Oktober 2021  
     
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Ansprache vor den Absolventen der Militärakademie

Oct 12, 2021 18:16 Europe/Berlin

Am 3. Oktober fand die gemeinsame Abschlusszeremonie für die Absolventen der Militärakademien der Armee, des Pasdaran-Heeres und der Ordnungskräfte der Islamischen Republik Iran statt. Revolutionsoberhaupt Ayatollah Khamenei und Oberbefehlshaber der Bewaffneten Kräfte hielt anlässlich dieser Zeremonie eine Ansprache, die als Videobotschaft übertragen wurde.

Ayatollah Khamenei gratulierte den Offizierskadetten zum bevorstehenden Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit und ebenso den Befehlshabern der Bewaffneten Kräfte anlässlich der Ausbildung dieser jungen Kräfte. Gestützt auf ein Wort von Imam Ali (F), nämlich

«فَالجُنودُ بِاِذنِ اللَّهِ حُصونُ الرَّعیَّة»-

„Und die Heeresleute werden mit Gottes Erlaubnis feste Burgen des Volkes sein“ sagte er, dass die Bewaffneten Kräfte der Islamischen Republik einen Schutzwall und ein festes Verteidigungsschild gegenüber den großen Gefahren der externen und internen Feinde bilden. Sie würden für Stabilität und Sicherheit der iranischen Nation und ein starkes Iran sorgen.

gemeinsame Abschlusszeremonien für die Absolventen der Militärakademien der Bewaffneten Kräfte

Sicherheit ist in den Augen des Revolutionsführers ein wichtiger Faktor und Voraussetzung für andere wichtige Angelegenheiten wie die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Tätigkeiten und die Tätigkeiten im Gesundheitswesen, ebenso für die Regelung von politischen Angelegenheiten und für die Dienstleistungen an die Bevölkerung und gegenüber dem Land. Bei fehlender Sicherheit in einem Land tritt in allen diesen notwendigen Tätigkeiten eine Störung auf und werden Fortschritte verhindert. Die Bewaffneten Kräfte der Islamischen Republik Iran setzen sich jedoch mit Leib und Seele für die Herstellung dieser elementaren Voraussetzung ein. Mit den Worten des Revolutionsoberhauptes es ist allerdings von großer Bedeutung, dass die Sicherheit eines Landes nicht von den Fremden abhängig ist. Er sagte: „Es ist eine große Ehre, dass ein Land seine Sicherheit mit eigenen starken und fähigen Kräften gewährleisten kann,“ und fuhr fort, diejenigen die die Illusion hegen, man könne sich auf die Fremdmächte verlassen und sich auf diese bei der Herstellung der eigenen Sicherheit stützen, sollten wissen, dass diese Illusion ihnen schnell einen Schlag ins Gesicht verpassen werde.

Ayatollah Khamenei erklärte dazu:

„Sie sehen ja, dass es bei den jüngsten Diskussionen zwischen Europa und den USA, bei denen die Europäer sagten, dass die USA ihnen den Dolch in den Rücken gestoßen haben, darum ging, dass Europa seine eigene Sicherheit durch eigene Kräfte gewährleisten muss – unabhängig von der Nato, bei der die USA ja die Hauptrolle spielen. Selbst die modernen europäischen Länder spüren einen Mangel, wenn ihre Sicherheit in der Faust oder zumindest in Abhängigkeit von fremden Kräften ist, auch wenn nach außen hin diese fremden Kräfte nicht ihre Feinde sind und sie anscheinend alle einen gemeinsamen Verband bilden...Es ist tatsächlich so, dass sie damit einen Mangel aufweisen. Ganz zu schweigen von den nicht so weit entwickelten Staaten, deren Armeen in der Hand der bewaffneten Kräfte der USA und ähnlicher Länder liegen.“

Die Bewaffneten Kräfte der Islamischen Republik haben in den Krisen nach dem Verlust Imam Chomeinis, das Land gegenüber allen drohenden Gefahren, Komplotten, Repressalien und gegenüber den Sanktionen beschützt. Besonders in den 8 Jahren der Heiligen Verteidigung haben sie das Land tapfer verteidigt und die Besatzerkräfte vertrieben.

Ayatollah Khamenei lobte diese Stärke der iranischen Kräfte. Er sagte, dass diese - abgesehen von der Ausbildung, praktischen Schritten, wissenschaftlichen Errungenschaften, Ausrüstung und organisierter Disziplin - noch einem weiteren Faktor zu verdanken sei, nämlich der Motivation, Moral und Religiosität. Er sagte, wenn diese Dinge einer Armee fehlen, könne sie auch bei einer noch so großen Militärausrüstung und noch so vielen Möglichkeiten, nicht von sich behaupten mächtig zu sein.

Ayatollah führte zur Veranschaulichung von scheinbarer militärischer Stärke den Rückzug der voll ausgerüsteten aber moralisch schwachen und religionslosen US-Armee aus Afghanistan an und sagte:

„Die Amerikaner haben vor 20 Jahren eine Militärkampagne gegen Afghanistan gestartet, um die Taliban zu stürzen, und während dieser langen Besatzung haben sie viele Massaker und Gräueltaten begangen und großen Schaden angerichtet, aber nach all den materiellen und menschlichen Verlusten, die sie verursacht haben, haben sie letztendlich die Regierung an die Taliban übergeben und sich zurückgezogen. Das bedeutet, dass dieser Armee ein wichtiger vitaler Faktor fehlt und das sind die Spiritualität und ein moralischer Geist, die Zuwendung zu Gott und Religiosität. Diese Tatsache ist für alle Länder eine Lehre."

Ayatollah Khamenei bezeichnete das Hollywood-Bild von der US-Armee und den Armeen ähnlicher Länder als reine Schau und sagte, ihr wahres Wesen habe man in Afghanistan sehen können. Er sagte, dass die Menschen in Ostasien die US-Armee verabscheuen und dies sei überall in den Ländern, wo die US-Armee präsent ist, genauso der Fall. Er sagte: „Sollten die Regenten dieser Länder, angenommen, nicht genug Ehrgeiz und Ehrgefühl für ihr Land aufweisen, so sind die Amerikaner jedoch bei ihren Völkern verhasst.“

Die arroganten, nach Vormacht strebenden Mächte betrachten es als ihr Recht, sich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und durch Beeinflussung wichtiger Entscheidungszentralen in diesen Ländern Zwietracht und Misstrauen zu schüren und den nationalen Willen der Völker zu erschüttern, damit sie in diesen Staaten ihre eigenen Interessen verfolgen. Aus der Sicht des Revolutionsoberhauptes ist es das größte Dilemma für die Länder, dass sich Fremde in ihre Sicherheitsangelegenheiten einmischen und an ihrer Stelle über Krieg und Frieden entscheiden und ihnen etwas vorschreiben. Er sagte, dass sogar die europäischen Länder, die der Nato angehören, gerne unabhängig handeln möchten.

Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte sagte, dass die Präsenz von fremden Militärtruppen in der Region zu Streit, Schäden und Zerstörung führen und betonte:

„Es liegt im besten Interesse der Region, dass alle Länder eine unabhängige Armee haben, die sich auf ihr Volk verlässt und mit benachbarten Armeen zusammenarbeitet. Wir und sie sollten nicht zulassen, dass fremde Armeen, zur Verfolgung ihrer nationalen Interessen– die nichts mit den Interessen unserer eigenen Völker zu tun haben - aus einer Entfernung von Tausenden Kilometern herbeikommen und sich in diese Länder einmischen und militärisch präsent sind und mit ihren Streitkräften intervenieren. Die Armeen der Völker in dieser Region können diese Region selber verwalten. Erlaubt nicht, dass die anderen eindringen.“

„Alle Probleme und Vorfälle müssen ohne ausländische Einmischung gelöst werden und die Länder der Region sollten dem Beispiel Irans und der Streitkräfte der Islamischen Republik hinsichtlich Macht und Rationalität folgen“, erklärte das Oberhaupt, und fuhr fort:

„Die Ereignisse, die sich in einigen Nachbarländern im Nordwesten Irans abspielen, sollten aufgrund der gleichen Denkweise, die eine Genehmigung für die Anwesenheit von Ausländern vermeidet, gelöst werden.“

"Die Streitkräfte unseres geliebten Landes handeln immer machtvoll kombiniert mit Rationalität, und diese Rationalität sollte Vorbild für andere Länder und ein Hauptfaktor bei der Lösung der bestehenden Probleme sein, und jeder sollte wissen, dass jeder, der seinen Brüdern eine Grube gräbt, selbst zuerst hineinfallen wird.“

مَن حَفَرَ لِاَخیهِ بِئراً وَقَعَ فیها

Zum Abschluss seiner Ansprache wünschte Revolutionsoberhaupt Ayatollah Khamenei den Befehlshabern der Bewaffneten Kräfte und den frischen Absolventen der Militärakademien viel Erfolg und sagte:

„Der iranischen Nation muss dazu gratuliert werden, dass sie euch gläubigen, willensstarken und mutigen jungen Menschen besitzt. Gott möge euch alle schützen und die werten Märtyrer am Jüngsten Tag zusammen mit ihren Imamen und dem Propheten auferstehen lassen.“

 

Ayatollah Khamenei fordert Verantwortliche im „brüderlichen Afghanistan“ auf, Täter des Freitagsangriffs zu bestrafen

Oct 10, 2021 12:45 Europe/Berlin

Teheran (ParsToday/PressTV) – Das Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, hat die afghanischen Behörden aufgefordert, die Täter des Terroranschlags am Freitag gegen Gläubige auf eine überfüllte schiitische Moschee in der nordafghanischen Stadt Kunduz zu bestrafen.

"Der bittere, tragische Vorfall mit einer Explosion in der Moschee des Bezirks Khanabad in der Provinz Kunduz, bei der eine große Anzahl treuer Gläubiger ums Leben kam, hat uns traurig gemacht", schrieb Ayatollah Khamenei am Samstag in einer Mitteilung.

„Von den Verantwortlichen des benachbarten und brüderlichen Landes Afghanistan wird ernsthaft erwartet, dass sie die blutrünstigen Täter dieses abscheulichen Verbrechens bestrafen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um eine Wiederholung solcher Tragödien zu verhindern“, fügte er hinzu.

Das Oberhaupt bat Gott, den Seelen der Märtyrer des Vorfalls Barmherzigkeit und die höchsten himmlischen Segnungen zu gewähren, und betete für die sofortige Genesung der Verwundeten und Geduld für die Hinterbliebenen.

Am Freitag griff ein Attentäter eine schiitische Moschee in der nordöstlichen Provinz Kunduz in Afghanistan an und tötete und verletzte Hunderte Gläubige. Die Terrorgruppe IS bekannte sich zu dem Anschlag.

In den letzten Wochen gab es ähnliche Angriffe in Afghanistan. Seit die Taliban im Land die Macht übernommen haben, hat der dortige IS-Ableger die Angriffe verstärkt.

Die Taliban haben geschworen, den IS auszurotten.

Unterdessen sagte ein Sprecher der militanten Gruppe dem Associated Press am Samstag, dass es nicht mit den USA zusammenarbeiten würde, um den IS in Afghanistan zu vernichten.

„Wir sind in der Lage, den IS unabhängig zu bekämpfen“, sagte der politische Sprecher der Taliban, Suhail Shaheen, gegenüber AP, als er gefragt wurde, ob die Taliban mit den USA kooperieren würden, um die berüchtigte Terrorgruppe aufzuhalten.

 

Revolutionsoberhaupt fordert Regionalstaaten auf, ausländische Interventionen zu verhindern

3.10.2021

Revolutionsoberhaupt fordert Regionalstaaten auf, ausländische Interventionen zu verhindern

Teheran (ParsToday/PressTV) – Das Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, sagte, die Einmischung ausländischer Akteure in der Region sei eine Quelle von Zwietracht und Schaden und forderte die regionalen Staaten auf, dem Beispiel Irans in Bezug auf Macht und Rationalität zu folgen.

Ayatollah Khamenei lobte am Sonntag die iranischen Streitkräfte in einer virtuellen Ansprache bei einer Zeremonie für Absolventen von Militärakademien in Teheran und nannte sie "einen Schutzschild im wahrsten Sinne des Wortes gegen die harten Bedrohungen von Feinden im In- und Ausland".

Seine Äußerungen kamen, nachdem die iranische Armee Militärübungen an der nordwestlichen Grenze abgehalten hatte, wobei Außenminister Hossein Amir-Abdollahian erklärte, dass Teheran "die Aktivitäten des zionistischen Regimes gegen seine nationale Sicherheit nicht toleriert" und sich dabei auf die Beziehungen Israels zum benachbarten Aserbaidschan bezog.

"Die Einmischung von Ausländern in die Region ist eine Quelle von Zwietracht und Schaden. Alle Probleme und Vorfälle müssen ohne ausländische Einmischung gelöst werden und die Länder der Region sollten dem Beispiel Irans und der Streitkräfte der Islamischen Republik hinsichtlich Macht und Rationalität folgen“, sagte das Oberhaupt.

Ayatollah Khamenei sagte, dass die regionalen Armeen die Sicherheit in der Region gewährleisten können.

„Die Ereignisse, die sich in einigen Nachbarländern im Nordwesten Irans ereignen, sollten mit der gleichen Logik gelöst werden, die eine Genehmigung für die Anwesenheit von Ausländern vermeidet“, sagte der Führer.

"Die Streitkräfte unseres geliebten Landes handeln immer machtvoll kombiniert mit Rationalität, und diese Rationalität sollte Vorbild für andere Länder und ein Hauptfaktor bei der Lösung der bestehenden Probleme sein, und jeder sollte wissen, dass jeder, der seinen Brüdern eine Grube gräbt, selbst zuerst hineinfallen wird“, fügte er hinzu.

Ayatollah Khamenei bezeichnete Sicherheit als die "grundlegende Infrastruktur aller notwendigen Aktivitäten" für die Entwicklung Irans. Es sei wichtig, Sicherheit zu gewährleisten, ohne auf Ausländer angewiesen zu sein.

Das Oberhaupt sagte, während Sicherheit für die iranische Nation etwas Normales sei, hätten viele Länder – sogar in Europa – ein Problem, dies zu erreichen, und bezog sich auf einen kürzlich erfolgten Streit zwischen Frankreich und eines aufstrebenden anglo-amerikanischen Duopols über den Bau von U-Booten für Australien.

"Einige Europäer nannten die US-Aktion einen Stoß in den Rücken und sagten in gewisser Weise, dass Europa seine Sicherheit unabhängig gewährleisten sollte, ohne sich auf die NATO und tatsächlich auf Amerika zu verlassen", sagte er und bezog sich offenbar auf die Äußerungen des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian in einem Interview.

„Wenn europäische Länder sich aufgrund ihrer Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten, die Europa nicht einmal ablehnend gegenüberstehen, bei der Erzielung dauerhafter Sicherheit unzulänglich fühlen, dann ist klar, wie es um Staaten steht, die ihre Streitkräfte unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten und anderer Ausländer gestellt haben“, so das Oberhaupt.

Sicherheit zu gewährleisten, indem man sich auf fremde Mächte verlässt, sei nur eine "Illusion", sagte Ayatollah Khamenei.

"Diejenigen, die unter dieser Illusion leiden, werden bald einen Schlag ins Gesicht bekommen, denn die direkte oder indirekte Einmischung von Ausländern in Sicherheit, Krieg und Frieden eines Landes ist eine entsetzliche Katastrophe."

Ayatollah Khamenei sprach den schändlichen Abzug der gut bewaffneten US-Truppen aus Afghanistan im August an und sagte, dies sei ein Beispiel für einen Machtanspruch, der sich als hohl erwies.

"Diese Hollywood-Bilder des US-Militärs und ähnlicher Länder sind nur eine Show, weil ihre wahre Natur das ist, was in Afghanistan zu sehen war", sagte er.

"Die Amerikaner haben vor 20 Jahren eine Militärkampagne gegen Afghanistan gestartet, um die Taliban zu stürzen, und während dieser langen Besatzung haben sie viele Massaker und Gräueltaten begangen und großen Schaden angerichtet, aber nach all den materiellen und menschlichen Kosten, die sie verursacht haben, haben sie letztendlich die Regierung an die Taliban übergeben und sich zurückgezogen. Diese Tatsache ist für alle Länder eine Lehre", erklärte das Revolutionsoberhaupt weiter.

Er ging auch auf den Hass der ostasiatischen Bevölkerung auf das US-Militär ein und sagte: "Wo auch immer die Amerikaner eingreifen, werden sie von den Nationen gehasst".

"Es liegt im besten Interesse der Region, dass alle Länder eine unabhängige Armee haben, die sich auf ihr Volk verlässt und sich mit benachbarten Armeen integriert", so Ayatollah Khamenei abschließend.

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