Imam Chameneis Rede beim Treffen mit Menschen aus Qom
Am 8. Januar hielt Imam Chamenei bei einem Treffen mit den Menschen aus Qom anlässlich der Revolutions-Proteste vom 9. Januar 1978 (19. Dey) in Qom, eine Rede. Es folgt die sinngemäße Übersetzung der Rede aus dem persischen Original. Obwohl es für alle hier veröffentlichten Texte gilt, wird darauf verwiesen, dass die Übersetzung zu Dokumentationszwecken ohne jegliche Kommentierung erfolgt und die dargestellte Meinung nicht mit der Meinung der Herausgeber übereinstimmen muss.
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Begnadenden
Aller Dank ist Allahs, des Herrn der Welten, und der Frieden und Segen seien mit unserem Meister und Propheten Abul Qasim al-Mustafa Muhammad und seiner guten, reinen und auserwählten Familie, insbesondere mit dem Verbliebenen Allahs auf Erden (Baqiyyatullah, Imam Mahdi).
Herzlich willkommen, liebe Brüder, liebe Schwestern, ehrenwerte, gläubige und revolutionäre Menschen von Qom. Daran, dass der 19. Dey [9.1.1978] ein untrennbares Blatt aus dem dicken Buch der ruhmreichen Geschichte Irans ist, besteht kein Zweifel. Es ist ein ruhmreicher Tag für die gesamte Geschichte. Es ist richtig, dass die Erhebungsbewegung nicht am 19. Dey begann. Die islamische Erhebungsbewegung begann 15 Jahre vor dem 19. Dey unter der Führung unseres geliebten Imams [Chomeini]. In diesen 15 Jahren haben die Äußerungen des Imams, die Weisheit des Imams, die Reden des Imams – die fortlaufend im Laufe der Zeit in das Bewusstsein unserer Gesellschaft einströmten – ebenso die Darlegung der Gedanken unserer islamischen Denker in verschiedenen Regionen des Landes gegenüber den Jugendlichen, in den Moscheen und unterschiedlichen Zentren: All dies hat den Lehren der Erhebungsbewegung Festigkeit verliehen. Das heißt die theoretischen Diskussionen der islamischen Erhebungsbewegung haben im Laufe von 15 Jahren im Bewusstsein [Gedanken/Mentalität] der Menschen von Tag zu Tag mehr Festigkeit gewonnen, doch damit dieser gedankliche und theoretische Schatz und dieser Proviant sich in eine gesellschaftliche Dynamisierung verwandeln konnten, war ein Ereignis nötig. Ein wichtiges und wirksames Ereignis war nötig. Die Gedanken waren in den Köpfen, die Ideen und Lehren der Erhebungsbewegung und ihre Grundlagen hatten sich in den Herzen einer großen Menge des Volkes – ich sage nicht des ganzen Volkes, aber in den Herzen einer großen Menge des Volkes – festgesetzt, und sie waren mit den Grundlagen der Erhebungsbewegung vertraut. Doch diese Erhebungsbewegung musste Wirklichkeit werden, sie musste zur Tat werden, und jene geistigen Konzepte mussten sich in eine objektive Realität, in eine Bewegung verwandeln. Dafür war ein Funke nötig. Stellen Sie sich vor, im ganzen Land gebe es eine riesige Menge Schwarzpulver, das entzündet werden musste. Das Ereignis von Qom erfüllte diese Rolle, der 19. Dey erfüllte diese Rolle und verwandelte jene gedanklichen Vorstellungen in eine Bewegung. Natürlich war das Ereignis von Qom kein Funke, es war ein Blitz, der durch göttliche Bezweckung vom Himmel herabkam. Das Ereignis von Qom war dem äußeren Anschein nach ein Ereignis, das sich an einem, zwei, drei Tagen vollzog und dann zuende war, doch das Wesen der Sache war nicht so. Das Ereignis von Qom setzte diesen Fluss in Gang. Es erreichte Täbris, es erreichte andere Städte, es erreichte das ganze Land, und plötzlich wurde das ganze Land entzündet. Das war die Wirkung des Ereignisses von Qom.
Die Grundlage der korrupten Herrschaft und dem Pahlavi-Gefüge wurde mit dieser Bewegung erschüttert – sie wurde erschüttert. Dass ich also sage „es war ein Blitz“, hat den Grund, dass in weniger als etwa einem Jahr nach dem 19. Dey, im Dey-Monat des darauffolgenden Jahres, die Monarchie in Iran vollständig beseitigt wurde. Als diese Beseitigung der Pahlavi-Herrschaft eintrat – einer Herrschaft, die zugleich abhängig, korrupt, schwach und unterdrückerisch war: Die schlechteste aller Regierungen, das heißt, vielleicht kennen wir in der jüngeren Weltgeschichte tatsächlich keine Regierung, die schlechter gewesen wäre als die Pahlavi-Regierung – als dies geschah, da war der Boden bereitet dafür, dass eine volksnahe und islamische Regierung entstehen konnte, eben genau das, was unser großer Imam [Chomeini] versprochen hatte. In den Aussagen des Imams gab es Hinweise darauf, dass anstelle der korrupten Regierung eine volksnahe Regierung treten solle, dass anstelle eines Diktators das Volk die Herrschaft erlangen solle, dass anstelle der Abhängigkeit von Amerika, vom Zionismus und von all den Schurken und Gesindeln der Weltpolitik eine unabhängige und würdevolle Regierung an die Macht kommen solle. Durch das Ereignis von Qom wurde der Boden für dieses Werk bereitet.
Auch diesen Punkt möchte ich sagen, nämlich dass das durchschlagende Ereignis von Qom in Wirklichkeit durch die falschen Politiken des Pahlavi-Regimes selbst verursacht und herbeigeführt wurde. Sie selbst bereiteten den Boden für ihren eigenen Untergang, sie selbst machten sich selbst unglücklich. Wie? Durch Denkfehler, durch falsche Berechnungen, durch Fehlkalkulationen. Dies ist eine große Gefahr für alle Regierungen. Auch heute leidet Amerika unter Fehlkalkulationen. Heute versteht Amerika die Fragen falsch, seine Berechnungen sind fehlerhaft und falsch. Damals hatten sowohl Amerika, das der Unterstützer des Pahlavi-Regimes war, als auch die Pahlavis selbst Fehlkalkulationen und verstanden die Lage falsch. Etwa zehn Tage vor dem Ereignis des 19. Dey, zehn Tage, nur zehn Tage vor diesem Ereignis, hielt der Präsident von Amerika in Teheran, bei den Januar-Feierlichkeiten des Pahlavi-Hofes, eine Ansprache. Er war in ausgelassener Stimmung, beschäftigt mit allerlei alkoholischen Getränken und dergleichen. In dieser Ansprache sagte er: „Iran ist eine Insel der Stabilität.“ Zehn Tage später ereignete sich die Angelegenheit von Qom. Dies zeigt, dass sie Iran nicht kannten. Er sagte: „Iran ist eine Insel der Stabilität“. Er lobte den Schah, pries ihn, sagte, Iran sei so und so, und zehn Tage später geschah das Ereignis von Qom. Sie kannten Iran nicht, und sie kennen ihn noch immer nicht. [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“] Unsere Feinde haben Iran nicht gekannt und falsch geplant, und auch heute kennen sie ihn nicht und planen falsch. An jenem Tag erlitten sie aufgrund falscher Planung eine Niederlage, und auch heute wird Amerika aufgrund seiner eigenen falschen Planungen eine Niederlage erleiden. [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]
Gut, das sind historische Tatsachen. Das, was ich vorgetragen habe, ist keine Analyse, das sind Realitäten, die jedem klar werden, der die Angelegenheiten des Landes in jener Zeit – die die meisten von euch jungen Leuten nicht erlebt haben – untersucht. Das sind historische Tatsachen. Nun, aus diesen historischen Tatsachen müssen wir Lehren ziehen. Historische Tatsachen sind keine bloßen Geschichten – auch aus Geschichte muss man Lehren ziehen –, wir müssen aus ihnen Lehren ziehen. Diese Lehre trage ich in ein paar Sätzen vor:
Damals hatte das iranische Volk weder Kanonen noch Panzer noch Raketen, es hatte keine harten Waffen, keine Mittel, und dennoch siegte es: Warum? Während die Gegenseite sowohl Kanonen als auch Panzer hatte: Sie brachte ihre Panzer auf die Straße, schoss, doch sie wurde besiegt. Das iranische Volk siegte, ohne harte Waffen zur Verfügung zu haben, jener wurde besiegt, obwohl er harte Waffen hatte: Warum? Der Grund ist: Ja, das iranische Volk hatte keine harten Waffen, aber es hatte weiche Waffen. Weiche Waffen sind auf allen Schauplätzen entscheidender. Was waren die weichen Waffen des iranischen Volkes? Die weichen Waffen des iranischen Volkes waren religiöser Eifer, gläubiger Eifer, das Verantwortungsgefühl und das Pflichtbewusstsein, die der verehrte Imam [Chomeini] ihm übertragen und von ihm eingefordert hatte. Der Imam verlangte sogar von den großen Gelehrten und Autoritäten [mardscha] Verantwortung, er rief: „O schweigendes Nadschaf, o schweigendes Qom!“ Verantwortung wollte er, und die Menschen spürten diese Verantwortung auch auf ihren eigenen Schultern. Die weiche Waffe des iranischen Volkes war die Liebe zu Iran, die Liebe zu ihrem Land. Sie sahen, dass ein amerikanischer Beauftragter, ein amerikanischer Handlanger im Inneren des Landes herrschte, so wie leider heute in manchen Ländern ein amerikanischer Beauftragter befiehlt: „Tut dies, tut das nicht, setzt dies ein, etabliert jenes, entlasst diesen!“ Damals war Iran so, das verstanden das Volk, das sahen sie. Natürlich standen nicht alle Menschen auf der obersten politischen Ebene, aber die Nachrichten erreichten die Menschen, sie verstanden es. Damals sah das Volk den Verrat iranischer Funktionäre an ihrer Heimat – die in Wirklichkeit amerikanische Funktionäre waren. Sie waren Iraner, aber sie arbeiteten für Amerika, sie waren Iraner, aber sie arbeiteten für das zionistische Regime. Dies sah das Volk, es verstand es, wurde wütend, wurde zornig, und dies sammelte sich in ihren Herzen an. Als die Erhebungsbewegung begann, trat dieser angesammelte Zorn hervor, brach hervor, zeigte sich. Das war die geistige Waffe, die weiche Waffe. Die hauptsächliche geistige Waffe des Volkes war ihre Überzeugung vom Islam. Sie sahen, dass das System offen und fortgesetzt gegen den Islam Stellung bezog: Sie änderten den Hidschri-Kalender, veränderten islamische Begriffe, machten die Schulbücher unislamisch, förderten unislamische Konzepte. Das sahen die Menschen: Aufmerksame und wachsame Personen bemerkten dies und übermittelten es an die Menschen. Das war die geistige Waffe. Diese geistige Waffe siegte in der Konfrontation und Auseinandersetzung mit der harten Waffe, mit Kanonen und Panzern, über jene Waffe.
Nun, dies alles gehört zur Vergangenheit. Ich möchte sagen, dass das iranische Volk heute besser ausgerüstet und bewaffnet ist als damals. Heute sind sowohl unsere geistigen Waffen stärker, besser ausgerüstet und bereiter als an jenem Tag, als auch unsere harten, äußeren und materiellen, konventionellen Waffen in keiner Weise mit damals vergleichbar. [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]
Wenn von Auseinandersetzung und Konfrontation mit den offenen Feinden der Islamischen Republik die Rede ist, wenden manche ein: „Herr! Warum sprechen Sie immer von Feindschaft, warum sprechen Sie immer von Kampf?“ Sie begehen eine Unachtsamkeit, sie sind nicht aufmerksam. Diesen Kampf haben sie begonnen, Amerika hat begonnen, die von Amerika abhängigen Feinde haben begonnen. Warum haben sie begonnen? Warum ist Amerika gegenüber dem Iran der Islamischen Republik derart verärgert und angewidert? Warum? Der Grund ist klar: Weil die Reichtümer dieses Landes, alle finanziellen Ressourcen dieses Landes, in der Verfügung Amerikas waren, und die Islamische Republik kam und nahm es ihnen weg. Heute seht ihr, wie sie in Lateinamerika ein Land in die Zange nehmen, Maßnahmen ergreifen, und sie schämen sich nicht einmal, sondern sagen offen, es gehe um Öl und wir tun dies wegen des Öls! Es ging [auch hier] um Öl, das Öl Irans, die Bergwerke Irans, die Felder Irans. Diese weiten Ebenen von Qazvin, die fruchtbaren Ebenen nahe Teheran, waren in der Hand der Zionisten, und langsam und langsam entwickelten sie sie. In unserer Region Chorasan bereiteten sie ein sehr weites Gebiet zwischen Maschhad und Qutschan vor, um es den Bahai, den zionistischen und amerikanischen Akteuren zu überlassen. Ihre Hand war überall frei. Die Islamische Republik kam und schnitt ihnen die Hände ab. Nun es ist klar, dass sie zu Feinden werden.
Vom ersten Tag an haben sie Feindschaft betrieben, und die Islamische Republik ist ihnen entgegengetreten, und bis heute dauert diese Feindschaft an. Durch göttliche Huld ist die Islamische Republik von Tag zu Tag stärker geworden. Sie haben gehandelt und sind bei dem Versuch, die Islamische Republik zu beseitigen, gescheitert. Die Islamische Republik ist heute – entgegen ihrem Wunsch –, Gott sei Dank, mit erhobenem Haupt, stark, mächtig und angesehen in der Welt. Darum geht es. In diesen mehr als 40 Jahren haben sie alles getan, was sie konnten. Das heißt, es gab keine feindselige Handlung, die man einem Land antun könnte, die sie nicht begangen hätten: Sie führten einen militärischen Angriff durch, sie führten Sicherheitsangriffe durch, sie verhängten wirtschaftliche Sanktionen, sie starteten kulturelle Angriffe, sie schickten angeheuerte Handlanger, sie machten einige charakterlich schwache Personen hier mit Geld zu ihren Handlangern. In all diesen Jahren haben sie all dies getan und sind gescheitert, sind nirgendwo angekommen. Heute ist Iran, Gott sei Dank, durch den Segen der Islamischen Republik stark, weil die Islamische Republik herrscht. Wäre es eine liberal-demokratische Regierung gewesen, eine monarchische Regierung gewesen, eine von diesem oder jenem abhängige Regierung gewesen, wäre es nicht so geworden. Es ist der Islam, es ist ein volksnahes System, es ist ein islamisches System, das heißt, es ist die Islamische Republik, die es vermocht hat, Iran in Wissenschaft, Technologie, Kunst und Literatur, in der internationalen Politik und in vielen anderen Bereichen zu großen Fortschritten zu führen. Manche – meist beginnen natürlich Ausländer damit, und dann folgen ihnen leider auch einige im Inneren und ahmen sie nach – sagen, Iran sei isoliert: Keineswegs! Iran, der iranische Staat, die Islamische Republik Iran ist nicht isoliert. Sie täuschen sich selbst. Iran ist nicht isoliert. Das heutige Iran gilt in der Welt als ein unabhängiges, mutiges Land mit Zukunft. [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“] Viele dieser Aktivitäten haben unsere Jugendlichen geleistet.
Ich möchte über iranische Jugendliche einen kurzen Satz sagen. Natürlich sind nicht alle Jugendlichen gleich, nicht alle Menschen sind gleich: Es gibt Bessere, Höhere, Niedrigere, weniger Gute. Unter den Jugendlichen, unter den Älteren, unter den Menschen, unter der Geistlichkeit, unter den Studenten und so weiter gibt es alle Arten, aber insgesamt betrachtet ist der iranische Jugendliche entgegen den Lügen des Feindes einer der wichtigsten Vorzüge Irans. Einer unserer wichtigsten Vorzüge sind unsere Jugendlichen. Bei der Begegnung mit Ereignissen braucht man Vorzüge. Heute gehören zu den wichtigsten Vorzügen unsere Jugendlichen. Der Feind will iranische Jugendliche schlecht darstellen. Er will sagen, der iranische Jugendliche sei vom System abgewichen, dem Westen verbunden, der iranische Jugendliche sei religiös abgewichen, habe der Religion den Rücken gekehrt. Er will sagen, der iranische Jugendliche sei moralisch gleichgültig, verdorben, seelisch schwach: Das will der Feind sagen. Das, was sie über die Iraner und vor allem über die Jugendlichen sagen, verbreiten und in ihre Analysen einbringen, ist dies. Dieses Bild ist hundertprozentig falsch. So ist es nicht. Der iranische Jugendliche ist derselbe, der im Krieg tapfer ist, wenn es Krieg gibt, bietet er seine Brust dar. In verschiedenen Auseinandersetzungen – unter jenen Jugendlichen, die nicht an die Front entsandt wurden, sei es in den 1360er-Jahren [1980er], also im 8-jährigen aufgezwungenen Krieg, sei es in diesem Krieg [Angriff Israels auf Iran], sei es bei der Verteidigung des Schreins [Bekämpfung des IS] – wie viele Jugendliche gab es, die kamen, weinten, Tränen vergossen und darum baten: Schickt uns, wir wollen Dschihad tun. Das ist Tapferkeit. Die Jugendlichen sind bereit. [Zuhörerschaft ruft die Parole: „Das Blut in unseren Adern, ist ein Geschenk für unser Oberhaupt“, beim vierten Wiederholen bittet Imam Chamenei: „Bitte passen sie auf“] Also ist dieses Bild hundertprozentig falsch. Ich will nun zwei, drei Beispiele für den Zustand unserer Jugendlichen anführen:
Der iranische Jugendliche ist im Krieg tapfer. In der Politik ist er weitsichtig, erkennt den Feind, kennt Amerika – es gab einmal eine Zeit, in der es nicht so war. In religiösen Angelegenheiten hat er Pflichtbewusstsein. Das Itikaf [religiöse Klausur] gehört den Jugendlichen, die Märsche am 22. Bahman [11. Februar, Tag der Revolution] und der Quds-Tag, im Monat Ramadan mit fastendem Mund, gehören den Jugendlichen. Der Großteil sind sie, sie sind es, die die Planung machen. Die Straßenfeste zur Mitte des Schaban [Imam Mahdis Geburtstag], zur Geburt des Fürsten der Gläubigen und Imam Hussains, Friede sei mit ihnen, die sich in den letzten Jahren eingebürgert haben, gehören den Jugendlichen. Die Jugendlichen tun diese Dinge. Religiöse Feste und Trauerfeiern sind voller Jugendlicher. Die Beisetzung der Märtyrer geschieht mit der Mitwirkung der Jugendlichen. Sie sind es, die die Märtyrer ehren, würdigen, sie hochhalten. Unsere Jugendlichen sind so. Die Satelliten, von denen ich damals sagte, dass wir an einem Tag drei Satelliten starten, diese werden von Jugendlichen gestartet. Präzise wissenschaftliche Forschungen im nuklearen Bereich, im Bereich der Stammzellen, im Bereich der Nanotechnologie, im Bereich der Arzneimittel und anderes führen die Jugendlichen durch. Unsere Jugendlichen sind es, die dies tun. Unser gläubiger Jugendlicher, sei es an der Universität, sei es an der religiösen Hochschule [hawza], sei es anderswo, besitzt diese Eigenschaften, wirklich so ist es. Er ist sowohl bereit, dort, wo es nötig ist, Selbstaufopferung zu zeigen, als auch bereit, dort, wo es nötig ist, zu forschen und zu vertiefen, dort, wo es nötig ist, zu studieren, dort, wo es nötig ist, im politischen Feld präsent zu sein. So ist unser Jugendlicher.
Ja, es gibt auch Leute, deren Tätigkeit Zerstörung ist. Gestern Abend kamen in Teheran und einigen anderen Orten eine Handvoll Zerstörer und beschädigten Gebäude, die ihrem eigenen Land gehören – zum Beispiel rissen sie an einem bestimmten Gebäude eine Mauer ein –, damit das Herz des Präsidenten von Amerika froh sei [Zuhörerschaft ruft Parole „Nieder mit den Heuchlern/Verrätern“]. Denn er hat eine unsinnige Bemerkung gemacht, dass er, falls die Regierung Irans dies oder jenes tue, auf eure Seite kommen werde – auf die Seite dieser Randalierer und für das Land schädlichen Personen –, und diese setzen ihr Herz auf ihn! Falls er es könnte, sollte er doch sein eigenes Land regieren. [Zuhörerschaft lacht kurz auf, und unterbricht den Imam mit Applaus, als er noch den Satz begann: „In seinem eigenen Land gibt es verschiedene Vorfälle…“. Anschließend ruft die Zuhörerschaft die Parole „Nieder mit Amerika“] Er, seine Hände sind mit dem Blut von mehr als tausend Iranern verschmiert. Im 12-tägigen Krieg wurden mehr als tausend unserer Landsleute – abgesehen von Kommandeuren, Wissenschaftlern und Persönlichkeiten – aus der einfachen Bevölkerung zu Märtyrern. Diese Person sagte, ich habe den Befehl gegeben, ich habe den Krieg geführt! Damit gestand er, dass seine Hände mit dem Blut von Iranern verschmiert sind. Dann sagt er, ich bin ein Unterstützer des iranischen Volkes, und eine Handvoll unerfahrener, unaufmerksamer und unüberlegter Menschen glaubt das auch, akzeptiert es und handelt nach seinem Wunsch. Sie zünden Mülltonnen an, damit es ihm gefällt. Alle sollen wissen: Die Islamische Republik ist mit dem Blut von mehreren hunderttausend ehrenwerten Menschen ins Amt gekommen. Gegenüber Zerstörern wird die Islamische Republik nicht nachgeben. [Zuhörerschaft ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]. Sie duldet keine Handlangerschaft fürs Ausland. Du kannst sein, wer du willst, sobald du zum Handlanger des Auslands wirst, sobald du für das Ausland arbeitest, verwirft dich dein Volk, und auch das islamische System verwirft dich. Das betrifft diese Leute. Jener Kerl, der dort mit Hochmut und Arroganz sitzt und über die ganze Welt urteilt, er soll auch wissen, dass gewöhnlich die Tyrannen und Arroganten der Welt, wie Pharao und Nimrod und Reza Khan und Mohammad Reza und ihresgleichen, dann gestürzt wurden, als sie sich auf dem Höhepunkt ihres Hochmuts befanden, auch dieser wird gestürzt werden. [Publikum ruft Parolen beginnend mit „Allahu Akbar“]
Liebe Jugendliche. Bewahrt eure Religion, euer politisches Denken, eure Präsenz, eure Vorbereitungen, euren Ernst in der Angelegenheit des Fortschritts des Landes und bewahrt eure Einheit. Bewahrt die Einheit. Eine einheitliche Nation besiegt jeden Feind. [Imam will mit einem Satz fortfahren und sagt „Wisset, …“ doch das Publikum unterbricht mit der Parole „O Anführer der Freien, wir sind bereit, bereit.“] Möge Gott euch bewahren und auch diese eure Bereitschaften bewahren. So Gott will, möge Gott sehr bald das Gefühl des Sieges in den Herzen aller Menschen Irans verbreiten.
Und der Friede und die Gnade Allahs seien mit Euch.
