Imam Chameneis Rede anlässlich Imam Alis Geburtstag
Am 3. Januar 2026 hielt Imam Chamenei anlässlich des Geburtstages Imam Alis (Friede sei mit ihm) eine Rede. Es folgt die sinngemäße Übersetzung der Rede aus dem persischen Original. Obwohl es für alle hier veröffentlichten Texte gilt, wird darauf verwiesen, dass die Übersetzung zu Dokumentationszwecken ohne jegliche Kommentierung erfolgt und die dargestellte Meinung nicht mit der Meinung der Herausgeber übereinstimmen muss.
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Begnadenden
Aller Dank ist Allahs, des Herrn der Welten, und der Frieden und Segen seien mit unserem Meister und Propheten Abul Qasim al-Mustafa Muhammad und seiner guten, reinen und auserwählten Familie, insbesondere mit dem Verbliebenen Allahs auf Erden (Baqiyyatullah, Imam Mahdi).
Heute ist der Jahrestag einer einzigartigen Geburt: einzigartig sowohl in Bezug auf den Geburtsort als auch in Bezug auf das geborene Kind – sowohl der Geburtsort als auch der Geborene. Der Geburtsort ist die Kaaba. Wen sonst kennen wir in der Geschichte, der im Haus Gottes, in der Kaaba, geboren worden ist? Der Geborene ist Ali al-Murtadha, Friede Gottes sei mit ihm, über den ich später noch einige Sätze sagen werde. Daher ist im Hinblick auf die Geburt dieser großen Persönlichkeit der 13. Radschab ein außergewöhnlicher und einzigartiger Tag.
Ebenso ist heute der Jahrestag unseres lieben, hochverehrten Märtyrers, Märtyrer Soleimani (Anmerkung der Übersetzer: Imam Alis (a.) Geburtstag wird nach dem Mondkalender begangen, Qasim Soleimanis Geburtstag nach dem iranischen Sonnenkalender, so dass sie dieses Jahr zufällig zusammengefallen sind.). Über Märtyrer Soleimani ist Gott sei Dank viel gesprochen worden, viel ist geschrieben worden. Wenn ich über diesen lieben Märtyrer, dessen Leben und Wirken ich aus der Nähe beobachtet habe, einen Satz sagen wollte, dann muss ich sagen: Soleimani war ein Mann der Überzeugung [iman], der Aufrichtigkeit [ichlas] und des Handelns [amal]: diese drei Eigenschaften. Er war ein Mann der Überzeugung: Das heißt, er hatte Überzeugung an die Arbeit, die er tat. Und an das Ziel, für das er sich einsetzte, glaubte er aus tiefstem Herzen. Er war von Gott und der göttlichen Unterstützung überzeugt. Er war ein Mann der Überzeugung. Er war ein Mann der Aufrichtigkeit: Er arbeitete nicht für Ruhm, Lob, Bekanntheit oder um Ansehen unter den Menschen zu gewinnen. Aufrichtig für Gott den Erhabenen, aufrichtig für das Ziel, bemühte er sich und arbeitete. Und er war ein Mann des Handelns. Das heißt, manche sind sehr gut, verstehen sehr viel, aber was man von ihnen sieht, ist kein Handeln. Das heißt, der Weg, den sie sich im Denken und im Reden vor Augen führen, davon ist in der Praxis nichts zu sehen. Märtyrer Soleimani war von den Leuten des Handelns. Überall dort, wo er spürte, dass seine Anwesenheit notwendig war, war er präsent. Sei es bei der Bewahrung und Führung der Bewegung der Revolution in Kerman, sei es bei der Konfrontation mit den ungerechten und unterdrückerischen Angreifern in jener Region, sei es bei der Quds-Einheit, sei es bei der Verteidigung des Heiligtums [Schrein von Sayyida Zainab, Friede sei mit ihr, in Syrien], sei es bei der Bekämpfung von Daesch [IS]. Er war ein Mann der Tat, sowohl auf dem militärischen Feld als auch auf dem politischen Feld als auch auf dem erzieherischen Feld. Seine Arbeit war nicht nur militärische Arbeit. Wir kennen ihn als Militär, doch in den sensibelsten und wichtigsten politischen Fragen der Region war Märtyrer Soleimani ein wirksamer, nützlicher und in manchen Fällen einzigartiger Faktor. Er war auch ein Mann der praktischen Erziehung: Seine ihm unterstellten, die jungen Menschen, die sich ihm angeschlossen haben, diejenigen, die gemeinsam mit ihm kämpften, lernten von ihm, er erzog sie. Er war ein umfassender und vollkommener Mensch in unserer Zeit.
Vor einigen Tagen haben jene, die immer noch seinem Blut verpflichtet sind, Unsinn über ihn erzählt, törichte Worte über Märtyrer Soleimani geäußert, aber Märtyrer Soleimani hat in der Praxis, im Handeln, während seines gesegneten Lebens ihre Worte widerlegt. Und Gott sei Dank wird zum Ärger der Feinde sein Grab jedes Jahr heiliger und geehrter als im Jahr zuvor. Schauen Sie dieses Jahr – so wie ich es im Fernsehen gesehen habe – die gewaltige Versammlung der Menschen aus weit entfernten Wegen, manchmal sogar aus anderen Ländern, sie marschieren, sie machen sich auf den Weg, sie gehen, um das Grab dieses Mannes zu besuchen. Ein Mann der Überzeugung, ein Mann der Aufrichtigkeit und ein Mann der Tat.
Heute werden neben Märtyrer Soleimani auch andere liebe Märtyrer in dieser Versammlung gewürdigt. Die Familien einiger dieser Märtyrer sind hier anwesend, seien es Märtyrer des militärischen Bereichs, Märtyrer des wissenschaftlichen Bereichs oder die einzelnen geliebten Angehörigen unseres Volkes, die sich in diesem zwölftägigen Krieg der Schar der Märtyrer angeschlossen haben. Jene, die sie aus der Nähe kannten, können bezeugen, dass ihr Leben von Kopf bis Fuß Dschihad (Anstrengung) war. Sie dachten an den Dschihad. Auf dem Weg Gottes kannten sie kein Zögern und kein Stehenbleiben und arbeiteten unermüdlich. Das Martyrium war zudem ihr Wunsch. Ihr Wunsch war das Martyrium. Sowohl die militärischen Märtyrer als auch die wissenschaftlichen Märtyrer – insbesondere jene, von denen ich einige dieser Wissenschaftler aus der Nähe kannte – liebten das Martyrium, sie warteten auf das Martyrium. Diese Sitzung ist eine Sitzung der Würdigung, der Ehrung und der Hochachtung gegenüber diesen lieben Märtyrern, deren Namen in der Geschichte dauerhaft bleiben werden, und wir müssen die gesegneten Namen dieser Menschen nutzen, um unseren Weg durch die Geschichte zu gestalten.
Doch die Themen, die ich heute ansprechen und vortragen möchte, sind zwei oder drei kurze Punkte. Einer ist eine kurze Rede über den Befehlshaber der Gläubigen [Imam Ali], Friede und Segenswünsche seien mit ihm. Einer ist eine Rede über einen wirksamen Faktor in der Auseinandersetzung zwischen Recht und Unrecht, auf den Sie achten müssen, sowohl in Bezug auf das, was zur Zeit des Befehlshabers der Gläubigen war, als auch auf das, was heute ist. Und einer ist ein Blick auf diese jüngsten Ereignisse der vergangenen Woche und die Versammlungen unseres Volkes, zu denen ich ebenfalls ein paar Worte sagen werde.
Über den Befehlshaber der Gläubigen – nun, die Aussagen und Schriften in der Geschichte, in der Literatur, in den Überlieferungen sind so umfangreich und gewaltig angehäuft, dass ich nicht glaube, dass über irgendeine Person so viel gesprochen worden ist, so viel Lob ausgesprochen worden ist – sogar von Nichtmuslimen, sogar von Nichtschiiten haben große Persönlichkeiten, Gelehrte Bücher geschrieben. Der Kommentar zu Nahdsch-ul-Balagha von (dem Sunniten) Ibn Abi al-Hadid ist ein großes, umfangreiches Werk mit vielen Bänden, und die Kommentare zu Nahdsch-ul-Balagha, die Erläuterungen zu den Worten jener großen Persönlichkeit, die Erläuterungen des Briefes an den edlen Malik al-Aschtar sowie seine Lebensbeschreibungen in Geschichte und Literatur sind so zahlreich, dass – wie ich sagte – man kein Gegenstück für ihn finden kann. Nun habe ich unter all diesen Eigenschaften, die über den Befehlshaber der Gläubigen, Friede sei mit ihm, gesagt worden sind, zwei Eigenschaften ausgewählt, über die ich kurz ein paar Worte sagen möchte, in denen der Befehlshaber der Gläubigen auf dem Gipfel steht und die wir heute benötigen: erstens, dass der Befehlshaber der Gläubigen auf dem Gipfel der „Gerechtigkeit“ [adl] steht, zweitens, dass der Befehlshaber der Gläubigen auf dem Gipfel der „Gottesehrfurcht“ [taqwa] steht: Gerechtigkeit [adl] und Gottesehrfurcht [taqwa].
Heute benötigt die Islamische Republik Gerechtigkeit und benötigt Gottesehrfurcht. Heute hat die Islamische Republik im Vergleich zur Vergangenheit sowohl in der Gerechtigkeit als auch in der Gottesehrfurcht Fortschritte gemacht, jedoch besteht bis zu dem Maß, das erwartet wird, noch Abstand. Wir müssen den Befehlshaber der Gläubigen zum Vorbild nehmen und uns auf diesem Weg auf jenen Gipfel hin bewegen.
Der Gipfel der Gerechtigkeit, von dem wir sagten, dass der Befehlshaber der Gläubigen dort verankert ist und den höchsten Punkt der Gerechtigkeit darstellt – wie setzte der Befehlshaber der Gläubigen Gerechtigkeit um? Er setzte sie auf unterschiedliche Weise um. Manchmal mit zärtlichen Händen, mit Dienst an den Schwachen, an Waisenkindern, an familienlosen Haushalten. Manchmal setzte er Gerechtigkeit auf diese Weise um. Auf der anderen Seite setzte er manchmal Gerechtigkeit mit Dhul-Fiqar um, also mit dem scharfen zweischneidigen Schwert, das im Laufe der Geschichte so sehr gelobt worden ist, wie keine andere Waffe. Manchmal mit deutlicher Sprache und Weisheit, Formulierungen, die über das Niveau der arabischen Literatur hinausgehen, wie die in Nahdsch ul-Balagha. So setzt er Gerechtigkeit um. Er schreibt Briefe an jene, die seine Statthalter sind, seine Gouverneure sind – das ist eine Lehre der Gerechtigkeit. Das heißt, wenn man schaut, ist das Schreiben des Befehlshabers der Gläubigen an Malik al-Aschtar, das sein Regierungsauftrag ist [Nahdsch ul-Balagha, 53. Brief] – was fälschlicherweise eine „Urkunde“ (oder Vertrag) genannt wird, es ist keine Urkunde, es ist ein Auftrag, ein Regierungsauftrag – voller Begriffe, von denen die meisten auf die Gerechtigkeit zurückgehen, die die Gesellschaft zu einer gerechten Gesellschaft machen. Auch so treibt er die Gerechtigkeit voran. Das heißt, sowohl mit Güte als auch mit göttlicher Strenge und religiösem Eifer, als auch mit beredter Darlegung, Weisheit und Klarstellung [tabin]. Die Quelle dieses Aufklärungs-Dschihads [dschihad tabin] ist der Befehlshaber der Gläubigen, Segenswünsche und Friede seien mit ihm.
Dann die Gottesehrfurcht: Wie setzte er die Gottesehrfurcht um? Die Gottesehrfurcht setzte er manchmal in der Gebetsnische des Gottesdienstes um, Gottesdienste, um die die Engel ihn beneideten. Das heißt, die Anbetung des Befehlshabers der Gläubigen, sein Gebet, seine Demut, sein Sprechen mit Gott versetzten die Engel in Erstaunen. Manchmal in der Gebetsnische des Gottesdienstes. Manchmal setzte er die Gottesehrfurcht mit Langmut [sabr] und Schweigen zur Bewahrung der Einheit der Muslime um, auch dies ist eines der wichtigen Beispiele der Gottesehrfurcht des Befehlshabers der Gläubigen. Ein Recht, das ihm zustand und mit ihm verbunden war, wird ihm entzogen. Der Befehlshaber der Gläubigen könnte dieses Recht mit dem Schwert nehmen, doch unter den Muslimen würde Uneinigkeit entstehen. Um zu verhindern, dass Uneinigkeit entsteht, übt er Langmut [sabr], schweigt, und arbeitet auch mit. Manchmal wird gesagt, der Befehlshaber der Gläubigen habe 25 Jahre zuhause gesessen: Nein, der Befehlshaber der Gläubigen saß nicht im Haus, er war auf der Bühne [des Geschehens], er war im Feld, er erteilte Anweisungen, er gab Rechtleitung, er führte die damaligen Kalifen und die Menschen. Das heißt, durch Langmut und Schweigen wurde seine Gottesehrfurcht ersichtlich. Das ist Gottesehrfurcht. Es ist Gottesehrfurcht, wenn der Mensch sieht, dass ein Recht, das er hat, ihm entzogen wird, er aber wegen eines größeren Interesses schweigt. Wir halten es nicht aus zu schweigen. Wenn uns ein Recht entzogen wird, denken wir, die Welt sei aus den Fugen geraten. Wir nehmen keine Rücksicht. Jener Erhabene nahm Rücksicht. Gottesehrfurcht: An einer Stelle zeigte sich die Gottesehrfurcht jener erhabenen Persönlichkeit darin, dass er seine Brust den heftigen Ereignissen entgegenstellte, wie in der Nacht des Bettes [laylat al-mabit]. Das war Gottesehrfurcht. Er ging und schlief an der Stelle des Propheten, obwohl es ganz natürlich sicher war, dass er in dieser Nacht sein Leben verlieren würde. In Uhud zeigte er Gottesehrfurcht, er stand fest, in Hunayn zeigte er Gottesehrfurcht, er stand fest, in Chaybar zeigte er Gottesehrfurcht, er machte den Feind kampfunfähig. In den meisten Feldzügen des Propheten war er an vorderster Front, auch das war Gottesehrfurcht. Gottesehrfurcht ist nicht nur in der Gebetsnische des Gottesdienstes. Auch auf dem Schlachtfeld ist es Gottesehrfurcht, die den Menschen standhaft hält, bewahrt, voranbringt. Daher stellte der Befehlshaber der Gläubigen dem Feind die Brust entgegen.
Diese zwei Eigenschaften – die Gerechtigkeit des Befehlshabers der Gläubigen und die Gottesehrfurcht des Befehlshabers der Gläubigen: Wir brauchen heute in unserem Land, in unserer Gesellschaft, sowohl Gerechtigkeit als auch Gottesehrfurcht. Sowohl die Gottesehrfurcht der einzelnen Menschen als auch insbesondere die Gottesehrfurcht der Verantwortlichen des Landes. Wir brauchen dies, und dies muss vollständig verwirklicht werden. Nun sieht man Gott sei Dank in vielen Fällen, dass mit Gottesehrfurcht gehandelt wird, aber es muss allgemein werden. Dieser Imam, nach dessen Namen wir uns sehnen, dessen Gedenken wir lieben, dessen Namen wir auf die Zunge bringen, dessen Lob wir aussprechen und rezitieren, ist ein solcher Mensch. So ist sein Verhalten in der Gerechtigkeit und so ist sein Verhalten in der Gottesehrfurcht.
In all diesen mehr als tausend Jahren hatte die Schia keine Gelegenheit, die Gerechtigkeit des Befehlshabers der Gläubigen in der Gesellschaft umzusetzen, weil sie keine Regierung hatte. Heute gibt es diese Ausrede nicht mehr, heute gibt es keinen Vorwand mehr. Heute ist die Regierung eine islamische Regierung, eine Ali-Regierung, eine Wilayat-Regierung. Heute müssen wir der Gerechtigkeit nachgehen. Gerechtigkeit ist die verpflichtendste und vorrangigste Eigenschaft für die Führung einer Gesellschaft, der Ihr nachgehen müsst. Nun, es gibt Faktoren, die unserer Gottesehrfurcht im Wege stehen. Manchmal fürchten wir uns, manchmal zweifeln wir an unseren eigenen Grundlagen, manchmal nehmen wir Rücksicht auf Freundschaften, manchmal nehmen wir Rücksicht auf den Feind: All das muss beiseite gelegt werden, all das darf nicht sein. Man muss ohne Rücksichtnahme – ohne unangebrachte Rücksichtnahme – auf ein Programm zugehen, das Gerechtigkeit hervorbringt, und auf ein Programm, das die Gottesehrfurcht ausweitet. Nun, dies war über den Befehlshaber der Gläubigen.
Ich hatte erwähnt, dass es einen Punkt in Bezug auf den Befehlshaber der Gläubigen, Friede sei mit ihm, gibt, der heute auch in unserer Gesellschaft, in unserer Regierung und im islamischen System beachtet werden muss. Dieser Punkt ist, dass der Befehlshaber der Gläubigen in keiner militärischen Auseinandersetzung besiegt wurde; in keiner. Überall war er siegreich und überlegen, sogar in Uhud. In der Schlacht von Uhud flohen die anderen, der Befehlshaber der Gläubigen siegte. Sein Mut, seine Standhaftigkeit und ein oder zwei weitere Personen in der Nähe des Gesandten Gottes machten jene Flucht wett, der schwache Menschen zum Opfer gefallen waren. Das heißt, der Befehlshaber der Gläubigen siegte in allen Feldzügen – Ähnliches geschah auch in Hunayn, ebenso an anderen Orten. In der Zeit seines Kalifats kam es zu drei Kriegen, und in allen dreien siegte der Befehlshaber der Gläubigen. Auch in Siffin siegte er. In Siffin fehlte nur noch ein Schritt, damit sich der Lauf der Geschichte änderte. Wenn Malik al-Aschtar sich zu jenem Punkt hätte durchschlagen können, dem er bereits sehr nahe war, hätte sich die Geschichte verändert, doch auf Anweisung des Befehlshabers der Gläubigen kehrte er zurück. Das Problem, das es damals gab und das es heute ebenfalls gibt, ist dies: Eben diesen Befehlshaber der Gläubigen, der in keiner militärischen Auseinandersetzung besiegt wurde, konnten sie in vielen Fällen daran hindern, sein Ziel zu erreichen. Das heißt, sie fanden einen Weg, den wir heute „Weichen Krieg“ [Soft War] nennen. Der Weiche Krieg. Manche glauben, solche Ereignisse, diese Verleumdungen, diese Täuschungen, diese Niederträchtigkeiten, diese Unterwanderungen seien etwas Heutiges. Nein, zur Zeit des Befehlshabers der Gläubigen waren genau diese Dinge ebenfalls wirksame Faktoren. Die Sache liegt in den Händen der Menschen. Der Statthalter [wali] Gottes kann ohne die Hilfe der Menschen nichts tun:
هُوَ الَّذِي أَيَّدَكَ بِنَصْرِهِ وَبِالْمُؤْمِنِين
„Er ist derjenige, der dich gestärkt hat mit seiner Hilfe und mit den Überzeugten.“ [Heiliger Quran, 8:62]
Der Feind hatte angesichts des Mutes des Befehlshabers der Gläubigen, der Kraft des Befehlshabers der Gläubigen und des stählernen Willens des Befehlshabers der Gläubigen keinen anderen Ausweg, als Zuflucht zu nehmen zur Täuschung des Umfelds des Befehlshabers der Gläubigen. Im Krieg von Siffin wurde dies dadurch erreicht, dass man die Qurane auf die Spitzen der Lanzen steckte. Danach geschah es ebenfalls, auch zur Zeit Imam Hasans geschah es. Das ist der Weiche Krieg. Was bedeutet weicher Krieg? Er bedeutet, mit Täuschung, mit Lüge, mit Verleumdung, mit Einflüsterung, mit trügerischen Scheinargumenten die Menschen von dem Weg, den sie gehen, zu verunsichern, in den Menschen Zweifel erzeugen. Das ist weicher Krieg. Dieser Krieg ist auch heute im Gange. Auch heute wird dies getan. [Zuhörerschaft ruft die Parole: „Wir sind nicht das Volk von Kufa, Ali bleibt nicht alleine“] Das Ziel des weichen Krieges ist es, die Menschen zu entmutigen. Um die Menschen, die auf dem Feld stehen und zum Einsatz und zur Arbeit bereit sind, zu entmutigen, zu enttäuschen, hoffnungslos zu machen, in Zweifel zu stürzen, treten sie mit den Werkzeugen des weichen Krieges auf das Feld. Damals, also zur Zeit des Befehlshabers der Gläubigen, taten sie dies, wozu es in der Geschichte ausführliche Details gibt. Personen gingen in Städte und Dörfer, griffen die Menschen an, begingen Unrecht, und dann verbreitete jemand das Gerücht, dies sei von Seiten Alis geschehen. Sie machten die Menschen unsicher. Heute geschieht genau dasselbe. Heute hat die Nation Iran gezeigt, dass sie auf den harten Schlachtfeldern, dort, wo ihre Präsenz gebraucht wird, fest steht. Das ist das Werk der iranischen Nation. Es ist nicht auf eine bestimmte Gruppe oder eine bestimmte Gemeinschaft beschränkt. Dort, wo sie stehen muss, steht sie. Dort, wo sie helfen muss, hilft sie. Dort, wo sie Parolen rufen muss, ruft sie Parolen. Dort, wo sie den Feind von Angesicht zu Angesicht entmutigen muss, tut sie es. Diese Motivation beunruhigt den Feind. Sie versuchen, diese Motivation mit verschiedenen Vorwänden in den Menschen zu untergraben, sie zu schwächen.
Heute besteht eines der Instrumente des Weichen Krieges bei den Feinden und bei manchen ungeeigneten oder unachtsamen Personen darin, die Errungenschaften, das Vorhandene und die Fähigkeiten dieser Nation zu verschweigen. Die Fähigkeiten dieser Nation zu leugnen. Diese Nation ist eine große Nation, sie kann Dinge tun und sie tut sie auch. Heute handelt sie. Wenn eine Nation ihrem eigenen Vorhandenen gegenüber unachtsam ist, ihre Fähigkeiten nicht sieht, ihre Fortschritte nicht anerkennt, wird sie gedemütigt werden und wenn sie gedemütigt wird, sich selbst als gering ansieht, wird sie bereit sein, sich dem Feind zu unterwerfen. Das ist ein Trick, den die Feinde verfolgen und anwenden.
Der heutige begabte junge Mensch, der leistungsfähige junge Elite, schickt an einem einzigen Tag drei Satelliten ins All [Hinweis auf den Start der drei iranischen Satelliten Paya, Zafar 2 und Kowsar ins All am 28.12.2025]. Das ist keine Kleinigkeit, das ist etwas sehr Großes. Der heutige junge Leistungsträger fügt innerhalb weniger Monate 4.000 Megawatt zur Stromleistung des Landes hinzu und stärkt das landesweite Netz. Der heutige hochbegabte junge Mensch hat in verschiedenen Wissenschaftsbereichen – in der Luft- und Raumfahrt, in der Biotechnologie, in der Heilkunst, in der Medizin, in der Nanotechnologie, im Raketenbau, in der Rüstungsindustrie – die Augen der Welt in Staunen versetzt, und das zur Zeit der Sanktionen. Das sind einzigartige Reichtümer. Diese Reichtümer muss man sehen, wir besitzen sie. Ich habe vielleicht ein- oder zweimal in meinen Reden darauf hingewiesen: Vor einigen Jahren hatte ein Raketenwissenschaftler, der zu den Zionisten gehörte, selbst erklärt und gesagt, dass er, als man den Start einer bestimmten iranischen Rakete übte und er die ausgestrahlten Bilder sah, aus Respekt vor demjenigen, der sie gebaut hatte, seinen Hut zog und ihm Achtung erwies, da er unter den Bedingungen der Sanktionen, zur Zeit der Sanktionen, eine so große Leistung vollbringen konnte. In der Verteidigungsindustrie, in den Behandlungsmethoden, werden heute große Arbeiten geleistet. Diese verschweigt der Feind, und leider verschweigen sie auch manche im Inneren. Im Inneren verbergen leider einige diese Fortschritte, diese großen Leistungen, und informieren die Menschen nicht darüber. Im Land werden große Arbeiten verrichtet, das Land schreitet voran.
Der Faktor, der dazu führt, dass der Feind gegenüber der iranischen Nation im militärischen Krieg zunächst die Einstellung des Krieges fordert und danach auch die Botschaft sendet, dass er keinen Krieg mit Euch führen wolle – der Feind ist natürlich niederträchtig, täuschend und lügnerisch, wir vertrauen seinen Worten nicht –, was ist dieser Faktor, der ihn zu diesem Verhalten bringt? Es ist die Macht der iranischen Nation, es ist die Fähigkeit der iranischen Jugend. Mir wurde berichtet und man hat es mir erzählt, dass jene, die in der vergangenen Woche diese Satelliten ins All geschossen haben, diese jungen Menschen, die an einem Tag drei Satelliten ins All beförderten und sie dort positionierten, ein Durchschnittsalter von 26 Jahren haben! 26-jährige junge Menschen. Das sind gewaltige Reichtümer, der Reichtum an menschlicher Kraft ist kein kleiner Reichtum. Und dann setzt sich jener amerikanische Unsinnredner hin und redet über die iranische Nation, redet ein wenig schlecht, macht ein wenig Versprechungen, falsche Versprechungen, Täuschung. Natürlich hat heute erfreulicherweise die iranische Nation Amerika erkannt. Es gab eine Zeit, da kannten sie es nicht. Heute ist das Becken der Schande Amerikas in der Welt herabgestürzt, das Volk kennt sie. Das betrifft nicht nur Iran. [Zuhörerschaft ruft die Parole „Nieder mit Amerika“ und „Nieder mit Israel“] Die Menschen haben den Feind erkannt. Das ist ein sehr großer Erfolg.
Wir haben sehr darauf gedrängt, dem Volk Argumente zu liefern, doch das Volk hat es im 12-Tage Krieg mit eigenen Augen gesehen und selbst beobachtet. Auch jene, die sagten, die Lösung der Probleme des Landes sei die Verhandlung mit Amerika, haben gesehen, was geschah: Mitten in den Verhandlungen mit Amerika, während die iranische Regierung mit Amerika verhandelte, war die amerikanische Regierung hinter den Kulissen damit beschäftigt, Kriegspläne vorzubereiten! Das Volk ist wachsam, ist aufmerksam.
Nun also muss man vor dem Weichen Krieg wachsam sein, man muss vor der Zweifelstreuung des Feindes wachsam sein, man muss vor der Gerüchteverbreitung des Feindes wachsam sein. Diese Gelder, die ausgegeben werden – Milliarden werden ausgegeben – für diese Fernsehsender, jene Radiosender, dieses Informationszentrum und dergleichen, und mit denen ständig Lügen und falsche Behauptungen gegen Iran verbreitet werden, sind nicht grundlos. Dahinter steht eine sehr wichtige Absicht: Sie wollen das Innere des Landes schwächen. Sie haben gesehen, dass im 12-Tage Krieg die Einheit der Nation wundersam wirkend war. Sie wollen diese Einheit zerstören. Die Menschen Irans sollen wachsam sein, die wichtigste Angelegenheit ist die Aufmerksamkeit gegenüber der Feindschaft des Feindes und die Aufmerksamkeit gegenüber dem inneren und nationalen Zusammenhalt und der Einheit:
وَالَّذِينَ مَعَهُ أَشِدَّاءُ عَلَى الْكُفَّارِ رُحَمَاءُ بَيْنَهُمْ
„Und diejenigen, die mit ihm sind, sind Heftigste gegen die Abstreiter, Gnädige untereinander.“ [Heiliger Quran, 48:29]
Nun möchte ich zwei, drei Sätze auch zu diesen Versammlungen [Protesten] sagen, die in der vergangenen Woche stattgefunden haben. Erstens: Die Bazar-Schicht und die Markthändler gehören zu den treuesten Schichten des Landes gegenüber dem islamischen System und der islamischen Revolution. Wir kennen den Bazar gut. Unter dem Namen Bazar und Händler stellt man sich nicht der Islamischen Republik und dem islamischen System entgegen. Ja, diese Versammlungen wurden überwiegend von Händlern getragen, aber ihre Forderung war eine richtige Forderung. Ich habe das sowohl im Fernsehen gehört als auch in Berechnungen und in der praktischen Arbeit gesehen. Wenn ein Händler auf die finanzielle Lage des Landes blickt, auf den Wertverlust der nationalen Währung, auf die Instabilität des Währungswertes des Landes und der ausländischen Währungen, die dazu führt, dass das wirtschaftliche Umfeld keine Stabilität hat, dann sagt er: Ich kann kein Geschäft machen, und er hat recht. Das erkennen die Verantwortlichen des Landes an, und ich weiß, dass der geehrte Präsident und andere hochrangige Verantwortliche des Landes bemüht sind, dieses Problem zu beheben. Das ist ein Problem, bei dem auch die Hand des Feindes im Spiel ist. Auch das möchte ich Ihnen sagen. Diese Verteuerung der ausländischen Währung, dieses unkontrollierte Steigen des Preises der ausländischen Währung und ihre Instabilität, bei der sie ständig steigt und fällt, sodass der Händler nicht weiß, was er tun soll, ist nicht natürlich, das ist das Werk des Feindes. Natürlich muss dem mit verschiedenen Maßnahmen entgegengetreten werden und man bemüht sich darum. Sowohl der Präsident als auch die Leiter der anderen Staatsgewalten und einige weitere Verantwortliche bemühen sich, dass dies in Ordnung gebracht wird. Daher richtete sich der Protest der Händler gegen dieses Thema und dieses Thema ist ein berechtigtes Thema. Was jedoch wichtig ist, ist dies, dass eine Gruppe aufgewiegelter, feindlicher Söldner hinter den Händlern steht und antiislamische, antiiranische und antirepublikanische Parolen ruft. Das ist das Entscheidende. [Zuhörerschaft ruft „Nieder mit den Heuchlern“] Protest ist berechtigt, aber Protest ist etwas anderes als Aufruhr. Mit dem Protestierenden sprechen wir, die Verantwortlichen müssen mit dem Protestierenden sprechen, aber mit dem Randalierer zu sprechen nützt nichts. Den Randalierer muss man an seinen Platz verweisen. [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]
Dass einige unter verschiedenen Titeln und Namen mit der Absicht der Zerstörung und der Verunsicherung des Landes auftreten, sich hinter die gläubigen, gesunden und revolutionären Händler stellen und ihre Proteste missbrauchen, Unruhe stiften, ist überhaupt nicht akzeptabel, in keiner Weise. Man muss die Arbeit des Feindes erkennen. Der Feind sitzt nicht untätig da, er nutzt jede Gelegenheit. Hier sahen sie eine Gelegenheit und wollten sie ausnutzen, allerdings waren und werden unsere Verantwortlichen vor Ort sein. Wichtig ist die Gesamtheit der Nation. Wichtig sind dieselben Dinge, die Soleimani zu Soleimani gemacht haben: Überzeugung, Aufrichtigkeit, Handeln. Wichtig ist, dem weichen Krieg des Feindes nicht gleichgültig gegenüberzustehen, nicht gleichgültig zu sein gegenüber der Gerüchteverbreitung des Feindes. Das ist wichtig. Wichtig ist, dass der Mensch, wenn er spürt, dass der Feind in fordernder Haltung etwas dem Land, den Verantwortlichen, der Regierung und der Nation aufzwingen will, mit voller Kraft dem Feind entgegentritt und die Brust entgegenstellt. Wir werden vor dem Feind nicht zurückweichen. Wir werden mit Vertrauen auf Gott, den Erhabenen, mit dem Sich-Verlassen auf Gott, den Erhabenen, und mit der Gewissheit der Unterstützung durch das Volk, so Gott will, mit göttlichem Erfolg den Feind in die Knie zwingen. [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]
Wir hoffen, dass Gott der Erhabene unsere lieben Märtyrer mit ihren Nahen versammelt, unsere Jugendlichen bewahrt, Euch Lieben so Gott will an den Segnungen der Geburt des Fürsten der Gläubigen teilhaben lässt und dass Gott auf die Herzen der Familien der Märtyrer Standhaftigkeit, Trost, innere Ruhe und Frieden herabsendet.
Und der Friede, die Gnade Allahs und sein Segen seien mit Euch.
