Imam Chameneis Rede zum Jahrestag der Rückkehr Imam Chomeinis aus dem Exil

Am 1. Februar 2026 hielt Imam Chamenei, anlässlich des Jahrestages der Rückkehr Imam Chomeinis aus dem Exil, eine Rede. Es folgt die sinngemäße Übersetzung der Rede aus dem persischen Original. Obwohl es für alle hier veröffentlichten Texte gilt, wird darauf verwiesen, dass die Übersetzung zu Dokumentationszwecken ohne jegliche Kommentierung erfolgt und die dargestellte Meinung nicht mit der Meinung der Herausgeber übereinstimmen muss.


Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Begnadenden

Aller Dank ist Allahs, des Herrn der Welten, und die Segenswünsche und der Frieden seien unserem Meister und Propheten Abul Qasim al-Mustafa Muhammad und seiner guten, reinen und auserwählten Familie, insbesondere mit dem Verbliebenen Allahs auf Erden (Baqiyyatullah, Imam Mahdi).

Ich heiße alle lieben Brüder und lieben Schwestern willkommen, die heute diese Husseiniya mit ihrem warmen Atem, mit ihrer Anwesenheit gesegnet und erleuchtet haben. Ich sage einige Sätze über den 12. Bahman [1. Februar 1979], der ein wichtiger Tag ist, einige Sätze auch über diese Zwietracht [fitna] von vor ein, zwei Wochen – eine Erklärung dafür, was das für ein Phänomen war, was für ein Ereignis geschehen ist – und einige wenige Sätze werde ich auch über Amerika sagen. Das sind die Punkte, die ich mir notiert habe, um sie den lieben Brüdern und lieben Schwestern vorzutragen.

Nun was den 12. Bahman [1. Februar 1979, Imam Chomeini kehrt aus dem Exil nach Teheran zurück] betrifft: Der 12. Bahman ist wahrhaftig ein außergewöhnlicher Tag. Im Verlauf des Jahres gibt es Tage, von denen ihr wisst, dass an diesem Tag ein Ereignis stattgefunden hat, dass es ein wichtiger Tag, ein großer Tag ist und diese Tage werden in der Geschichte verzeichnet als ein Geschehen, als eine wichtige Angelegenheit. Aber dann gibt es auch Tage, die der Mensch bezeugen kann, die über Hervorhebung und über dem bloß Historischen stehen. Das sind geschichtsträchtige Tage. Das Ereignis, das an jenem Tag stattgefunden hat, hat in Wirklichkeit den Verlauf der Geschichte umgestellt und verändert. Der 12. Bahman gehört zu dieser Art Tage.

Der Imam [Chomeini] kam im Herzen der Drohungen nach Teheran. Inmitten der Drohungen! Ihr Jugendlichen habt jene Tage nicht gesehen. Da war die Drohung Amerikas, die Drohung des [Pahlavi] Regimes, die Drohung der Terroristen. Später wurde klar, welche Pläne sie für die Ankunft des Imams hatten. Im Herzen dieser Drohungen kam der Imam mit Mut und mit Stärke nach Teheran. Er betrat Teheran, und das Volk ehrte als eine Einheit die Ankunft des Imams. Der Empfang, der am 12. Bahman dem Imam bereitet wurde, hat, soweit wir informiert sind, in der Geschichte und in unserer Zeit – in der die Menschenmengen größer geworden sind und die Möglichkeiten größer geworden sind – kein Vorbild. Dieser Empfang des Imams war erstaunlich!

Nun, eine Führung [rahbar], eine Größe, ein Imam trat in die Gesellschaft ein, und die Gesellschaft schloss ihn auch in ihre Arme, was ein wichtiges Ereignis war. Doch der Imam ließ nicht zu, dass dieser beispiellose Empfang allein bei einer Feierlichkeit blieb. Solche Ereignisse sind manchmal nur Feierlichkeiten: Man kommt, erweist jemandem Respekt, dann zerstreut man sich und geht, er geht auch, diese gehen auch. Der Imam ließ nicht zu, dass dieses großartige Ereignis in Form von Feierlichkeiten abgehalten wird. Schon von der ersten Stunde an – der ersten Stunde – begann er zu arbeiten.

Die erste Arbeit, die der Imam tat, war, noch am Tag der Ankunft den Sturz des Systems (der Monarchie) zu verkünden. Der Imam hielt auf (dem Friedhof) Behescht-e Zahra vor einer Menge von millionen Anwesenden eine Rede und verkündete den Sturz des monarchischen Systems – von dem man sagte, es habe eine tausende Jahre alte Geschichte – und dessen Umwandlung in ein neues, neuartiges System mit besonderen, hervorstechenden und großartoigen Eigenschaften. Nun, dieses neue System, dessen frohe Botschaft der Imam bei seiner Ankunft in Teheran am 12. Bahman gab, hatte mehrere Eigenschaften, von denen ich auf einige vielleicht hinweisen werde. Doch gemäß dem, was der Imam sagte, gibt es in diesem System zwei grundlegende, wesentliche Eigenschaften, zwei wichtige Eigenschaften:

Eine ist, dass die autokratische Herrschaft eines Einzelnen in eine Herrschaft des Volkes verwandelt wurde und das ist sehr wichtig. Das Volk hatte im Land nichts zu sagen, sogar Minister und Regierungen und dergleichen hatten auch nichts zu sagen. Alles, jede Angelegenheit wurde in einem Kreis an einem Hof ausgekocht und umgesetzt. Diese wurde in eine Volksherrschaft verwandelt, das heißt, das Volk soll seine Meinung äußern, wählen, bestimmen. Das ist das erste.

Die zweite Besonderheit war die Umwandlung des im Land herrschenden antireligiösen Prozesses in einen islamischen und religiösen Prozess. Wenn jemand die Tagebücher der Persönlichkeiten der Pahlavi-Zeit liest – die sie später oder zur selben Zeit geschrieben haben –, sieht und versteht er, dass sie dabei waren, Iran in Richtung eines vollständig religionsfeindlichen Gebildes zu bewegen. Sie betrieben eine Bewegung, in der es keinerlei Anzeichen von Islam, Religion oder Quran geben sollte. Das Land bewegte sich allmählich in diese Richtung.

Der Imam änderte den Kurs um 180 Grad – natürlich kann man ein Land nicht auf einmal zu hundert Prozent mit der Religion in Einklang bringen – die Bewegung wurde eine religiöse Bewegung und bewegte sich schrittweise in Richtung Religion. Wenn wir – wir Verantwortlichen – jene Aufgaben richtig erfüllt hätten, wäre das bis jetzt geschehen, das heißt, das Land wäre wirklich religiös geworden. Tatsächlich haben wir – einige der Regierungen, einige der Verantwortlichen, einige derjenigen, die etwas hätten tun können – nachlässig gehandelt: Dinge, die wir hätten tun müssen, haben wir nicht getan, Dinge, die wir nicht hätten tun sollen, haben wir getan, aber dennoch war die Bewegung weiterhin jene Bewegung, die der Imam begründet hatte. Das heißt, wir sind in diesem religiösen und islamischen Prozess vorangekommen.

Eine weitere Eigenschaft, die diese neuartige Regierung hatte und die in den Aussagen des Imams erwähnt wurde und unter den von ihm genannten Eigenschaften sehr wichtig war und die Arroganten in Unruhe versetzte, bestand im Abschneiden der Hand Amerikas vom Iran [Zuhörerschaft ruft die Parole „Nieder mit Amerika“]. Der Imam erklärte in seinen Reden von Anfang an die Beendigung des Einflusses und der Einmischung Amerikas in Iran, bezüglich dessen ich später am Ende der Ausführungen in diesem Zusammenhang noch ein paar Worte sagen werde. Auch dies war eine Eigenschaft, und genau diese Eigenschaft war es, die die Amerikaner in Unruhe versetzte. Was sie von der ersten Stunde an mehr als alles andere in Unruhe brachte, verärgerte, zu Anstrengungen und zu Feindschaft veranlasste, war dies, dass erklärt wurde: Einfluss und Einmischung in unserem Land sind verboten. Das Land gehört der iranischen Nation, sie selbst und ihre Gewählten müssen entscheiden.

Was die Volksverbundenheit der Revolution und die Volksverbundenheit der Regierung betrifft – von der wir sagten, dass dies eine Eigenschaft war –, bestand die Arbeit, die der Imam tat, darin, das Volk, die iranische Nation, mit ihren eigenen Fähigkeiten und mit ihren eigenen Werten vertraut zu machen. Der Imam hatte eine wirkungsvolle Ausdrucksweise, seine Worte setzten sich in den Herzen fest. Der Imam machte die iranische Nation vollständig darauf aufmerksam, welche großen Fähigkeiten sie besitzt. Dieses Wort „wir können“ ist sehr wichtig. Wir, die wir vor der Revolution gelebt haben, sogar wir, die wir im Kampf engagiert waren, waren tatsächlich alle davon überzeugt, dass die Iraner nichts tun könnten! „Wir können nicht“, beherrschte alle Gedanken der Menschen. Der Imam kam und stellte dies auf den Kopf und verkündete: „Wir können“. Er machte sie mit ihren eigenen Werten vertraut, er machte sie mit ihren eigenen Fähigkeiten vertraut. Unsere Nation war in der Zeit der Pahlavis und der Qajaren zu einer gedemütigten Nation geworden. Die iranische Nation mit all diesen Hintergründen, mit dieser Zivilisation, mit dieser Wissenschaft, mit diesen Wissenschaftlern, mit diesen gewaltigen und großen Bibliotheken, wurde von den Anfängen der Qajaren bis zur gesamten Zeit der Pahlavis zu einer gedemütigten Nation, zu einer zurückgebliebenen Nation. Wir waren in der Wissenschaft zurückgeblieben, in der Technologie zurückgeblieben, in der Politik zurückgeblieben. Iran hatte keinerlei Einfluss auf die regionalen Politiken, von der Weltpolitik ganz zu schweigen!

Ich habe hier einmal eine Begebenheit erzählt, dass nach dem Ersten Weltkrieg die Länder der Welt dazu einluden, zur Pariser Konferenz zu kommen, um über internationale Fragen zu entscheiden. Aus Iran machte sich eine große Delegation auf und ging nach Paris, um an dieser Konferenz teilzunehmen, doch man ließ sie nicht hinein. Man ließ sie nicht einmal hinein. Die iranische Delegation stellte sich hinter die Tür und wartete, mehrere Tage vergingen und man erlaubte ihnen nicht, diese Sitzung zu betreten. Den großartigen Iran, den kultivierten Iran, einen Iran, der einst Ursprung von Wissenschaft und Philosophie und von allem in der Welt gewesen war und von dem alle Gebrauch machten, hatten sie an diesen Punkt gebracht: so erniedrigt, so klein! In der Wissenschaft, in der Technologie, in der Politik, im Lebensstil, im internationalen Ansehen, in regionalen Entscheidungen – in all diesen war,  in der Pahlavi-Ära und in der Qajaren-Ära, die iranische Nation zurückgeblieben und erniedrigt. Keine einzige Erfindung, keine bedeutende Arbeit, keine herausragende Bewegung.

Der Imam sensibilisierte das Volk bezüglich dieser Rückständigkeit, damit das Volk empfindet: „Warum sollten wir rückständig sein? Warum sollten wir nicht selbst produzieren, selbst herstellen, selbst anbieten, selbst in der Welt etwas zu sagen haben? Warum?“ Der Imam machte das Volk sensibel. Er erweckte das Gefühl der Fähigkeit in der iranischen Nation. Der verehrte Imam hauchte der Nation Selbstvertrauen ein, die iranische Nation hat Selbstvertrauen. Zum Beispiel fühlen Sie sich heute gegenüber irgendeiner europäischen Nation, selbst gegenüber der amerikanischen Nation, nicht mehr schwach oder kleiner. Sie sagen: „Wir können, wir tun es“. Und wir haben es auch getan. In diesen vierzig und einigen Jahren sind in diesem Land große Dinge geschehen, an die man früher nicht einmal denken konnte. Auch jetzt ist es genauso, aber natürlich verbergen sie es. Unsere Außendarstellung ist schwach. Jetzt gibt es tausende Firmen, die diesen Jugendlichen gehören, die mit Arbeit beschäftigt sind und selbst an diesen wichtigen Maschinen und großen Projekten arbeiten. Als man diesen Studenten einige Maschinen überließ und ihnen einige dieser Industrieprojekte überall im Land zeigte – nicht nur in Teheran –, war man erstaunt (, was sie daraus gemacht haben). Man konnte es kaum glauben. Wer hätte gedacht, dass einmal der Tag kommen würde, an dem Iran eine Waffe baut, die die Amerikaner nachbauen? Kam das irgendjemandem in den Sinn? Aber es geschah, es wurde Wirklichkeit. Der Imam hauchte diesen Geist des Selbstvertrauens in die Menschen. Er hauchte ihnen den Geist der Hoffnung und den Geist des hohen Strebens ein.

Auch der Imam selbst war die Verkörperung dieser Hoffnung. Er war die Verkörperung dieser Hoffnung. Überhaupt gab es keine Hindernisse für ihn. Er sagte: „Chorramschahr muss befreit werden“. Nun, wir waren dort, ein Chorramschahr, das ringsum von Armeen eingeschlossen war: „Chorramschahr muss befreit werden“. Ein einziges Wort! Das heißt, er war überzeugt, dass diese Aufgabe machbar ist. Er sagte es. Die jungen Leute haben sich eingesetzt, und es geschah. Er selbst war die Verkörperung dieser Hoffnung und führte auch das Volk in Richtung dieser Hoffnung. Heute ist es genauso: Heute sind es diese Einflüsterungen der bösartigen Satane – wirklich bösartig – einige von innen, einige von außen, die ständig einflüstern, der iranische Jugendliche habe keine Hoffnung, keine Zukunft und dergleichen. Doch er [der iranische Jugendliche] hat Hoffnung, er hat Zukunft, er baut die Zukunft auf und er schreitet voran, auch wenn eure Augen daran erblinden [sinngemäß: zu eurem Ärger]. [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]

Der 22. Bahman [11. Februar 1979, Tag der Revolution] wurde durch den 12. Bahman hervorgebracht. Den 22. Bahman in all seiner Größe brachte der 12. Bahman hervor. Wenn es den 12. Bahman nicht gegeben hätte, wenn es die Ankunft des Imam nicht gegeben hätte, wenn es diesen gewaltigen Empfang des Volkes nicht gegeben hätte, wäre der 22. Bahman nicht geschehen. Den Tag der Islamischen Republik, der der 12. Farvardin [1. April 1979, Referendum der Islamischen Republik] ist, brachte der 12. Bahman hervor. Die Fortschritte dieses Landes brachte der 12. Bahman hervor. Es ist ein wichtiger Tag, ein geschichtsträchtiger Tag. Der 12. Bahman, der heute ist, ist wahrlich ein geschichtsträchtiger Tag, vergessen wir das nicht. Durch den Segen der Güte, die Gott der Erhabene dem großen Imam erwiesen hat, geschah dies, und Gott sei Dank dauert es bis heute an. Natürlich hatte der 12. Bahman diese Segnungen und brachte auch die Feindschaft Amerikas mit sich. Die Feindschaft Amerikas wurde von eben diesem 12. Bahman an mehr als zuvor gezeigt, offen und ausgesprochen und. Auch das war so. Darauf werde ich später noch mit ein paar Worten eingehen. Dies zum 12. Bahman.

Nun, bezüglich der jüngsten Zwietracht [fitna], diese Zwietracht, die am 18. und 19. Tag des Monats Dey [7./8. Januar] geschah: Erstens war meiner Auffassung zufolge diese Zwietracht eine amerikanische Zwietracht. Es war eine zionistische und amerikanische Zwietracht. Zuvor habe ich auch in dieser Sitzung an einem anderen Tag gesagt, dass diese Personen, die gekommen waren, um Unruhen zu stiften, zwei Gruppen, zwei Arten von Menschen waren: Eine Art waren die Rädelsführer, eine andere Art das Fußvolk, gleich dem Pöbel. Diese Rädelsführer waren ausgebildet worden. Sie hatten Geld erhalten, sie waren geschult worden, man hatte ihnen beigebracht, wie sie sich bewegen sollten, wie sie angreifen sollten, wo sie angreifen sollten, wie sie die Jugendlichen sammeln sollten, wie sie mit ihnen sprechen sollten. All dies hatte man den Rädelsführern beigebracht, man hatte sie geschult. Viele dieser Rädelsführer wurden gefasst, festgenommen und gestanden diese Dinge. Eine Gruppe waren auch aufgeregte Jugendliche, es gab Lärm, sie machten sich auf und eilten herbei, mit ihnen haben wir kein großes Problem. Die Zwietracht war eine amerikanische Zwietracht, der Plan war ein amerikanischer Plan. Nicht nur Amerika, sondern auch das zionistische Regime war beteiligt. Wenn wir Amerika sagen, meinen wir nicht nur eine einzelne Person. Solche geheimen, hochkomplexen, nachrichtendienstlichen und sicherheitsbezogenen Mittel sind nicht in unsere Hände gelangt. Klar sind wir über viele Eigenschaften informiert, aber das, was deutlich macht, dass diese Zwietracht eine amerikanische Zwietracht ist, sind die Anweisungen jenes Präsidenten der Vereinigten Staaten [Imam Chamenei lacht an dieser Stelle auf]. Ganz ausdrücklich! Ausdrücklich wendet er sich an diese Randalierer und sagt zu ihnen „das iranische Volk“! Jetzt versammelten sich am 22. Dey [11. Januar] mehrere Millionen Menschen in Teheran und in den Städten, diese waren dann nicht das iranische Volk! Aber diese paar tausend Personen waren das iranische Volk! Zu ihnen sagte er: „Iranisches Volk“. Dann sagte er auch: „Geht voran, geht voran, ich komme noch“ [Zuhörerschaft lacht laut auf]. Nun, diese Zwietracht war eine amerikanische Zwietracht [Zuhörerschaft ruft die Parole „Nieder mit Amerika“]. 

Beachten Sie diesen Punkt: Diese Zwietracht ist nicht die erste in Teheran entstandene Zwietracht und sie wird auch nicht die letzte sein. Nach diesen Ereignissen werden wir weitere haben. Es war nicht die erste Zwietracht, und es wird auch nicht die letzte Zwietracht sein. Auch danach kann es zu ähnlichen Fällen kommen. Schließlich sind wir ein Land, wir haben ein neues Denken, wir haben einen neuen Weg, wir stehen im Widerspruch zu den Interessen der Weltmächte, wir befinden uns im Konflikt. Man muss immer damit rechnen. Und wie lange werden diese Dinge nun andauern? Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die iranische Nation einen Stand erreicht, an dem ihre Stabilität, ihre Standhaftigkeit und ihre Beherrschung der Angelegenheiten den Feind verzweifeln lassen. Dorthin müssen wir natürlich gelangen, und wir werden dorthin gelangen.

Schon vor dieser Zwietracht waren diese Straßen Teherans Zeugen von Verbrechen, Zeugen von Ereignissen gewesen. Am 30. Chordad 1360 [20. Juni 1981] griffen die Munafeqin in eben diesen Straßen Teherans mit Teppichmessern die Basidschi an! Wir haben von solchen Vorfällen viele erlebt, dies war nicht der erste, und es ist auch nicht der letzte. In all diesen Ereignissen kann der Mensch eine fremde Hand bezeugen. Insbesondere bei diesen Ereignissen sehen wir die Hand Amerikas, die Hand des zionistischen Regimes.

Natürlich haben bei dieser jüngsten Zwietracht und auch zuvor bei den übrigen Ereignissen die Verantwortlichen – die Ordnungskräfte, die Basidsch, die Sepah und andere, die Verantwortung trugen – ihre Pflicht vollständig erfüllt. Aber das, was das Feuer der Zwietracht unter den Füßen zu Asche machte, war das Volk. So war es dieses Mal, so war es auch im Jahr 1388 [2009], und so war es auch in anderen Fällen. Wenn das Volk die Arena [meydan] betritt und einen Entschluss fasst, löscht es die Feuer und macht die Flammen zu Asche. Das ist etwas, das auch dieses Mal geschehen ist und auch danach – durch den göttlichen Erfolg – wenn dem Land ein Ereignis widerfährt, wird Gott der Erhabene dieses Volk berufen, um den Ereignissen entgegenzutreten, und das Volk wird die Sache zu Ende bringen.

Nun, es gab einige Eigenschaften bei dieser Zwietracht, zu denen ich zwei, drei Punkte vortragen möchte: Eine davon ist, dass die Randalierer sich hinter den friedlichen Protesten der Marktleute versteckten. Das war eine der Eigenschaften. Das heißt, sie machten die Marktleute zu ihrem Schutzschild. So wie einige kriminelle Personen in manchen Städten, an manchen Orten der Welt, die, wenn sie angreifenden Truppen gegenüberstehen, Kinder und Frauen nach vorne schicken und sich selbst hinter ihnen positionieren. Die Zwietrachtstifter versteckten sich hinter den Marktleuten. Die Marktleute hatten Einwände und sie waren auf die Straße gekommen, einige von ihnen hatten sogar ihre Läden geschlossen. Ich sagte damals in einer Sitzung wie dieser, dass ihre Worte auch vernünftig und richtig waren. Diese [Zwietrachtstifter] kamen und versteckten sich hinter ihnen, damit sie nicht erkannt würden. Aber die Marktleute waren klug, sie verstanden die Angelegenheit: Sobald sie sahen, dass diese Bewegung Randale wurde, sobald sie sahen, dass statt eines friedlichen Marsches auf der Straße Polizeistationen angegriffen wurden, verstanden sie, dass dies Randalierer waren, trennten sich von ihnen, traten zur Seite und ließen sie allein. Das ist das eine.

Eine weitere Eigenschaft war, dass diese Zwietracht einem Staatsstreich ähnelte. Das heißt, einige in der Welt bezeichneten diese entstandene Zwietracht ebenfalls als Staatsstreich. Sie sagten, in Iran habe ein Staatsstreich stattgefunden, der jedoch niedergeschlagen worden sei. Aber es war ein Staatsstreich. Was bedeutet, es war ein Staatsstreich? Das bedeutet, das Ziel der Zerstörung waren die sensiblen und wirksamen Zentren bei der Verwaltung des Landes. Sie griffen die Polizei an, sie griffen Zentren der Sepah an, sie griffen einige staatliche Einrichtungen an, sie griffen Banken an: Dies in materieller Hinsicht. Sie griffen Moscheen an, sie griffen den Quran an: Dies in spiritueller Hinsicht. Das, was das Land verwaltet, sind diese Dinge, sie griffen diese an: Das ist ein Staatsstreich.

Ein weiterer Punkt, der in Bezug auf diese Zwietracht besteht und auf den wir gut achten sollten, ist, dass der Plan und die Ausarbeitung dieser Zwietracht im Ausland geschehen sind. Sie wurden nicht im Inland gemacht. Ja, einige im Inland haben diese Zwietracht und diese Randale ausgelöst, aber der Plan wurde im Ausland entworfen. Von außen wurden Anweisungen gegeben. Das heißt, sie, natürlich eben diese Rädelsführer, standen mit dem Ausland in Kontakt. Die Rädelsführer standen mit dem Ausland in Kontakt. Sie sagten ihnen: Macht jetzt dies, greift jetzt jenen Ort an, geht jetzt in diese Straße. Solche Dinge wurden ihnen von außen gesagt, und unter Nutzung von Satelliten-Möglichkeiten und dergleichen erhielten sie Informationen und leiteten diese an. Ich habe über einen Weg erfahren, dass ein einflussreiches amerikanisches Element in der Regierung zu einem seiner iranischen Ansprechpartner gesagt hatte, dass bei diesem jüngsten Vorfall, der in Iran geschehen ist, die amerikanische CIA und der Mossad des zionistischen Regimes all ihre Möglichkeiten auf die Bühne gebracht haben. Dies ist ein amerikanisches Eingeständnis. Er sagte, zwei aktive und maßgebliche Geheimdienste, nämlich die CIA und der Mossad, hätten all ihre Möglichkeiten eingesetzt und seien dennoch gescheitert. Der Plan war draußen entworfen worden. Er wurde von außen gesteuert und es wurden von außen Anweisungen erteilt.

Eine weitere Eigenschaft dieser Zwietracht war, dass diese ausgebildeten Rädelsführer beauftragt waren, zu töten, Tote zu erzeugen, Tod herbeizuführen. Sie hatten keine besondere Feindschaft gegen bestimmte Personen, aber es mussten Tote entstehen. Deshalb führten sie bewaffnete Angriffe auf militärische und polizeiliche Einrichtungen durch, griffen mit fortgeschrittenen Waffen an, damit von der anderen Seite ebenfalls reagiert würde und eine Anzahl von Menschen getötet würde. Damit begnügten sie sich jedoch nicht, sie schossen sogar von hinten auf eben jenes Fußvolk, das sie zuvor noch selbst mit Propaganda auf die Bühne gebracht hatten. Mir wurde berichtet, dass einige der Verletzten dieses Ereignisses von hinten angegriffen worden waren. Das heißt, sie schonten nicht einmal ihre eigenen Leute. Warum? Damit die Zahl der Toten steigt. Leider waren sie auch erfolgreich. Natürlich wollte der Feind noch mehr Tote. So viele, wie er wollte, wurden es zwar nicht, doch er behauptet es. Nun, von solchen Leuten ist es nicht weit hergeholt, auf diese Weise zu lügen. Sie geben die Zahl der Toten zehnfach, mehr als zehnfach an.

Das Ziel des Feindes war es, die Sicherheit des Landes zu stören. In erster Linie wollten sie die Sicherheit des Landes durcheinanderbringen. Wenn es keine Sicherheit gibt, gibt es nichts. Wenn es keine Sicherheit gibt, gibt es weder Produktion noch Brot, weder Unterricht und Diskussion, noch Schulen, noch Forschung, noch Wissenschaft, noch Fortschritt. All dies entsteht im Schatten der Sicherheit. Diese Menschen, die die Sicherheit des Landes bewahrt haben, sie haben das Recht unseres Lebens gegenüber uns allen, gegenüber dem gesamten Volk. Wenn unser Kind auf der Straße zur Schule gehen kann, dann wegen der Sicherheit, wenn es keine Sicherheit gibt, kann auch Ihr Kind nicht zur Schule gehen. Sie selbst können nicht in Ihr Geschäft gehen, Sie können nicht an Ihren Arbeitsplatz gehen, jener Jugendliche, der mit Forschung und Untersuchung beschäftigt ist, kann nicht forschen. Sie wollten das Volk gegen das System stellen. Erfreulicherweise hat das Volk sie mundtot gemacht und kam am 22. Dey in Millionenmasse hinaus, zeigte sich und sagte: Das ist das iranische Volk! Und sie schrien gegen die Zwietrachtstifter. Die Verantwortlichen müssen den Wert dieses Volkes erkennen. Wahrhaftig, die Verantwortlichen des Landes müssen den Wert dieses Volkes erkennen.

Natürlich möchte ich auch dies sagen, dass diese Zwietracht – ob dies nun zufällig oder berechnet war, das kann ich nicht sagen – gerade zu einer Zeit durchgeführt wurde, als die Verantwortlichen des Landes, die staatlichen Verantwortlichen, der Präsident und andere dabei waren, ein wirtschaftliches Maßnahmenpaket für das Land zu entwerfen. Sie waren dabei, den wirtschaftlichen Plan des Landes zu gestalten, Maßnahmen zu ergreifen und umzusetzen, um die Lage zu verbessern und voranzubringen. Genau zu diesem Zeitpunkt brachten sie diese Zwietracht hervor. Ob dies nun zufällig oder berechnet war, das kann ich nicht behaupten.

Eine weitere Eigenschaft dieser Zwietracht war die Gewalt, wie bei Daesch [ISIS]. Wer hat Daesch geschaffen? Eben dieser derzeitige Präsident der USA sagte in seinem ersten Wahlkampf ausdrücklich, dass sie Daesch geschaffen haben, die Amerikaner haben es geschaffen, der Außenminister der USA hat es geschaffen. Sogar die Außenministerin selbst sagte es und schrieb in ihren Memoiren, dass sie Daesch geschaffen haben, um den Irak und Syrien zu besetzen.

Auch dieses Daesch haben sie hervorgebracht. Auch dies ist ein weiteres Daesch, und seine Taten sind wie die seinen. Ich habe damals gesagt, dass Daesch Menschen lebendig verbrannte, Köpfe abschnitt: Das war die äußerste Verdunkelung völliger Religionslosigkeit, und diese hier [die Zwietrachtstifter] spießen nun Menschen auf, weil sie religiös sind. Ihr einziger Unterschied besteht darin. Bei Gott, es ist dieselbe Grausamkeit. Auch diese haben wie Daesch Menschen verbrannt! Sie haben Menschen bei lebendigem Leib verbrannt. Schauen Sie, wie viel Brutalität es braucht, wie viel Erbarmungslosigkeit es braucht, einen lebendigen Menschen zu verbrennen! Sie haben verbrannt, zerstört, Köpfe abgeschnitten! Auch diese haben genau die Arbeiten verrichtet, die Daesch tat. Gewalt war eine ihrer Eigenschaften. Zum Schluss… [Zuhörerschaft unterbricht mit dem rufen der Parole „Nieder mit Amerika“]

Nun gut, da Sie diese Parole gegeben und den Namen Amerika erwähnt haben [Imam Chamenei lacht], wollen wir auch noch in die Amerika-Debatte einsteigen. Meine letzte Ausführung handelt von Amerika. Was ist die Angelegenheit zwischen Amerika und Iran? In dieser Konfrontation, die besteht und die seit über 40 Jahren bestehende Feindschaft zwischen Iran und Amerika: Was ist die Angelegenheit der Sache? Meiner Ansicht nach lässt sich die Sache in wenige Worten zusammenfassen und diese zwei Worte sind: Amerika will Iran verschlingen – die reife iranische Nation und die Islamische Republik sind dafür ein Hindernis [Zuhörerschaft ruft die Parole „Niemals Ergebung“ und Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]. Es heißt: Ich ging zum Handanhalten, alles war abgeklärt, es blieben zwei Worte. Ich sagte: Wir wollen Ihre Tochter, und sie sagten: Kommt gar nicht in Frage! [Metapher zum obigen Verhältnis zwischen USA und Iran, bei der die Zuhörerschaft auflacht und applaudiert]. Nun hat die iranische Nation der gegenüberliegenden Seite gesagt: Es kommt nicht in Frage. Ist das das Verbrechen der iranischen Nation? Der Streit dreht sich um diese Sache. Ihr Iran, Ihr Land, hat viele Anziehungskräfte: Irans Öl ist attraktiv, Irans Gas ist attraktiv, Irans reiche Bodenschätze sind attraktiv, Irans strategische und geografische Lage ist attraktiv. Es gibt viele andere Eigenschaften. Iran ist ein Land, auf das eine große gierige aggressive Macht von Natur aus begehrlich blickt, Iran ist ein solches Land. Nun wollen sie dieses Land in Besitz nehmen, so wie sie es früher in Besitz hatten.

Etwa 30 Jahre lang waren die Amerikaner in Iran, die Ressourcen waren in ihrer Hand, das Öl war in ihrer Hand, die Politik war in ihrer Hand, die Sicherheit war in ihrer Hand, die Verbindungen zur Welt waren in ihrer Hand, alles war in ihrer Hand. 30 Jahre lang taten sie, was immer sie wollten. Nun ist ihre Hand abgeschnitten worden, sie wollen zurückkehren und wieder den Zustand der Pahlavi-Zeit haben. Die iranische Nation steht jedoch fest, streckt die Brust heraus und ist ein Hindernis. Die Feindschaft besteht deshalb. Der Streit dreht sich darum. Die übrigen Aussagen wie Menschenrechte und dergleichen sind leere Worte, die sie äußern. Die Sache ist genau dies. Er ist begierig. Iran hingegen steht fest und wird auch weiterhin fest stehen, und mit der Hoffnung auf Gott, wird es die drangsalierende und schikanierende Gegenseite hoffnungslos machen [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“].

Dass man gelegentlich von Krieg spricht und sie sagen, sie kommen mit soundso gearteten Flugzeugen und machen dies und jenes, ist nichts Neues. Auch früher haben die Amerikaner in ihren Aussagen mehrfach gedroht, dass „alle Optionen auf dem Tisch sind“. „Alle Optionen“, bedeutet unter anderem auch die Option Krieg. Das haben sie immer gesagt: „Alle Optionen sind auf dem Tisch“. Nun behaupten sie auch jetzt ständig, dass sie Kriegsschiffe gebracht und solcherlei Dinge getan haben. Meiner Ansicht nach sollte sich das iranische Volk vor solchen Dingen nicht fürchten. Das iranische Volk lässt sich von diesen Worten nicht beeinflussen und fürchtet sich nicht vor der Konfrontation für das Recht. Wir sind nicht die Initiatoren, wir wollen niemandem Unrecht zufügen, wir wollen kein Land angreifen, aber derjenige, der begierig ist, angreifen und schaden will, dem wird die iranische Nation einen harten Faustschlag versetzen [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]. Natürlich sollen die Amerikaner auch dieses wissen, dass, wenn sie dieses Mal einen Krieg entfachen, dieser Krieg ein regionaler [Region Westasien] Krieg sein wird [Zuhörerschaft applaudiert und ruft anschließend wiederholt „Haidar Haidar“].

Und der Frieden sei mit euch, und die Gnade Allah und sein Segen.