Imam Chameneis Rede zum Berufungs-Fest und zu den Unruhen

Am 17. Januar hielt Imam Chamenei, anlässlich des Festes der Berufung des Propheten Muhammad (Gottes Segenswünsche seien auf ihm), auch Mabath genannt, eine Rede. Es folgt die sinngemäße Übersetzung der Rede aus dem persischen Original. Obwohl es für alle hier veröffentlichten Texte gilt, wird darauf verwiesen, dass die Übersetzung zu Dokumentationszwecken ohne jegliche Kommentierung erfolgt und die dargestellte Meinung nicht mit der Meinung der Herausgeber übereinstimmen muss.


Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Begnadenden

Alle Dankpreisung ist Allahs, des Herrn der Welten, und die Segenswünsche und der Frieden seien mit unserem Meister und Propheten Abul Qasim al-Mustafa Muhammad und seiner guten, reinen und auserwählten Familie, den rechtgeleiteten Rechtleitern, insbesondere mit dem Verbliebenen Allahs auf Erden (Baqiyyatullah, Imam Mahdi).

Ich gratuliere allen anwesenden lieben Brüdern und Schwestern sowie der gesamten Nation Iran und allen Muslimen der Welt, allen nach Freiheit Strebenden  der Welt, zum ehrwürdigen und großen Fest des Mabath (Berufung des Propheten Muhammad). So Gott will, möge die Erinnerung an diesen Tag die Herzen erleuchten, uns den Weg zeigen, und mögen wir die Wahrheit der Berufung nutzen können.

Der Tag der Berufung des Gesandten Gottes ist ein äußerst wichtiger Tag. Das heißt, wir haben in der gesamten Geschichte der Menschheit keinen Tag, der wichtiger wäre als dieser. Der Tag der Berufung ist in Wirklichkeit der Tag der Geburt des Qurans; des Qurans, der von Kopf bis Fuß Weisheit und von Kopf bis Fuß Licht ist. Nach dem Ausdruck des Fürsten der Gläubigen (Imam Ali) ist es der Tag des „ausstrahlenden Lichts“ [اَلنّورُ السّاطِع]. Es ist der Tag der Erziehung des vollkommenen Menschen. Das heißt, von diesem Tag an wurde die Planung zur Erziehung vollkommener Menschen möglich, deren vollkommenstes Beispiel die Imame der Rechtleitung, Friede sei mit ihnen, sind. Es ist der Tag des Plans der islamischen Zivilisation. Das heißt, an diesem Tag begann in Wirklichkeit die islamische Zivilisation, und ihr großer, historischer und bleibender Plan – der heute auch mir und euch zugänglich ist – trat an jenem Tag in die Welt des Daseins. Und es ist der Tag des Hissens der Flagge von Gerechtigkeit, Gleichheit und Brüderlichkeit und dergleichen. Die Vorzüge des Tages der Berufung können wir nicht ausdrücken, das heißt, unser Verständnis, unsere Sprache, unser Herz sind kleiner als das, unzulänglicher als das, dass wir die Bedeutung der Berufung des Propheten darlegen könnten. Ja, der Fürst der Gläubigen kann es sagen, und er hat es gesagt. Ihr solltet zu Nahdsch al-Balagha zurückkehren, die zweite Predigt aus Nahdsch al-Balagha handelt von der Berufung des Propheten, wie Er ihn berief und unter welchen Bedingungen und in welcher Lage. In einigen anderen Predigten aus Nahdsch al-Balagha ist diese Bedeutung ebenfalls erwähnt.

Ich möchte nur einen Punkt über die Berufung ansprechen, der für unser heutiges Leben mehr als andere unserer Worte nützlich ist, und dieser ist: Die Berufung des Propheten ist die Manifestierung der wahrhaftigen menschlichen Zivilisation. Das heißt, wenn die Menschheit auf die beste Weise leben will, muss sie gleich dem Programm leben, das in der Aussendung dargelegt wurde. Mit diesem Programm kann sie gut leben.

Aber dieses Ereignis, dieses Geschehen, wo hat es stattgefunden? Wo und unter welchen Bedingungen fand die Berufung statt? Die Berufung fand unter den schlimmsten vorstellbaren Bedingungen statt. Unter Menschen, die in moralischer Hinsicht, in praktischer Hinsicht, in ihrem Denken, in ihrem Herzen als die schlimmsten, unglücklichsten, starrsinnigsten, reizbarsten, unterdrückerischsten, gewalttätigsten Personen in den Gesellschaften jener Zeit galten: So war Arabien. Der Fürst der Gläubigen, Friede sei mit ihm, sagt über die damaligen Umstände:

 فَالهُدىٰ خامِلٌ‌ وَ العَمىٰ شامِل

„Die Rechtleitung war verborgen, und Blindheit war allumfassend“ [Nadhsch ul-Balagha, 2. Predigt]. Die Fackel der Rechtleitung war völlig ausgelöscht. Das heißt, es gab keinerlei Rechtleitung zu den reinen Wahrheiten der Welt des Seins und „Blindheit war allumfassend“, also Blindheit war allgemein. Das heißt, der Fürst der Gläubigen zeichnet ein solches Bild von den Menschen von Mekka und Medina und den Gegenden dort, in die der Prophet entsandt wurde. Sie waren unwissend, sie waren ungebildet, sie waren starrsinnig, sie waren fanatisch, sie waren verdorben, sie waren arrogant – mit all diesen schmutzigen Eigenschaften, die sie hatten, war auch Arroganz dabei – sie waren unterdrückerisch, unter ihnen gab es Klassenunterschiede. Ihr Großer war schlecht, ihr Kleiner war auch schlecht, ihr Unterdrücker, ihr Unterdrückter, ihr Sklave, ihr Herr. In einem solchen Umfeld entstand der Tag der Berufung, der Islam wurde geboren, der Quran wurde herabgesandt. In einem solchen Umfeld.

Nun beruht der Islam auf Vernunft und Überzeugung. Alle islamischen Programme müssen mit Vernunft und Überzeugung gemessen, verstanden und umgesetzt werden. Diese hatten weder Vernunft noch Überzeugung. Der Prophet trat in diese Gesellschaft ein, rezitierte diese göttlichen Aussagen, die göttliche Offenbarung, das Wort Gottes für solch ein Volk, und erkonnte im Verlauf von 13 Jahren – und 13 Jahre sind keine nennenswerte Zeit – aus eben diesem Volk (Heiligkeiten wie) Ammar hervorbringen, Abu Dharr hervorbringen, Miqdad hervorbringen. Aus eben diesem Volk!

Ein Lehrer kommt in eine Klasse, in der alle Kinder zerstreut, ohne Verstand, unaufmerksam, ohne Begabung, ohne Interesse am Unterricht sind, und er erzieht innerhalb einer bestimmten Zeit gewaschene, vorbereitete, gebildete, verständige Kinder. Stellt euch das vor, vervielfacht es tausendfach, dann ergibt sich die Lage der Berufung des Propheten und Mekkas. Das heißt, die Kraft des Islams, die Kraft der göttlichen Religion, die Kraft der göttlichen Gebote und Erkenntnisse ist so groß, dass sie aus solchen Menschen solche einzigartigen Würden hervorbringen kann. Abu Dharr ist kein geringer Mensch. Eben dieser Abu Dharr war in der Zeit der Unwissenheit so, Ammar auf eine andere Weise, jener andere auf eine andere Weise.

Dieses Wort ist für unser heutiges Leben wichtig. Ich möchte die Behauptung aufstellen und sagen, dass der Islam auch heute dieselbe Kraft hat. Die heutigen menschlichen Gesellschaften sind von denselben Eigenschaften betroffen, nur mit anderer Ausdrucksweise, auf andere Weise. Dieselbe Unterdrückung von damals gibt es auch heute, jene Arroganz gibt es auch heute, jene Verdorbenheit gibt es auch heute.

Ihr habt doch in den Nachrichten der Welt in den vergangenen paar Monaten gehört: Eine Insel der Verderbtheit zu errichten [Anspielung auf Epstein-Insel]: Ist das etwa etwas zum Spaßen? Moralische Verderbtheit, praktische Verderbtheit, Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Gewalt, Gewalttätigkeit, Einmischung. Wen immer sie erreichen können, schlagen [bombardieren] sie, wen immer sie erreichen können, wo immer sie zugreifen können, reißen sie es an sich. Der Mensch ist derselbe Mensch, nur seine Ausdrucksweise hat sich geändert, sein äußeres Erscheinungsbild hat sich geändert. Heute kommt er mit Eau de Cologne und Krawatte und Anzug und schöner Kleidung in die Arena. Es sind dieselben, sie haben sich nicht verändert. Heute ist die Menschheit – natürlich ist das, was ich sage, nicht die gesamte Menschheit – in vielen Gesellschaften, besonders westlichen, von diesem Übel befallen. Es geschieht Unrecht, es geschieht das Niedermachen der Schwachen.

Derselbe Abu Dschahl existiert auch heute, derselbe Ibn al-Mughira al-Machzumi existiert auch heute. 

اِنَّهُ فَکَّرَ وَ قَدَّرَ 

„Wahrlich er hat nachgedacht und er hat eingestimmt.“ [Heiliger Quran, 74:18], bezieht sich auf Ibn al-Mughira.

إِنَّهُ فَكَّرَ وَقَدَّرفَقُتِلَ كَيْفَ قَدَّرَ

„Wahrlich er hat nachgedacht und er hat eingestimmt. So ist er getötet worden, welcherart er eingestimmt hat.“ [Heiliger Quran, 74:18–19]. „فَقُتِلَ“ bedeutet: Tod über ihn. 

فَقُتِلَ كَيْفَ قَدَّرَ ثُمَّ قُتِلَ كَيْفَ قَدَّرَ ثُمَّ نَظَرَ ثُمَّ عَبَسَ وَبَسَرَ ‎

„So ist er getötet worden, welcherart er eingestimmt hat. Daraufhin ist er getötet worden, welcherart er eingestimmt hat. Daraufhin hat er geschaut. Daraufhin hat er die Stirn gerunzelt und er hat sich verfinstert.“ [Heiliger Quran, 74:19–22]

Bis hin zum Ende der gesegneten Verse. Auch heute sind es dieselben. Es sind dieselben, die über Millionen von Menschen herrschen und die Untergebenen mit sich in Richtung Hölle mitziehen. Im Quran heißt es über den Pharao: 

يَقْدُمُ قَوْمَهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ فَأَوْرَدَهُمُ النَّارَ

„Er schreitet seinem Volk voran am Tag der Auferstehung. So hat er sie (in) das Feuer ankommen lassen.“ [Heiliger Quran, 11:98]

Am Tag der Auferstehung ist Pharao, so wie in dieser Welt, wo er der Anführer seines Volkes war, auch dort Anführer, Vorangehender. Man setzt ihn in Bewegung in Richtung Hölle, und seine Nachfolgenden stürzen mit in die Hölle. Sie selbst bewegen sich in Richtung Hölle, sie befinden sich selbst im wirklichen und jenseitigen Sinn in der Hölle, und sie führen auch ihr Volk in Richtung Hölle. 

Nun in dieser heutigen Welt ist der Islam, genau dieser Islam. Dieser Islam kann die heutige Welt – von hier nach da – völlig verändern. Er kann es. Wir können – wir, nicht unbedingt ich und du – die Anhänger des Islam, die vom Islam Überzeugten, können die Welt aus dem Abhang der Verderbnis hin zu den Höhen der Rechtschaffenheit und Rettung und Würde herausziehen. Sie können sie von der Seite der Hölle zur Seite des Paradieses ziehen. Auch heute ist das möglich. Auch heute ist es möglich, aber es hat eine Bedingung:

 وَلَا تَهِنُوا وَلَا تَحْزَنُوا وَأَنتُمُ الْأَعْلَوْنَ

„Und seid nicht entkräftet und seid nicht traurig während ihr die Allerhöchsten seid […]“ [Heiliger Quran, 3:139]

„Während ihr die Allerhöchsten seid“ bedeutet genau dies: Ihr könnt die Welt hinter euch in Bewegung setzen, aber wann? 

 إِن كُنتُم مُّؤْمِنِينَ

„[…] falls ihr Überzeugte gewesen seid. [Heiliger Quran, 3:139]

Überzeugung ist notwendig. Nun, ich und Sie haben – alle Dankpreisung gebührt Allah – Überzeugung, Gott sei Dank. Aber diese Überzeugung ist nicht die Überzeugung Abu Dharrs. Wir müssen unser Handeln in Ordnung bringen, wir müssen unsere Arbeit in Ordnung bringen, wir müssen unser Herz in Ordnung bringen. Wenn es uns gelingt, diese Dinge zu tun, auf den Rat des Qurans, auf den Rat des Islam, auf den Rat des Propheten zu hören, dem (Buch) Nahdsch al-Balagha Bedeutung zu geben und danach zu handeln, dann werden wir auch dasselbe haben, was der Prophet damals hatte, und wir werden dieselbe Arbeit tun können, die der Prophet damals getan hat: Wir können die Welt in Richtung Rechtschaffenheit zurückführen. Die Gesellschaften unter der Herrschaft eben dieser untauglichen Menschen kann man in eine Gesellschaft des Fortschritts, die den Menschen formt, verwandeln, wenn nämlich – so Gott will – „falls ihr Überzeugte gewesen seid“ Wirklichkeit wird. Wir müssen wachsam sein, nach dem handeln, was wir wissen, Sünde vermeiden. Unsere heutige Überzeugung ist keine Abu-Dharr-hervorbringende Überzeugung. Natürlich haben wir erfreulicherweise in der Islamischen Republik auf individueller Ebene Abu-Dharr-ähnliche Personen gehabt. Eben diese großen, bekannten und teils sogar unbekannten Märtyrer. Es gibt sie, ja, aber die Gesellschaft muss sich verändern, die Rechtschaffenheit muss die ganze Gesellschaft erfassen.

Nun, der Tag der Berufung ist ein solcher Tag. Eine solche Überzeugung wurde angeboten, und diejenigen, die sie annahmen, waren Personen wie der Fürst der Gläubigen. Ali ibn Abi Talib, Friede sei mit ihm, nahm diesen Glauben an, die edle Chadidscha nahm diesen Glauben an, im ersten Rang gab es keine anderen. Nun dies bezüglich des Tages der Berufung.

Ich möchte ein paar Sätze über diese jüngste Zwietracht [fitna] sagen. Es wurde Zwietracht gestiftet, sie hat einen Teil der Menschen verletzt, ihnen Schaden zugefügt und dem Land geschadet – es ist nun einmal eine Zwietracht –, und dann wurde diese Zwietracht durch göttliche Gewährung, durch die Hände des Volkes und durch die Hände der verantwortlichen Stellen und durch die ihre Zeit verstehenden und sachkundigen Beauftragten, Gott sei Dank, gelöscht. Ihr müsst die Zwietracht erkennen. Ich möchte hier ein paar Punkte ansprechen: Erstens, dass wir das Wesen der Zwietracht verstehen. Was war diese Zwietracht überhaupt, und für was wurde sie gestiftet? Zweitens, welche Werkzeuge und Akteure diese Zwietracht hatte, wer sie waren. Wenn man auf die Oberfläche schaut, sieht man einen Jugendlichen, aber worum geht es in der Sache? Ein weiterer Punkt ist, wie wir gegenüber dem, was unser Feind uns angetan hat, Stellung beziehen und was wir tun. Dazu sage ich ein paar Dinge.

Erstens: das Wesen der Zwietracht. Das war eine amerikanische Zwietracht, es war offensichtlich. Die Amerikaner haben geplant und gehandelt. Das Ziel der Amerikaner ist auch – das sage ich entschieden und ausdrücklich, gestützt auf die Erfahrung von über 40 Jahren in der Islamischen Republik: Das Ziel der Amerikaner ist das Verschlingen Irans [Zuhörerschaft ruft die Parole „Nieder mit Amerika“]. Diese Herrschaft, die sie über dieses Land hatten, wurde durch die Hände des Volkes, durch die Hände der Jugendlichen, durch die die Hände der Gesamtheit der Menschen im ganzen Land und unter der Führung des großen Imam [Chomeini] beseitigt und vom Beginn der Revolution bis heute denken sie daran, diese [Herrschaft] zurückzubringen. Das heißt, Iran wieder unter ihre militärische Herrschaft, unter ihre politische Herrschaft, unter ihre wirtschaftliche Herrschaft zu bringen. Das ist das Ziel. Das hat auch nichts mit dem aktuellen Präsidenten der USA zu tun. Es betrifft nicht diese Person, die jetzt Präsident ist, es betrifft die Politik der USA. Die Politik der USA ist, dass sie ein Land mit diesen Eigenschaften in einem so sensiblen geografischen Zentrum, mit diesen Möglichkeiten, mit dieser Ausdehnung, mit dieser Bevölkerung nicht ertragen können. Ein solches Land, mit diesen Fortschritten, die es wissenschaftlich und technologisch in verschiedenen Bereichen macht, ist für die Amerikaner nicht hinnehmbar. Es ist eben dieses:

إِنَّهُ فَكَّرَ وَقَدَّرفَقُتِلَ كَيْفَ قَدَّرَ

„Wahrlich er hat nachgedacht und er hat eingestimmt. So ist er getötet worden, welcherart er eingestimmt hat.“ [Heiliger Quran, 74:18–19].

Er setzte sich hin und dachte nach [was er tun solle]. Sie können es nicht ertragen. Das betrifft sie.

Natürlich, in der Vergangenheit, wenn eine Zwietracht [fitna] dieser Art – wir hatten ja mehrere Zwietracht – im Land gestiftet wurde, mischten sich meist die amerikanischen Journalisten, amerikanische Politiker zweiten Ranges oder europäische Länder ein. Bei dieser Zwietracht war die Besonderheit, dass der Präsident der USA persönlich, er selbst, in diese Zwietracht eingriff, sprach, Stellung nahm, drohte, die Zwietracht-Stifter ermutigte. Er schickte aus Amerika Botschaften an diese Leute – von denen ich gleich sagen werde, wer sie waren –, dass sie vorangehen sollen und keine Angst haben sollen. Er sagte, wir unterstützen euch, wir leisten militärische Unterstützung. Das heißt, der Präsident der USA selbst trat in die Zwietracht ein und ist Teil der Zwietracht. Eine Gruppe dieses Kollektivs, die zerstörte und anzündete und hinging und rechtswidrige Dinge tat und Menschen tötete, diese stellte er als die Nation Iran vor, das heißt, er verleumdete die Nation Iran schwer. Er sagte, das sei die iranische Nation und er wolle die iranische Nation verteidigen. Das ist ein Verbrechen, es ist ein Verbrechen. Diese Gründe, die ich genannt habe, sind belegte Gründe, das heißt, es gibt nichts Verborgenes daran, offen sagte er es, offen sprach er, offen ermutigte er. Wir haben fortlaufend Belege, dass sie geholfen haben, sowohl sie als auch das zionistische Regime haben geholfen, worauf ich auch noch kurz eingehen werde. Wir sehen den Präsidenten der USA als einen Verbrecher. Sowohl wegen der Opfer, als auch wegen der Schäden, als auch wegen der Verleumdung, die er der iranischen Nation angetan hat [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“].

Der zweite Punkt betrifft die Akteure der Zwietracht, die auf der Bühne präsent waren, wer waren sie? Sie waren zwei Gruppen: Eine Gruppe, eine Schar, die die Geheimdienste der USA und Israels sorgfältig ausgewählt und gefunden hatten, die meisten hatten sie ins Ausland gebracht, einige hatten sie auch hier ausgebildet, wie man sich bewegt, wie man Feuer legt, wie man Angst erzeugt, wie man der Polizei entkommt. Sie hatten ihnen auch ordentlich Geld gegeben. Eine Gruppe waren diese, die die Anführer dieser Menge waren. Sie nennen sich selbst „Leader“, „wir sind die Leader dieser Gruppe“, die Rädelsführer. Eine Gruppe waren diese. Alle Dankpreisung gebührt Allah, wurden viele von ihnen festgenommen, ergriffen. Die militärischen und polizeilichen Sicherheitskräfte haben in diesem Bereich eine gute Arbeit geleistet. Viele dieser bösartigen und verbrecherischen Akteure – sie sind Verbrecher – wurden festgenommen.

Die zweite Gruppe hatte keine Verbindung zum zionistischen Regime und zu irgendeinem Geheimdienst. Es ist ein unreifer Jugendlicher, mit dem man redet, den man beeinflusst, in dem man Aufregung erzeugt. Jugendliche sind auch aufgeregt, Heranwachsende sind aufgeregt, sie kommen ins Feld, tun Dinge, die sie nicht tun sollten, treiben Unfug, den sie nicht begehen sollten. Das sind die Fußsoldaten. Ihre Mission ist, irgendwohin zu gehen und anzugreifen: einen Posten, ein Haus, ein Amt, eine Bank, ein Industriezentrum, ein Stromzentrum. Das ist ihre Mission. Der Rädelsführer sammelt sie, jeder von ihnen sammelt 10, 20, 50 Leute und weist an: „Ihr müsst dorthin gehen, jenes tun und Verbrechen begehen“ und leider tun sie es. Viele Verbrechen geschahen. In dieser Zwietracht haben eben diese unwissenden und ahnungslosen Faktoren unter der Führung jener bösartigen und ausgebildeten Elemente schlimme Dinge getan, große Verbrechen begangen. Sie haben 250 Moscheen zerstört. Sie haben mehr als 250 Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen zerstört und vernichtet. Sie haben der Stromindustrie Schaden zugefügt, sie haben den Banken Schaden zugefügt, sie haben medizinischen Einrichtungen Schaden zugefügt, sie haben Läden, die die Lebensmittel des Volkes führten, angegriffen. Sie haben dem Volk Schaden zugefügt. Sie haben mehrere tausend Menschen getötet. Einige haben sie mit unmenschlicher Härte, das heißt völlig barbarisch, getötet. Sie greifen eine Moschee an, ein paar Jugendliche gehen in diese Moschee hinein, um sie zu verteidigen, sie schließen die Tür der Moschee, sie setzen die Moschee in Brand, und die Moschee und diese paar jungen Leute verbrennen im Feuer! Ich werde gleich sagen, dass gerade dies selbst ein Plan ist, dass gerade diese Details der Tat in einem vorher vorbereiteten allgemeinen Plan vorgesehen, bereitgestellt und festgelegt wurden, dass sie so handeln und sich so bewegen. Sie haben eine Anzahl der Leute von der Straße und vom Markt, unschuldige Menschen, ein dreijähriges Mädchen [Melina Asadi], Männer, wehrlose und unschuldige Frauen getötet. Sie hatten Waffen. Sie hatten sowohl Schusswaffen als auch Stichwaffen. Man hatte sie ihnen gegeben. Diese Waffen kamen aus dem Ausland, genau dafür waren sie gekommen, um unter den aufrührerischen Elementen der Zwietracht verteilt zu werden und damit diese Verbrechen geschehen. Nun, das sind die Akteure der Zwietracht.

Natürlich hat die iranische Nation der Zwietracht das Rückgrat gebrochen [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]. Mit der Millionen-Bewegung der iranischen Nation am 22. Tag des Monats Dey wurde auch der 22. Dey zu einem historischen Tag gleich dem 22. Bahman [Tag der Revolution]. Das heißt, die iranische Nation hat den 22. Dey geschaffen und ihren Ehrungen eine weitere Ehre hinzugefügt. Am 22. Dey konnte die iranische Nation in Teheran mit mehreren Millionen Menschen und in verschiedenen Städten mit großen und zahlreichen Menschenmengen dem Mund der großmäuligen Anspruchsteller einen festen Schlag versetzen. Gott sei Dank haben sie das getan und die Zwietracht zum Erliegen gebracht. Das ist das Werk der iranischen Nation.

Natürlich haben in den weltweit den Zionisten verbundenen Medien – von denen die meisten dieser Nachrichtenagenturen den Zionisten gehören – jene wenigen Aufrührer groß gemacht und gesagt, das sei die iranische Nation. Diese gewaltige Versammlung der Menschen in Teheran und anderen Städten hingegen haben einige von ihnen überhaupt nicht erwähnt, andere sagten sogar: ein paar tausend Leute! Das ist ihre Gewohnheit, sie müssen so etwas tun, es ist schon in Ordnung. Die Wirklichkeit ist jedoch etwas anderes, die Wirklichkeit ist genau das, was ihr mit euren eigenen Augen seht, was ihr in eurer Stadt oder in Teheran bezeugen könnt.

Nun zur Frage unseres Verhaltens. Die iranische Nation hat Amerika eine Niederlage zugefügt. Die Amerikaner hatten mit vielen Vorbereitungen diese Zwietracht in Gang gesetzt für größere Ziele, auf die ich zuvor hingewiesen habe. Diese Zwietracht war die Einleitung zu größeren Vorhaben. Die iranische Nation hat [ihnen] eine Niederlage zugefügt. Nach jenem mehrtägigen Krieg einige Monate zuvor, in dem die iranische Nation dort Amerika und den Zionisten eine Niederlage zugefügt hat, hat sie heute auch Amerika durch Gottes Huld eine Niederlage zugefügt. Das ist richtig, aber es ist nicht genug. Es ist nicht genug. Ja, wir haben die Zwietracht gelöscht, aber das ist nicht genug. Amerika muss zur Rechenschaft gezogen werden. Unsere verschiedenen Institutionen, vom Außenministerium und anderen verschiedenen Stellen, den mit dieser Sache verbundenen Einrichtungen, müssen diese Angelegenheit verfolgen. Wir führen das Land nicht in den Krieg, wir haben nicht vor, das Land in Richtung Krieg zu führen, aber wir lassen die inneren Verbrecher auch nicht laufen [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]. Schlimmer als die inneren Verbrecher sind die internationalen Verbrecher, auch sie lassen wir nicht laufen. Mit den dafür geeigneten Wegen, mit der richtigen Methode, muss diese Sache verfolgt, nachgegangen werden, und mit göttlichem Erfolg muss die iranische Nation, so wie sie der Zwietracht das Rückgrat gebrochen hat, auch dem Zwietracht-Stifter das Rückgrat brechen [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“].

Mein letzter Punkt. In diesem Vorfall, im Kampf gegen diese amerikanische und zionistische Zwietracht, haben die Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitskräfte und die Sepah und die Basidsch wahrhaftig Opfer gebracht, wirklich Opfer gebracht: Sie kannten weder Nacht noch Tag, bis sie die Zwietracht, die mit vielen Vorbereitungen und mit großem Kostenaufwand des Feindes entstanden war, vollständig säubern und beseitigen konnten. Auch die Verantwortlichen des Landes haben alle zusammengearbeitet. Die iranische Nation hat auch das letzte Wort gesprochen und die Angelegenheit entschlossen beendet, aber mit Einheit. Ich möchte die stets wiederholte Empfehlung aussprechen: Erstens soll die Einheit unter dem Volk bewahrt werden. Parteipolitische, politische, linientreue und dergleichen. Streitigkeiten sollen sich unter den Menschen nicht verbreiten. Seid eins miteinander. In der Verteidigung des islamischen Systems, in der Verteidigung des Landes Iran, des geliebten Iran, sollen alle zusammen sein, nebeneinander stehen.

Auch die Verantwortlichen – die zuständigen Verantwortlichen in den verschiedenen Bereichen – haben wirklich gearbeitet. Der geehrte Präsident, und die anderen Staatsoberhäupter haben aktiv gehandelt. Sie waren mitten im Feld und haben gearbeitet. Es soll nicht so sein, dass ich, nur weil ich von der Arbeit eines anderen nichts weiß, ständig beanstande: Warum ist dies so und warum jenes. Nein, alle haben gearbeitet. Ich vermeide es heftigst, dass die Staatsoberhäupter, der Präsident und andere in solch wichtigen internationalen und inneren Umständen beleidigt werden und ich lasse es nicht zu und verbiete es, untersage es den Leuten. Nun, das kann im Parlament sein, es kann außerhalb des Parlaments sein, es kann überall sein. Wir sollen ihren Wert kennen, den Wert von Verantwortlichen, die, wenn ein solches Ereignis für das Land eintritt, sich nicht von den Menschen zurückziehen. Manchmal hatten wir in der Vergangenheit, dass die Menschen mitten im Feld waren und die Verantwortlichen zuschauten, manchmal sagten sie sogar etwas gegen die Menschen. Diesmal: keinesfalls, die Verantwortlichen standen an der Seite der Menschen, sie waren unter den Menschen, sie bewegten sich mit den Menschen, sie bemühten sich mit demselben Ziel, sie arbeiteten. Das muss gewürdigt werden. Das ist sehr wichtig. Meine nachdrückliche Empfehlung bezüglich des Präsidenten und der Verantwortlichen der Gewalten, der Vorsitzenden der anderen Gewalten und der aktiven Verantwortlichen des Landes ist: Lasst sie ihre Arbeit tun, ihre Anstrengungen machen und den großen Dienst erfüllen, der ihnen obliegt.

Natürlich ist die wirtschaftliche Lage keine gute Lage. Der Lebensunterhalt der Menschen hat wirklich Probleme. Ich weiß das. Auch sie müssen in diesen Bereichen doppelt so viel arbeiten. Für grundlegende Waren, für Viehfutter- und Produktionsmittel, für die notwendigen Lebensmittel, für die allgemeinen Bedürfnisse der Menschen müssen die Regierungs-Verantwortlichen doppelt so viel wie sonst arbeiten. Mit größerer Ernsthaftigkeit müssen sie arbeiten, daran gibt es keinen Zweifel. Sowohl sie haben Aufgaben als auch wir, das Volk, haben Aufgaben. Wir müssen unseren Aufgaben nachkommen. Wenn wir unseren Aufgaben nachkommen, wird Gott der Erhabene unserer Arbeit Segen verleihen. O Herr, Gewähre unserer Arbeit diesen Segen!

Und der Frieden sei mit euch, und die Gnade Allah und Sein Segen.