingen gibt es sehr viele. So wie dieses nicht offen war und offengelegt wurde, gibt es viele andere Dinge, die ebenfalls offengelegt werden. [Zuhörerschaft ruft die Parole „Nieder mit Amerika“]

Doch in Bezug auf die Angelegenheiten Amerikas: Die staatliche Propaganda-Atmosphäre Amerikas und die zionistischen Zeitungen und Medien, die in Amerika aktiv sind, sind in diesen Tagen in Bezug auf Iran nahezu durchgehend Drohungen. Sie drohen, dass wir dies tun, wir jenes tun [Zuhörerschaft ruft die Parole „Wir sind nicht das Volk von Kufa, wir lassen Ali nicht allein“]. Ihr Menschen von Täbris und sehr viele der iranischen Nation habt an diesem 22. Bahman auf diese Drohungen geantwortet, ihr habt gezeigt, dass diese Drohungen keine Wirkung haben und dass die Wirkung von Drohungen das Gegenteil ist, im Gegenteil, sie erzeugen Motivation. Die dichte Anwesenheit der Nation bei diesem Marsch am 22. Bahman gab eine Antwort auf viele dieser sinnlosen und unsinnigen Worte, die die derzeitigen Präsidenten Amerikas äußern. Für all das gab dieses [Volk] eine Antwort.

Sie selbst wissen es auch gut. Die Amerikaner selbst, die nun ständig drohen, dass es Krieg geben werde, dies oder jenes geschehen werde, wissen, dass sie die Kraft für so etwas nicht haben. Ihre wirtschaftlichen Probleme, ihre politischen Probleme, ihr internationales Ansehen und ihr Ruf erlauben eine Konfrontation in dieser Form nicht. Das wissen sie [Zuhörerschaft applaudiert]. Sie wissen, wenn sie einen Fehler machen sollten, welches Schicksal sie erwartet.

Eines der Anzeichen für den Niedergang des verdorbenen und unterdrückerischen Imperiums Amerika ist ihre Unvernünftigkeit. Sie sind unvernünftig. Wenn eine Regierung etwas unternimmt, muss eine Logik dahinterstehen. Sie sind unvernünftig. Eine ihrer Unvernünftigkeiten ist eben diese Angelegenheit ihrer Einmischung in die inneren Angelegenheiten unseres Landes. Erstens wollen sie sich in die inneren Angelegenheiten Irans einmischen. Eine unserer inneren Angelegenheiten, die für uns sehr wichtig ist, ist die Frage unserer Bewaffnung. Wir müssen über abschreckende Bewaffnung verfügen. Wenn ein Land keine abschreckende Bewaffnung hat, wird es unter den Füßen der Feinde zerdrückt. Abschreckende Bewaffnung ist eine der Pflichten unserer Nation. Die Amerikaner mischen sich grundlos in diese Angelegenheit ein, indem sie sagen: „Ihr sollt Raketen dieser Art haben, jener Art nicht haben. Bis zu dieser Reichweite sollt ihr sie haben, mehr als das nicht haben“. Was geht es euch an? Was hat das mit euch zu tun? Das betrifft die iranische Nation.

Oder die Angelegenheit der friedlichen Nuklearindustrie. Die friedliche Nuklearindustrie ist nicht für den Krieg, sie ist für die Regierung des Landes, sie ist für die Landwirtschaft, für Behandlung und Gesundheit, für Energie und für alles, was von Energie abhängt. Die Nation des Iran verrichtet ihre Arbeit, was geht es euch an? Was hat das mit euch zu tun? [Zuhörerschaft ruft die Parole „Kernenergie ist unser unbestreitbares Recht“] Dass ihr sagt „es ist unser unbestreitbares Recht“, das steht auch in den Verträgen und Regelwerken der Internationalen Atomenergie-Organisation. Das heißt, alle Länder haben das Recht, innerhalb ihres Landes nukleare Einrichtungen zu haben und sogar Anreicherungsanlagen zu haben. Das gehört zu den Rechten der Nation. Warum mischen sich die Amerikaner ein? Das offenbart die Ungeordnetheit und Unstrukturiertheit im Denken der heutigen und gestrigen – es macht keinen Unterschied – Führungskräfte Amerikas. Warum mischen sie sich ein? Noch seltsamer ist, dass sie sich einmischen und sagen, kommt, lasst uns über eure Kernenergie miteinander verhandeln, und das Ergebnis der Verhandlung soll sein, dass ihr diese Energie nicht haben dürft! Wenn wirklich eine Verhandlung stattfinden sollte – obwohl es nicht der Ort/Zeit für Verhandlungen ist – wenn es zu dem Aufbau von der Durchführung von Verhandlung käme, das Ergebnis der Verhandlung im Voraus festzulegen, ist eine falsche und törichte Handlung. Nun sagst du, komm, lass uns miteinander sprechen, damit wir über ein bestimmtes Thema eine Einigung erzielen, warum legst du das Ergebnis fest? [Er sagt:] „Wir müssen unbedingt zu dieser Einigung gelangen“! Nun, das ist töricht. Diese törichte Handlung begehen die Präsidenten Amerikas und einige Senatoren und der Präsident und andere.

Sie denken nicht daran, dass der Weg für sie eine Sackgasse ist. Ihrer Meinung nach scheint es so, und der Präsident Amerikas sagt auch ständig: Unsere Armee ist die stärkste Armee der Welt. Manchmal kann aber die stärkste Armee der Welt eine solche Ohrfeige erhalten, dass sie nicht mehr aufstehen kann [Zuhörerschaft applaudiert und ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]! Ständig sagen sie, wir haben einen Flugzeugträger in Richtung Iran geschickt. Sehr gut, natürlich ist ein Flugzeugträger ein gefährliches Gerät, aber gefährlicher noch als der Flugzeugträger ist jene Waffe, die diesen Flugzeugträger auf den Meeresgrund versenken kann. [Zuhörerschaft applaudiert und ruft lange und laut „Haidar, Haidar“]

Der Präsident Amerikas hat in einer seiner jüngsten Rede gesagt, dass Amerika seit 47 Jahren die Islamische Republik nicht hat beseitigen können. Er hat sich bei seinem eigenen Volk beklagt, dass Amerika seit 47 Jahren die Islamische Republik nicht hat beseitigen können. Das ist ein gutes Eingeständnis. Ich sage, auch du wirst dies nicht tun können [Zuhörerschaft applaudiert].

Die Islamische Republik bedeutet eine lebendige Nation. Die Islamische Republik ist keine von den Menschen getrennte Regierung. Die Islamische Republik ist die iranische Nation, diese standhafte Nation, diese gefestigte Nation, diese Nation, die bereit ist, für ihren Fortschritt Mühe auf sich zu nehmen, zu arbeiten, sich anzustrengen, und die Gott sei Dank in diesen 47 Jahren Fortschritte gemacht hat. An jenem Tag, als die Islamische Republik ein feiner Setzling war, konntet ihr sie nicht aus der Erde ausreißen und entwurzeln. Heute ist die Islamische Republik Gott sei Dank ein gesegneter, hoher und fruchtbarer Baum [Zuhörerschaft ruft die Parole „Die Hand Gottes ist über unserem Haupt, Chamenei ist unser Oberhaupt“].

Ich möchte am Ende meiner Ausführungen den geschätzten staatlichen Verantwortlichen, den geehrten Verantwortlichen sagen, dass sie, so sehr sie sich auch anstrengen und arbeiten, dies verdoppeln und es vervielfachen müssen. Wir haben viele Möglichkeiten. Das Vorhandensein dieser Inflation im Land ist unlogisch. Der Verfall des Wertes der nationalen Währung in diesem Ausmaß ist unlogisch. Dies muss korrigiert werden, und mit Gottes Huld wird es korrigiert werden. Die geehrten Verantwortlichen haben Arbeiten begonnen, sie müssen diese Arbeiten mit Ernsthaftigkeit, mit Genauigkeit, unter Berücksichtigung aller Aspekte fortsetzen, die inneren Probleme beseitigen und das Geschäftsumfeld beruhigen.

Wenn es eine Bedrohung gibt, gibt es mit göttlicher Gunst auch Einrichtungen zur Neutralisierung der Bedrohung. Die Menschen sollen ihrer Arbeit nachgehen, ihr Leben führen, lernen, das Geschäftsumfeld beruhigen, ihren Handel ohne Sorge betreiben. Im Land muss ein Klima der Ruhe, ein Klima des Selbstvertrauens, ein Klima der Gelassenheit herrschen:

 فَأَنزَلَ اللَّهُ سَكِينَتَهُ عَلَىٰ رَسُولِهِ وَعَلَى الْمُؤْمِنِينَ

„So hat Allah seine Seelenruhe auf seinen Gesandten und auf die Überzeugten herabgesandt.“ [Heiliger Quran, 48:26]

Möge Gott der Erhabene, so Gott will, Seine Ruhe und Sicherheit im Herzen auf jeden einzelnen im Volk herabsenden und Huld erweisen und auch die Verantwortlichen erfolgreich machen, damit sie ihre Pflichten erfüllen können.

Ich heiße die lieben Familien der Märtyrer willkommen, die diesen langen Weg zurückgelegt haben und gekommen sind. Ich hoffe, dass sie alle so Gott will erfolgreich sein werden und dass Gott der Erhabene diese lieben Märtyrer mit dem Propheten versammelt.

Und der Frieden sei mit euch, und die Gnade Allah und sein Segen.