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Verantwortung für Kultur und unterdrückte Völker: Imam Chameneis Rede zum Eid-ul-Fitr

Offenkundiges

Am 26. Juni 2017 leitete Imam Chamenei in der Imam-Chomeini-Musalla (größter Gebetsplatz am Rand von Teheran) vor Hunderttausenden das Festgebet zum Eid-ul-Fitr. Es folgt die sinngemäße Übersetzung der beiden zugehörigen Ansprachen auf der Grundlage der englischen Originalübersetzung.

Erste Ansprache

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Begnadenden.

Aller Dank gebührt Allah, dem Herrn der Welten, und der Frieden und Segen seien mit unserem Meister und Propheten Abul-Qassim al-Mustafa Muhammad und seiner reinen, fehlerlosen, auserwählten und vortrefflichen Familie, welche die Rechtgeleiteten rechtleitet, insbesondere mit dem Verbliebenen Gottes auf Erden (Imam Mahdi (a.)). Und der Frieden sei mit den Führern der Muslime, welche die Unterdrückten leiten und die Gläubigen unterstützen.

Ich gratuliere euch allen Lieben, die ihr das Ritualgebet verrichtet, allen Menschen im Iran und der gesamten islamischen Umma zum Glück verheißenden Eid-ul-Fitr! Allen Muslimen sei zum Segen ihres Fastens im Monat Ramadan gratuliert und zum erfolgreichen Ausgang dieser göttlichen Prüfung, die eine Quelle der Tugend und des Glücks für die Seele ist. Ich hoffe, dass Gott eure Gebete und Bittgebete erhört und dass er seine Gnaden und Segnungen über euch ausschüttet.

Der Monat Ramadan hat unserem Volk in diesem Jahr wahrlich Glück beschieden. Wir haben aus nächster Nähe bezeugen dürfen, wie es in seinem Verhalten und in seinen Zeremonien Gottvertrauen und Gottesnähe zeigte. Viele verschiedene Gruppen veranstalteten öffentliche Gottesdienste. Die Atmosphäre war erfüllt von Spiritualität, Gottesnähe und Gottvertrauen einer besonderen, dem Monat Ramadan würdigen, Qualität.

Das Fasten an den heißesten und längsten Tagen im Jahr ist ein Zeichen von Spiritualität und Begeisterung. Das war im ganzen Land für jedermann sichtbar, insbesondere in den extrem heißen Gebieten, jeder hat die fastenden Jugendlichen, Männer und Frauen erlebt.

Darüber hinaus fiel die Beteiligung unserer Jugend an den religiösen Zeremonien auf: Gemäß den Berichten, die ich erhielt, wurden hunderte dieser herzlichen und gut besuchten Zeremonien allein in Teheran abgehalten – Tag und Nacht –, und Jugendliche bildeten die Mehrheit der Teilnehmer. Das gilt sowohl für Veranstaltungen der islamischen Lehre als auch für die Quransitzungen. Und abgesehen von hunderten großen Versammlungen gab es zahllose kleinere Treffen im ganzen Land.

Ein weiterer Segen sind die öffentlichen Iftar-Speisungen in den Moscheen und auf den Straßen. Diese Tradition hat sich in den letzten Jahren im Volk ausgebreitet; sie organisieren bescheidene Iftars in den Moscheen, auf öffentlichen Plätzen und Straßen, speisen die Passanten. Dies ist eine sehr wertvolle Tradition und ein guter Brauch. Auch das war dieses Jahr überall zu sehen.

Desweiteren wurde in diesem Monat Gefängnisinsassen geholfen, die finanzielle Unterstützung [zum Ausgleich ihrer minderen Vergehen] benötigten. Auch spendete unser Volk vermehrt für die Behandlung von Kranken. Es wurde viel gespendet, diese Aufgabe wurde ausgeführt. Ein Monat Ramadan, der derart begangen wird, ist wahrlich Glück verheißend für das Volk.

Was die Nächte der Bestimmung [layalat-ul-qadr] betrifft, so waren diese wahrlich Nächte des Gottvertrauens, der Bittgebete und Anrufungen um Gotteshilfe. Die vergossenen Tränen, das Weinen und die Herzen, die sich auf die Heiligkeit Gottes ausrichteten, waren überaus kostbar. Das alles stärkt die spirituelle Grundlage unseres Volkes und hilft dem Einzelnen, wenn er einen schwierigen Weg zu gehen hat.

Und zum Ende dieses Monats wurden die Quds-Demonstrationen in Herrlichkeit und Ehre begangen. An den längsten Tagen im Jahr und bei dieser Hitze zogen die Leute auf die Straßen – manche mit ihren Kindern – und hielten die Demonstrationszüge ab. Es handelt sich um eine großartige Bewegung unseres Volkes, einen gewaltigen Erfolg und eine symbolträchtige und historische Leistung. Dazu werde ich noch einiges [in der zweiten Ansprache] sagen.

Geehrte Brüder, geehrte Schwestern, was ihr in diesem Monat erlangt habt, ist ein göttlicher Vorrat für euch selbst. Diesen Vorrat solltet ihr euch erhalten, in dem ihr euren Zustand beibehaltet. Ihr solltet nicht aufhören, den Quran zu rezitieren, und ihr solltet definitiv eurem täglichen Gebet weiterhin Beachtung schenken. Behaltet diese Eigenschaften bei!

Dieser Monat war der Monat der Entsagung und der Angewöhnung von Gottesbeachtung. Daraus solltet ihr den größtmöglichen Gewinn ziehen, um eurer selbst willen. Ich hoffe, dass ihr mit der Zufriedenheit Gottes und seiner Gnade gesegnet werdet, inschallah.

Abschlusssura: Sura Tauhid (112)

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Begnadenden
Sprich: Er ist Gott, ein einziger.
Gott, der Undurchdringliche.
Er hat nicht gezeugt, und er ist nicht gezeugt worden.
Und niemand ist ihm ebenbürtig.

Zweite Ansprache

Aller Dank gebührt Allah, dem Herrn der Welten, und der Frieden und Segen seien mit unserem Meister und Propheten Abul-Qassim al-Mustafa Muhammad und seiner reinen, fehlerlosen, auserwählten Familie: mit dem Befehlshaber der Gläubigen (Imam Ali), mit der wahrhaftigen Reinen, der Fürstin aller Frauen (Fatima), mit Hassan und Hussein, den Fürsten der Jugendlichen im Paradies, mit Ali ibn Hussein al-Zein-ul-Abidien, mit Muhammad ibn Ali al-Baqir, dem Kenner des Ersten und Letzten, mit Dschafar ibn Muhammad al-Sadiq, mit Musa ibn Dschafar al-Kazhim, mit Ali ibn Musa al-Ridha, mit Muhammad ibn Ali al-Dschwad, mit Ali ibn Muhammad al-Hadi, mit Hassan ibn Ali al-Zaki al-Askari und mit dem Hudschat al-Qaim Mahdi. Frieden sei mit ihnen allen. O Gott, mache uns ihrer Schia zugehörig, zu ihren Unterstützern und mache uns zu ihren Gefährten in ihrer Anwesenheit und ihrer Abwesenheit.

In dieser (zweiten) Ansprache möchte ich einiges zu inländischen Themen sagen und einiges über allgemeine Themen der islamischen Welt.

Was die inländischen betrifft, so sage ich unserem geehrten Volk: Seid stolz auf die Großtaten, die ihr vollbracht habt. Erfreut eure Herzen daran! Gewährt der Hoffnung angesichts dieser Leistung einen Platz in euren Herzen.

Erstens habt ihr kurz vor diesem gesegneten Monat eure Begeisterung für die Präsidentschaftswahlen der ganzen Welt präsentiert – das war eine großartige und bedeutende Errungenschaft! Und zweitens waren die Quds-Demonstrationen ein gewaltiger Erfolg. Die kraftvolle Offensive der Revolutionsgarde gegen die Feinde [Mittelstreckenrakete gegen ISIS-Terroristen in Syrien] war ein weiterer Erfolg.

Unsere persönlichen, spirituellen und religiösen Errungenschaften bilden unseren spirituellen Vorrat. Gleichsam sind sie auch ein gesellschaftlicher Vorrat, auf den wir bauen können. Entsprechend müssen sie bewahrt werden, damit sie unsere Einheit, Solidarität und unseren revolutionären Antrieb erhalten können. Wir müssen in unseren Herzen das Streben nach revolutionären Zielen und Idealen bewahren und es als ein erhabenes Ziel ansehen.

Ich hoffe, dass mit Gottes Segen die neue Regierung schnellstmöglich gebildet wird und sie schnellstmöglich damit beginnen wird, die notwendigen Aufgaben im Land zu erfüllen. Viele große Aufgaben liegen vor uns, die von den Verantwortlichen mit der Hilfe des Volkes bewältigt werden müssen. Sie sollten sich auf die heimische Produktion und Erwerbstätigkeit für die Jugendlichen konzentrieren, beides gehört zu den wichtigen Herausforderungen. Wir haben dieses Jahr zum Jahr der nationalen Produktion und Erwerbstätigkeit erklärt. Mit Gottes Gunst wird diesen Aufgaben in einer ernsthaften Weise nachgegangen.

Die kulturellen Fragen gehören ebenfalls zu den wichtigsten Aufgaben. Wir haben viele kulturelle Schwachstellen und Mängel, durch die der Feind eindringen kann. Sowohl die Exekutive als auch die vielen Organisationen des Volkes stehen in der Verantwortung.

„Handeln nach eigenem Ermessen“ [ein Terminus, den Imam Chamenei seit einiger Zeit verwendet, um auf die Verantwortung des Einzelnen und von Gruppen hinzuweisen] bedeutet, kulturelle Aufgaben eigenständig und wirksam auszuführen. Die Jugendlichen, Intellektuellen, Vordenker und die zielstrebigen Persönlichkeiten im ganzen Land sind aufgefordert, die kulturellen Herausforderungen innovativ in Angriff zu nehmen. Sie sollten kulturelle Mängel erkennen und an ihrer Beseitigung arbeiten.

„Handeln nach eigenem Ermessen“ bedeutet nicht, illegale Maßnahmen zu ergreifen oder Leute zu verdammen. Es bedeutet nicht, oberflächlichen Personen, die abwegige Aussagen verbreiten, einen Vorwand zu liefern, gegen die revolutionäre Ausrichtung des Landes vorzugehen.

Die revolutionären Kräfte sollten mehr als alle anderen auf Disziplin und Harmonie im Land achten. Sie sollten achtgeben, dem Feind keine Möglichkeit zu geben, von der Situation im Land zu profitieren, und sollten Sorge tragen, dass das Gesetz eingehalten wird. Das gehört zu den vordersten Pflichten revolutionärer Kräfte, die das Wohl und die Ziele des Landes im Blick haben.

Kommen wir zu den Angelegenheiten der islamischen Welt. Viele Wunden wurden der Umma zugefügt. Die Ereignisse im Jemen bilden eine große Wunde, ebenso die Ereignisse in Syrien. Eine Vielzahl von Problemen in den islamischen Ländern verletzt die Umma. Die islamische Welt muss in aller Deutlichkeit ihre Unterstützung für das Volk des Jemens erklären! Sie sollte sich öffentlich von den Unterdrückern und brutalen Einzelpersonen lossagen, welche diese Menschen in den Tagen des Monats Ramadan angreifen, in diesem heiligen Monat.

Auch sollten sie das Volk von Bahrain und Kaschmir unterstützen. Unser Volk kann eine Quelle der Unterstützung dieser großen Bewegung der islamischen Welt sein. So wie wir in aller Offenheit unsere Position gegenüber den Freunden und Feinden verkünden, sollte auch die ganze islamische Welt vorgehen, insbesondere die Intellektuellen und die Gelehrten. Sie sollten eindeutige Positionen beziehen und Allah den Erhabenen mit ihnen zufrieden werden lassen, selbst wenn die Unterdrücker und andere mit ihnen unzufrieden sein werden.

Allah unser, bei den Segnungen für Muhammad und seine Familie, erweitere deine Segnungen tagtäglich auf die islamische Umma.

Allah unser, bei den Segnungen für Muhammad und seine Familie, mache uns tagtäglich vertrauter mit unseren Verantwortungen.

Abschlusssura: Sura Asr (103)

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Begnadenden
Bei der Zeit!
Der Mensch erleidet bestimmt Verlust.
Außer denjenigen, die glauben und die guten Werke tun, und einander die Wahrheit empfehlen und die Standhaftigkeit empfehlen.

Der Frieden, die Gnade und der Segen Allahs seien mit Ihnen.

 

Widerstandswirtschaft: Produktion und Erwerbstätigkeit – Neujahrsgrüße von Imam Chamenei

von Offenkundiges am 21. März 2017 10:27

Am 20. März 2017 hielt Imam Chamenei die Fernsehansprache zum Neujahrsfest Nouruz 1396 nach dem persischen Sonnenkalender.

Es folgt die sinngemäße Übersetzung der englischen Originalübersetzung.

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Begnadenden.

O Eroberer der Herzen und Blicke,
o Errichter von Nacht und Tag,
o Wandler der Macht und der Umstände,
verändere unsere Situation zur besten Situation!

Allah unser, segne Fatima, ihren Vater, ihren Ehemann und ihre Kinder.

Ich gratuliere Ihnen allen, geehrte Landsleute, zum glückverheißenden Geburtstag der heiligen Fatima Zahra, der großen Wahrhaftigen, und zum Fest von Nouruz. Ich wünsche Ihnen ein frohes Fest, liebe Landsleute, dem ganzen iranischen Volk, der geehrten Jugend und allen Menschen der verschiedensten sozialen Herkünfte. Insbesondere gratuliere ich den geehrten Familien der Märtyrer, den verwundeten Veteranen und sämtlichen Völkern, die das Fest von Nouruz kennen und es feiern.

Ich danke Gott dem Erhabenen, dass er mir die Gelegenheit gab, Ihnen, dem geehrten Volk des Irans, ein weiteres Mal zum Nouruz zu gratulieren. Ich hoffe, ein sehr gutes, glückverheißendes und gesegnetes Jahr, begleitet von Sicherheit und Wohlergehen, wartet auf das iranische Volk. So Gott will, wird das Jahr 1396 ein glückliches Jahr sein, für alle Menschen im Iran und für alle Muslime weltweit. Ich hoffe, dass in diesem gerade begonnen Jahr alle geehrten Iraner und ihre Familien von der göttlichen Güte, Gnade und den göttlichen Segnungen profitieren werden.

Wenn wir das vergangene Jahr 1395 bewerten, so finden wir glückliche und traurige, bittere und süße Ereignisse, wie in allen anderen Jahren. Ich beziehe mich auf bittere und süße Ereignisse die ganze Gesellschaft betreffend, nicht bezüglich persönlicher Belange.

Wir bezeugten süße Ereignisse im letzten Jahr. Wir bezeugten süße Ereignisse im Zusammenhang mit der Würde des Volkes, der nationalen Sicherheit, der jugendlichen Entschlossenheit im Volke Irans und insbesondere bezüglich religiöser Bewegungen im ganzen Land. Wir bezeugten auch bittere Entwicklungen, die sich hauptsächlich auf die wirtschaftlichen und die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Umstände beziehen. Ich werde darauf zurückkommen.

Die Würde des Irans und unseres geehrten Volkes wurde im Jahr 1395 offenkundig – vom Anfang des Jahres bis zum Ende. Unsere Feinde in aller Welt erkannten die Stärke und Größe des iranischen Volkes. Der Charakter des Volkes offenbarte sich während verschiedenster Ereignisse dieses Jahres.

Auf den respektlosen Umgang des amerikanischen Präsidenten mit der Islamischen Republik Iran antwortete das Volk am 22. Bahman [11. Februar, Jahrestag der Islamischen Revolution] in einer enthusiastischen, leidenschaftlichen und tapferen Weise. Das gleiche gilt für den Quds-Tag: Im verheißungsvollen Monat Ramadan zeigte das Volk mit seinen gewaltigen Aufmärschen allen anderen Völkern der Welt seinen Charakter und die Ziele des Landes.

Die Sicherheit des Landes in dieser unruhigen Region und der unsicheren Weltlage war dem iranischen Volk ein sehr wichtiges und schwerwiegendes Anliegen. Heute leiden unsere Nachbarländer im Osten, Südosten und Nordwesten an Unsicherheit. Die ganze Region leidet schwer an der Unsicherheit, aber das Volk des Irans erfuhr dankenswerterweise im ganzen Jahr nachhaltige Sicherheit.

Mein Hinweis auf die jugendliche Entschlossenheit basiert auf der Beobachtung und Erkenntnis der Aktivitäten tausender Jugendgruppen im ganzen Land. Diese Jugendlichen setzen sich enthusiastisch in den Feldern der Wissenschaft, Kultur, Sport und Produktion ein. Sie präsentieren neue Errungenschaften, Innovationen verschiedenster Art und sie stellen die Weichen für die Zukunft des Landes.

Wenn ich auf die religiösen Bewegungen hinweise, dann meine ich die begeisterten, warmherzigen und religiös anziehenden Versammlungen, die im ganzen Jahr abgehalten wurden. Diese Versammlungen wurden in Gedenken an die Imame abgehalten, Frieden sei mit ihnen, anlässlich wichtiger religiöser Angelegenheiten, Itikaf, verschiedenster Gebete, des Monats Ramadan, des Arbain-Marschs und weiterer bedeutender Anlässe rund um Aschura und den Veranstaltungen der ersten zehn Tage des Muharrams. Das sind sehr positive und glückverheißende Ereignisse für unser Land und unser Volk.

Die bitteren und schwierigen Ereignisse standen hauptsächlich im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation des Volkes und ihrem Lebensunterhalt. Die mittlere und untere Schicht der Gesellschaft litt unter diesen Belastungen und sie leiden nach wie vor darunter. Weil mir die Situation des Volkes bewusst ist, fühle ich Wehmut in meinem Herzen. Ich spüre die Widrigkeit, die das Volk erfährt, insbesondere die unteren und benachteiligten Schichten. Diese Widrigkeiten sind von wirtschaftlicher Art, wie hohe Preise, Arbeitslosigkeit und soziale Benachteiligung, Diskriminierung und Ungleichheit, die hauptsächlich wirtschaftlichen Umständen entspringen.

Jeder von uns ist dafür verantwortlich. Wir werden sowohl Gott dem Erhabenen als auch dem Volk Rede und Antwort stehen müssen.

Im Jahr des wirtschaftlichen Einsatzes und der Handlung, dem vergangenen Jahr 1395, ersuchte ich unsere geehrten Staatsbeamten, eine Zentrale für Einsatz und Handlung einzurichten, und sie taten es. Einige Aufgaben wurden gewissenhaft ausgeführt, wie uns berichtet wurde. Trotzdem besteht eine große Kluft zwischen dem, was erfolgreich ausgeführt wurde, und dem, was das Volk und wir erwarten.

In meiner Rede [jährliche ausführliche Ansprache in Maschhad] werde ich erläutern, warum manche der Kennzahlen aus den Werten und Statistiken, die von den Verantwortlichen vorgestellt wurden, positiv zu beurteilen sind, und warum manche andere, die ebenfalls von den Verantwortlichen selbst präsentiert wurden, negativ sind. Die Bewertung muss gesamtheitlich erfolgen.

Die Widerstandswirtschaft ist ein Gesamtsystem. Wenn wir diesem System nur Aufmerksamkeit widmen unter der Bezeichnung Widerstandswirtschaft allgemein, so ist das möglicherweise nicht besonders ergiebig. Nach meiner Ansicht liegt die Lösung darin, das System in verschiedene Bereiche zu gliedern und für jeden Bereich und jedes Schlüsselelement einen verbindlichen Zeitplan aufzustellen. Wir sollten die Verantwortlichen, die bekannten Persönlichkeiten und das Volk insgesamt ersuchen, ihre Bemühungen in diese Schlüsselelemente zu setzen.

Meiner Ansicht nach liegt die Lösung darin, den Kernbereich in diesem Jahr richtig zu identifizieren. Ich bin überzeugt, dass dieser Kernbereich sich aus der einheimischen Produktion und der Erwerbstätigkeit zusammensetzt, insbesondere die Erwerbstätigkeit unserer Jugend. Wenn es uns gelingt, uns auf diese beiden Herausforderungen zu konzentrieren und unsere tägliche Arbeit in diesem Sinne zu planen und darauf auszurichten, dann – so bin ich überzeugt – werden wir Fortschritte von großem Ausmaß sowie eindrucksvolle und greifbare Erfolge erzielen. So Gott will, werde ich in der Rede [in Maschhad] die Details dieser beiden Schlüsselbereiche erörtern. Somit erkläre ich als das diesjährige Jahresmotto: „Widerstandswirtschaft: Produktion und Erwerbstätigkeit“. Die Widerstandswirtschaft ist ein allgemeiner Begriff, dessen Schwerpunkt durch die Produktion und Erwerbstätigkeit bestimmt wird.

Jeder sollte sich auf diese Bereiche konzentrieren. Ich und das Volk verlangen, dass die geehrten und ehrenhaften Verantwortlichen ihren Schwerpunkt auf diese beiden Bereiche legen, die Aufgaben planen und erfüllen – und dass sie die Ergebnisse am Ende des Jahres dem Volk vorstellen, so Gott will.

Ich hoffe, dass jeder ein freudiges und glückliches Jahr erleben wird, begleitet von Sicherheit und Wohlergehen, im Lichte der Segnungen des Imams unserer Zeit – unsere Seelen seien ihm geopfert –, der Bittgebete der reinen Seelen unserer Märtyrer und unseres großmütigen Imams [Chomeini], die Gnade Gottes sei mit ihm.

Der Frieden, die Gnade und der Segen Gottes seien mit Ihnen.

 

Rede Imam Chameneis vor Offizieren der Luftwaffe (8.2.2017)

Am 8. Februar 2016 hielt Imam Chamenei in der Husseiniyya von Imam Chomeini in Teheran eine Rede vor Offizieren der Luftwaffe anlässlich des historischen Treueschwurs der Luftwaffe an Imam Chomeini am 8. Februar 1979.

Es folgt die sinngemäße Übersetzung der englischen Originalübersetzung von Offenkundiges.de.

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Begnadenden

Aller Dank gebührt Allah, dem Herrn der Welten, und der Frieden und Segen seien mit unserem Meister und Propheten Muhammad, seiner reinen und fehlerlosen Familie, insbesondere mit dem Verbliebenen Gottes auf Erden (Imam Mahdi (a.)).

Seien Sie herzlich willkommen, geehrte Brüder, Sie fleißigen, aktiven und ehrenhaften Kräfte der Luftwaffe der Islamischen Republik. Das Ereignis der Revolution ist der Hauptgrund für das Ansehen der Luftwaffe. Ich danke dem Chor für seinen hervorragenden Auftritt und seine tiefgründigen und inhaltsschweren Lieder.

Seit vielen Jahren analysieren wir in Versammlungen immer wieder das sehr wichtige Ereignis vom 8. Februar 1979, aber es bleibt ein unbeschränktes Thema im wahrsten Sinne des Wortes. Vieles wurde bereits gesagt, trotzdem gibt es noch mehr zu besprechen. Wie der Dichter sagt: „Man kann ein Leben lang allein über das Haar des Geliebten sprechen.“ [Gedicht von Saeb Tabrizi]

Das Ereignis vom 8. Februar 1979 war ein wesentliches Ereignis für die Revolution. Während der Herrschaft des Gewaltherrschers [Pahlavi-Regime] war die Luftwaffe die am meisten dem US-Vasallensystem verbundene Streitkraft der Armee. Das Regime vertraute keiner anderen Streitkraft so sehr wie der Luftwaffe. Und von eben dieser Luftwaffe erhielt sie einen heftigen Schlag – und was für einen!

Trotz der strengen Bindung an das Regime und der entsprechenden Atmosphäre, die in der Luftwaffe vorherrschte, gelobten sie Imam Chomeini an jedem Tag die Treue. Und das taten sie nicht im Verborgenen, sondern am helllichten Tag, während sie ihre Ausweise hochhielten! Ich war dabei, ich sah sie auf den Straßen. Sie liefen zu der Schule, in der sich Imam Chomeini aufhielt. Sie marschierten in geordneten Reihen, einer hinter dem anderen, wie in einem Manöver, riefen Parolen und streckten ihre Ausweise in den Himmel. Es war ein außerordentliches Ereignis!

Es war die genaue Verkörperung der Aya „Da kam Gott über sie, von wo sie nicht damit rechneten“ (59:2). Das Regime erhielt einen Schlag von einer Seite, mit der sie nicht im Geringsten gerechnet hatten. Und doch geschah es, obwohl es so unwahrscheinlich schien: Die Soldaten der Luftwaffe marschieren zum Imam und Führer der Revolution, schwören ihm ihre Treue, trotz ihres regimetreuen Generals und vieler anderer regimeabhängiger Führungskräfte und Strukturen – dazu gehören auch Ausbildung, Bewaffnung, Ausstattung etc. Das war ein erstaunlicher Schlag, der sie völlig unerwartet traf.

Auch wir hatten damit nicht gerechnet, keiner der Revolutionären und Gläubigen hatte das erwartet. Es war eine wahrlich unvorstellbare Versorgung Gottes: „Und wer Gott fürchtet, dem schafft Er einen Ausweg und beschert Unterhalt, von wo er damit nicht rechnet.“ (65:2-3) Manchmal erhalten wir Hilfe und Unterstützung von Leuten, die sich mit ihrem Leben einsetzen, aus Richtungen, die wir uns niemals vorstellen könnten und mit denen wir niemals rechnen würden. Für die revolutionäre Bewegung war die Unterstützung durch die Luftwaffe eine solche unvorstellbare Versorgung. Wir rechneten nicht damit. Niemand dachte daran, dass Soldaten der Armee sich uns anschließen könnten, keiner der Revolutionäre auf den Straßen, keiner der Kämpfer, nicht einmal unser großmütiger Imam (Chomeini).

Natürlich unterhielt ich schon vor diesem Ereignis in Maschhad Beziehungen zu Einzelnen aus der Armee und ich wusste, dass sie unsere Überzeugungen teilten. Das galt auch für Teheran, wo einige Armeeangehörige Beziehungen zu manchen meiner Freunde pflegten. Diese Verbindungen existierten sehr wohl, trotzdem war der Gedanke daran, dass ganze Heerscharen aus der Armee sich gegen das Regime erheben würden, zweifellos eine unvorstellbare Versorgung. Damit war wirklich nicht zu rechnen.

Lassen Sie uns daraus eine Lehre ziehen: Sie sollten in ihren Plänen stets an die unvorstellbare Versorgung denken, selbst wenn dieser Gedanke nur kurz ist. Zweifellos sind logische und materielle Berechnungen wichtig und notwendig. Es gibt keine Lehre im Islam, die behauptet, wir sollten keine logischen, verstandesmäßigen und materiellen Berechnungen anstellen – sicherlich müssen wir das tun –, aber man sollte in sich einen Raum für Berechnungen schaffen, die über das Materielle und über die naheliegenden Gedanken hinausreicht.

Das sollte genau begriffen werden, wir sollten daran denken und es an allen Fronten der Gläubigen erwarten. In einem Bittgebet rezitieren wir: „O Gott, du öffnest ein Tor in Zeiten des Elends auf eine Weise, an die kein Mensch denken würde“ [aus dem Bittgebet Qisas-ul-Anbiya]. Wenn die Dinge sich schwierig entwickeln und scheinbar auf eine Sackgasse zusteuern, eröffnet Gott der Erhabene manchmal einen Ausweg in einer Ecke der Sackgasse auf eine Weise, an die niemand gedacht hatte. Solche Ereignisse geschehen, und ein weiteres Beispiel dafür ist der aufgezwungene Krieg [gegen Irak].

Zu Beginn des aufgezwungenen Krieges war uns das Baath-Regime von Saddam bezüglich der Ressourcen, Anzahl der Soldaten und Strukturen weit voraus. Es war vorbereitet, bis an die Zähne bewaffnet, konnte auf eine klare Armeestruktur und Organisation zurückgreifen. Seine Luftwaffe war ebenso bereit wie seine Bodentruppen. Seine Verteidigung, Logistik, technische Unterstützung, seine zahlreichen Divisionen und alles weitere war auf den Krieg vorbereitet.

Gleichzeitig hatten wir in all diesen Bereichen deutliche Probleme: Ausrüstung, Bewaffnung, Arbeitskräfte, Technik, Logistik, Ressourcen – überall nur Mängel. Im Jahre 1992 berichtete ich in einem Treffen anlässlich des 8. Februars 1979 davon, wie ein Kommandeur der Luftwaffe zu Beginn des Krieges zu mir kam und sagte: „In höchstens siebzehn oder achtzehn Tagen wird keines unserer Flugzeuge noch in der Lage sein zu fliegen, es fehlen die Ersatzteile. Dann werden wir die Flüge einstellen müssen.“ Am längsten würde die C-130 flugtauglich sein, ein Transportflugzeug, während schon am ersten, zweiten und dritten Tag die F-5, F-4 und F-14 (Kampfflugzeuge) ausfallen würden. In diesen Tagen waren wir darum sehr besorgt, aber Gott öffnete ein Tor. Unsere Luftwaffe blieb funktionstüchtig und arbeitete hart bis zum Ende des Krieges.

Der Satz „O Gott, du öffnest ein Tor in Zeiten des Elends auf eine Weise, an die kein Mensch denken würde“ bedeutet genau das. Das ist eine unvorstellbare Versorgung. Berücksichtigen Sie das in Ihren Erwägungen! Wenn wir fromm sind und unseren Verstand im Lichte des Vertrauens auf Gott einsetzen, dann wird das Tor für uns geöffnet. Das bedeutet nicht, dass wir materielle Erwägungen und verstandesmäßiges Planen aufgeben sollten – das sage ich nicht. Das ist sogar wichtig und wir haben das immer wieder mit Nachdruck betont, aber ebenso wie der Verstand eingesetzt werden muss, müssen Sie einen Raum für die göttliche Unterstützung schaffen, wenn Sie Leute sind, die an Gott glauben und ihm vertrauen. Während der 38 Jahre seit der Revolution war das immer der Fall und wir haben immer wieder die göttliche Unterstützung bezeugen dürfen. Ich werde noch einiges über die Luftwaffe der Islamischen Republik Iran sagen und kehre dann zu diesem Thema zurück.

Auch nach dem Ereignis vom 8. Februar hat die Luftwaffe ihre Prüfungen gemeistert. Die erste Person, die half einen Coup im Vorfeld des Krieges aus den Reihen der Luftwaffe, der Infanterie, einiger Zivilisten und anderer gegen die junge Republik zu verhindern, war ein Offizier der Luftwaffe, ein Pilot. Er kam zu mir und berichtete, was er gesehen hatte. So konnte sich die Luftwaffe gegen diese Verschwörung vorbereiten und sie vereiteln. Dieser Pilot durchkreuzte somit eine Verschwörung, die am Luftwaffenstützpunkt Schahid Nodscheh in Hamedan gegen die Republik geplant war und die anschließend auf Teheran und andere Städte ausgeweitet werden sollte. Ich habe das nicht vergessen. Die Islamische Republik wird diese Güte, Unterstützung und diesen großartigen Dienst niemals vergessen.

Die erste Abteilung der Armee, die dem Dschihad der Produktion von Bauteilen beitrat, war ebenfalls die Luftwaffe. Zuvor gab es keine Produktion von Bauteilen in der Luftwaffe. Sie (die Auslandsmächte) erlaubten unseren Ingenieuren nicht, das Wissen um komplizierte Technik zu erlangen. Der Dschihad der Bauteilproduktion begann in der Luftwaffe und sie bezeichneten es wirklich als Dschihad. Sie unternahmen damit wirklich einen Schritt des Dschihads. Andere Abteilungen der Armee schlossen sich an, aber die Luftwaffe war der Vorreiter und Wegbereiter.

Vom ersten Tag des aufgezwungenen Krieges an war es die Luftwaffe, die mit ihren Flügen die Motivation des Volkes stärkte. Zu der Zeit war ich Parlamentsabgeordneter. Als ich dem Parlament die Anzahl der Lufteinsätze berichtete, standen allen die Münder offen. So viele Lufteinsätze konnten geflogen werden. Diese Nachricht verbreitete sich über das ganze Land, man konnte es im Volk spüren. Das war die Leistung der Luftwaffe. Sie spielte eine entscheidende Rolle in den verschiedensten Operationen der Armee und der Pasdaran, darunter die bekannten Operationen Wal Faschdr 8, Karbala 5 und andere Operationen, während derer großartige und wichtige Aufgaben durchgeführt wurden.

Die Gnade Gottes sei mit Schahid Sattari, dem Offizier in der Verteidigungsdivision der Luftwaffe! Er erfüllte seine Aufgabe der Verteidigung während der Operation Wal Fadschr 8 derart schnell und mit einer Gewissenhaftigkeit, die jeden beeindruckte. Selbst der Feind war beeindruckt, da es ihnen gelang, so viele ihrer Kampfflugzeuge abzuschießen. Die Luftwaffe ist eine ehrbare Streitkraft. Und seit damals haben Sie Ihre Arbeit fortgesetzt. Und Sie sollten sie weiterhin fortsetzen, geehrte Jugendliche.

Sie sollten arbeiten, nachdenken, handeln, ihren Aufgaben nachgehen, Lücken schließen, die Organisation stärken und die technische Fertigung so weit verstärken, wie Sie können. Ich bin mir über Ihre Einschränkungen im Klaren. Ihre Grenzen sind auch die Grenzen unseres Landes. Sie sollten diesen Einschränkungen und Lücken mit Ihrer festen Entschlossenheit, Ihrem Wissen, Ihrer Frömmigkeit und Ihrem Vertrauen auf die göttliche Gnade begegnen. Denn diese Grenzen können überwunden werden, wie schon viele bis zum heutigen Tage überwunden worden sind.

Es ist das Vertrauen auf Gott den Erhabenen, das einem die unvorstellbare Versorgung einbringt. Wie kann sie erlangt werden? Indem wir den Verstand in den Dienst des Vertrauens auf Gott stellen. Wenn aber das Gegenteil geschieht und wir den Verstand in den Dienst des Vertrauens auf die Satane stellen, werden die Dinge sich anders entwickeln. Wie es in der Sura Das Licht steht: „Die Werke derer, die ungläubig sind, sind wie eine Luftspiegelung in einer Ebene. Der Durstige hält sie für Wasser. Kommt er aber dorthin, findet er, dass es nichts ist. Er findet aber Gott da.“ (24:39) So ist es, wenn man seine Hoffnungen in die Satane setzt, wenn man seine Hoffnungen in materialistische und satanische Kräfte setzt.

Den Verstand zu nutzen und einen verstandesmäßigen Weg in verschiedenen Bereichen einzuschlagen – sei es in der Diplomatie, Verwaltung landesinterner Angelegenheiten, Verteilung von Ressourcen, Wissenschaften, Industrie und in anderen Gebieten –, ist eine notwendige Aufgabe, aber auf Satane zu vertrauen und auf Personen zu hoffen, die einem in Todfeindschaft gegenüberstehen, ist ein immenser Fehler.

Das ist eine Aussage, die jeder Einzelne von uns in Gedanken halten muss, jeder Einzelne im Iran. Sie sollen unnachgiebig hart arbeiten, Sie sollten Innovationen zeigen, Sie sollten Ihre wirkliche und gottgegeben Kraft in das Feld einbringen und sich mit dem Vertrauen auf Gott und Seine Unterstützung weiterentwickeln, dann wird Gott helfen. Wenn Sie jedoch nur dasitzen und auf den Satan warten – den großen Satan –, damit er Ihnen helfe, dann wird sich die Aya „Der Durstige hält sie für Wasser, kommt er aber dorthin, findet er, dass es nichts ist“ erfüllen, denn nichts Gutes kommt vom Satan.

Nun sagte der Herr, der vor kurzem sein Amt in den Vereinigten Staaten angetreten hat, dass wir Amerika und Obamas Regierung dankbar sein sollten. Warum sollten wir ihnen dankbar sein? Wir sind überhaupt nicht dankbar. Er war Teil des gleichen Systems, das die schweren Sanktionen über die Menschen im Iran verhängt hat, mit der Absicht, die Islamische Republik und die iranische Nation zu lähmen. Sie haben gehofft, uns zu lähmen. Natürlich wurde ihre Hoffnung nicht erfüllt und sie wird niemals erfüllt werden, weil kein Feind Iran lähmen kann. Er sagte, dass wir dankbar sein sollten, aber das ist nicht der Fall und wir sind überhaupt nicht dankbar. Wofür sollen wir dankbar sein? Für die Sanktionen? Dafür, dass sie die ISIS erzeugt haben? Dafür, dass sie die Region in Feuer gesetzt haben? Sie haben Syrien in Flammen gesetzt. Sie haben Irak in Flammen gesetzt. Wofür sollen wir ihnen dankbar sein? Sollen wir ihnen dankbar sein für die Zwietracht, die sie zu den Wahlen 2009 geschaffen haben?

Einerseits schrieb er (Obama) mir einen Brief, in dem er seinen Respekt, seine Freundlichkeit und Kooperation ausdrückte, und andererseits unterstützte er die Aufrührer offen, indem er ihnen sagte, dass sie (die USA) hinter ihnen stünden. Das verriet ihre Absicht, Zwietracht im Land zu stiften. Das ist das wahre Gesicht der Heuchelei. Er trug diese Samthandschuhe, um seine Eisenfaust zu verstecken. Darüber habe ich bereits mehrfach gesprochen.

Wir danken ihnen überhaupt nicht. Wir wussten, was sie getan hatten und was sie taten. Er sagte, dass wir jenem (Obama) danken und uns vor ihm (Trump) fürchten sollten! Wir haben auch vor Ihnen keine Angst! Am 11. Februar (22. Bahman) werden die Menschen diesen Drohungen auf den Straßen antworten. Sie werden zeigen, welche Position die Menschen im Iran im Angesicht von Drohungen einnehmen. Wir fürchten uns nicht vor irgendjemandes Drohungen.

Ja, wir danken dem Herrn, der vor kurzem sein Amt angetreten hat. Wir danken ihm, da er uns vor den Schwierigkeiten bewahrt hat, die wahre Natur Amerikas zu enthüllen. Was wir in den letzten dreißig Jahren wiederholt sagten – über politische Korruption, ökonomische Korruption, moralische und soziale Verdorbenheit in dem Machtapparat Amerikas –, wurde von dem Herrn vollständig offengelegt, als er vor und nach den Wahlen die nackte Wahrheit über Amerika enthüllte. Er zeigte, was Amerikas Menschenrechte bedeuten; sie legen ein fünfjähriges Kind in Handschellen, das sind ihre Menschenrechte!

Die Bevölkerung des Iran hat ihren Weg gefunden. Sie entwickeln sich auf diesem Weg mit Logik, Verstand und Vertrauen auf Gott und tun dies in hoher Geschwindigkeit und mit einer großen Selbstsicherheit. Heute vertrauen die Menschen im Iran auf sich selbst. Unsere Jugend arbeitet mit Selbstbewusstsein. Unsere akademischen Organisationen und Institute warten mit neuartigen Ansätzen in den Wissenschaften auf. Das gleiche gilt im Bereich der Infrastruktur und verschiedenen anderen Bereichen. Heute ist Rationalität die wichtigste Angelegenheit im Land. Sie wird vom Vertrauen auf Gott den Erhabenen begleitet. Wir wissen, dass die Iraner mit Sicherheit den Sieg auf diesem Weg und ihre idealen Ergebnisse und Wünsche erreichen werden.

Die Gnade Gottes sei mit unserem großmütigen Imam (Chomeini), der die Wahrheit über diese Angelegenheiten für die Menschen im Iran während der zehn Jahre seines gesegneten Lebens seit dem Anfang der Revolution aufgedeckt hat. Studieren Sie die Reden des Imams! Er identifizierte die Freunde und die Feinde. Er wusste, wer die Menschen im Iran sind und bestimmte ihre Ziele. Der Grund, warum der Imam immer und immer wieder sagte, dass wir Satan und dem Feind nicht trauen sollten, war, dass er den Feind kannte. Uns war das bekannt, doch heute sind sie auf den Bildschirmen und jeder erkennt das Offensichtliche. Das Verhalten dieses Herrn enthüllt, was die wahre Natur Amerikas und ihrer Behauptungen über Menschenrechte, Menschenliebe und anderes ist. Das ist es, was wir aus dieser Situation mit dem Reflektieren über die Aussagen des Imams gewinnen können.

Ich hoffe, dass der Herr der Welten Ihnen Erfolg schenkt. Ich hoffe, dass mit Gottes Gunst Sie Jugendlichen vorbereitet sein werdet, sodass Sie diese große Aufgabe, die Ihnen aufgetragen wird, erfüllen können. Die Generation vor Ihnen hat große Aufgaben erfüllt, aber es gibt andere wichtige Aufgaben, derer Sie sich annehmen müssen. Ich hoffe, dass Sie sich mit dem Vertrauen auf Gott den Erhabenen vorbereiten werden und diese Pflicht, mit der Vertrauen in Sie gesetzt wurde, an zukünftige Generationen weitergeben werden.

Der Frieden, die Gnade und der Segen Allahs seien mit Ihnen.

 

Den Plan der Feinde erkennen: Imam Chameneis Rede vor den Abgesandten aus Qum

Am 8. Januar 2017 hielt Imam Chamenei eine Rede vor Vertretern der heiligen Stadt Qum. Der Imam hielt die Rede anlässlich des Jahrestages der Erhebung der Stadt gegen das US-gestützte Schah-Regime am 19. Dey 1356 (9. Januar 1978).

Es folgt die sinngemäße Übersetzung der englischen Originalübersetzung – die Überschriften hat die Redaktion von Offenkundiges hinzugefügt. Übersetzt von Mahmoud Ayad.

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Begnadenden.

Aller Dank gebührt Allah, dem Herrn der Welten, und der Frieden und Segen seien mit unserem Meister und Propheten Muhammad, seiner reinen und fehlerlosen Familie, insbesondere mit dem Verbliebenen Gottes auf Erden (Imam Mahdi (a.)).

Ich heiße euch willkommen, liebe Bevölkerung Qums, Brüder und Schwestern aus den Reihen der Stadt und der heiligen Hauza. Ich heiße euch alle willkommen. Ihr habt euch die Mühe gemacht und wart so gütig, diesem Treffen beizuwohnen.

Ich möchte dieses großen und einflussreichen Ereignisses gedenken, das in der Geschichte ewig währt. Ich habe bereits vieles zum 19. Dey und über die Eigenschaften der Leute von Qum gesagt. Was ich auch sagen würde, ich würde mich wiederholen, da es bereits oft gesagt wurde. Die folgende heilige Koransure, die der ehrenwerte Rezitator vorhin verlesen hat, fasst zusammen, was ich zum Ausdruck bringen möchte: „Diejenigen von euch, die vor dem Erfolg gespendet und gekämpft haben, sind (den anderen) nicht gleichzusetzen. Diese haben eine höhere Rangstufe als die, die erst nachher gespendet und gekämpft haben.“ (57:10)

Die Bevölkerung Qums hat sich erhoben, noch bevor das Volk Irans eine gewaltige Bewegung hervorbrachte. Die Erhebung Qums war sehr einflussreich und rüttelte den Iran auf. Es zog die Aufmerksamkeit aller in Bereitschaft stehenden Herzen auf eine bestimmte Gelegenheit, Möglichkeit und Wahrheit, und so begann die [islamische] Bewegung. Ihr wisst von den anderen Ereignissen, die darauf folgten. Es ist nicht notwendig, das zu wiederholen. Aber wir müssen aus solchen Ereignissen eine Lehre ziehen. Wir müssen von solchen Ereignissen lernen. Und wir haben tagtäglich neue Lehren. Jeden Tag müssen wir, ich eingeschlossen, ihr und die Masse der Menschen von den vergangenen Ereignissen lernen.

Der wesentlichste Punkt im Ereignis von Qum ist – darauf habe ich häufig hingewiesen und ich möchte es noch einmal tun –, dass die Leute rechtzeitig, im richtigen Augenblick, reagiert haben. Wann immer eine Aufgabe rechtzeitig ausgeführt wird, trägt sie Früchte und ist effizienter. Wenn wir ein und dieselbe Aufgabe erst vernachlässigen und sie dann verspätet ausführen, wird sie entweder wirkungslos sein oder ihr Effekt wird sich verringern. Die Leistung der Leute von Qum war es, dass sie sofort die Situation verstanden. Sie identifizierten rasch die Feindschaft und sie antworteten, ohne Zeit zu schinden. Hätten sie aber getrödelt, nachdem der Feind in einer bösartigen und aufrührerischen Weise gegenüber unserem Imam agiert hatte und hätten sie ihre Reaktion auf den nächsten Tag oder den nächsten Monat verschoben, dann hätten die Folgeereignisse nie stattgefunden.

Jede Pflicht hat ihre Zeit. Pflichten müssen zur richtigen Zeit erfüllt werden. Und die vorzüglichste Zeit, einer Pflicht nachzukommen, ist die der Gegenwart. Einige Leute erfüllen ihre Pflichten gar nicht und sagen: „Komm, vergessen wir das.“ Andere erfüllen ihre Pflichten, aber mit Verspätung. Und einige Leute erfüllen sie, wenn der richtige Zeitpunkt bereits endgültig vorbei ist.

Ein Beispiel sind die Tawwabin. Sie traten nicht hervor, als sie es sollten, nämlich zu Aschura. Sie traten hervor, als es zu spät war. Ein weiteres Beispiel ist der Aufstand der Leute von Medina unter der Führung von Abdullah ibn Hanzalah. Sie erhoben sich gegen Yazid, organisierten einen Aufstand und verjagten den Herrscher von Medina, aber es war zu spät. Sie hätten darüber nachdenken müssen, als sie hörten, dass Hussain ibn Ali (a.) Medina verlassen hat, aber sie taten es nicht. Sie haben zu spät daran gedacht. Sie haben erst ein Jahr nach dem Ereignis daran gedacht. Das Resultat lesen wir in der Geschichte: Sie wurden ermordet, ausgelöscht und endeten, ohne etwas erreicht zu haben. Die Dinge müssen zur richtigen Zeit ausgeführt werden. Wenn wir die Aufgaben zur richtigen Zeit ausführen möchten, müssen wir über die Aufgaben selbst Kenntnis haben.

Was ich sagen möchte, ist, dass die Revolution ein gewaltiger Sprung war, den das Volk des Irans vollzogen hat, um sich vor der Erniedrigung, der Abhängigkeit und der Rückwärtsgewandtheit zu retten. Die Revolution war eine gewaltige Bewegung. Die Abhängigkeit und Rückwärtsgewandtheit – diese zwei großen Erniedrigungen – hat sie im Lichte des Islams und mit seiner Anleitung und Führung aus den Köpfen der Menschen gefegt. Abhängigkeit und Rückwärtsgewandtheit waren zwei quälende und chronische Schmerzen. Ziel der Revolution war es, ein Heilmittel gegen diese Schmerzen zu finden. Deshalb entstand die Revolution und deshalb wurde die Islamische Republik auf dieser Grundlage gebaut.

Nehmt euch in Acht: Sobald eine Bewegung entsteht, die Abhängigkeit und Rückwärtsgewandtheit aus den Köpfen der Menschen löschen will – im Falle unserer Revolution war sie erfolgreich und hat Fortschritte gemacht – werden jene, die von der bisherigen Rückwärtsgewandtheit und Abhängigkeit ihren Nutzen zogen, diese Bewegung, diese Revolution und dieses System angreifen. Das ist etwas Natürliches. Es ist keineswegs so, dass wir uns Feinde machen. Einige Leute meinen ständig: „Macht euch nicht andauernd Feinde.“ Es ist so, dass die Bewegung des Volkes Feinde schafft.

Stellt euch vor, ein Tyrann entreißt euch euer Haus, euer Geschäft, eure Bleibe und euer Leben. Wenn ihr ihn rausschmeißt, dann habt ihr nur euer Recht behauptet und genommen, was euch gehört. Aber er zeigt euch ohnehin Feindschaft. Er wird dir so lange Hiebe versetzen, wie er hofft, dass er dich besiegen kann. Wir haben uns keine neuen Feinde gemacht. Sie sind es, die Feindschaft zeigen. Jene, die einst von Irans Abhängigkeit profitierten, feinden uns bis heute an. Diejenigen, die aus der Rückwärtsgewandtheit der iranischen Bevölkerung Profit zogen, sind bis heute unsere kompromisslosen Erzfeinde. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass diese Feindschaft nicht bis zum Tag des jüngsten Gerichts anhält: „Möge Gott zwischen euch und die von ihnen, mit denen ihr verfeindet seid, Liebe setzen! Und Gott ist mächtig. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig.“ (60:7) Das mag in der Zukunft mal passieren, in fünfzig, hundert Jahren. Wir wissen es nicht. Diese Feindschaft mag in der Zukunft enden. Aber was ist die Bedingung für ein Ende dieser Feindschaft?

Die Bedingung ist, dass sich der Feind entweder desillusioniert oder sein Verhalten ändert. Natürlich ist Letzteres unwahrscheinlich. Es ist unwahrscheinlich, dass Supermächte ihr Verhalten ändern. Also herrscht Feindschaft. Was wir im Hinblick auf das zeitige Handeln lernen müssen, steht in Bezug dazu, den Feind zu kennen, seine Sichtweise und die Richtung, in die er schreitet. Der nächste Schritt, den wir gehen müssen, besteht darin, die Absichten hinter jeder Handlung des Feindes zu verstehen. Wenn sein Handeln sich gegen uns richtet, müssen wir entsprechend reagieren. Wir müssen standhaft bleiben und Widerstand leisten. Das ist unsere Verantwortung. Ich möchte heute gerne ein paar Dinge zu diesem Thema sagen.

Erstens: Wer ist der Feind? Heute sind Amerika, England, die internationalen Herren des vergoldeten Wohlstands, die Zionisten und ihre Anhänger unsere Feinde. Natürlich sind ihre Anhänger nicht besonders wichtig. Es lohnt sich nicht einmal, ihre Namen zu nennen. Die Hauptfeinde sind die soeben genannten. Amerika ist der Feind der Islamischen Republik und des unabhängigen, sich entwickelnden und fortschreitenden Irans. England, die alte und altersschwache Kolonialmacht einer anderen Epoche, die heute gerne wieder die Region beeinflussen würde, ist ein weiterer Feind. Die Zionisten sind die anderen Feinde. International agierende Kapitalisten und die Herren des vergoldeten Wohlstands sind weitere Feinde. Das sind die Hauptfeinde.

Natürlich sollte ich hinzufügen, dass sie nicht die einzigen Feinde sind. Es gibt noch einen anderen Feind, unser inneres Ich. Was bedeutet unser inneres Ich? Es bedeutet mich selbst, dich, diesen und jenen Regierungsbeamten oder Jugendlichen. Was ist der innere Feind? Der innere Feind ist die fehlende Motivation, Hoffnungslosigkeit, Langeweile, der fehlende Enthusiasmus und die Faulheit. Das sind ebenso unsere Feinde. „Ich suche Zuflucht bei Dir (Gott) vor Faulheit, Hinfälligkeit, Angst, Kargheit, Unwissenheit, Hartherzigkeit, Schwäche und Armut“ (al-Kafi, Bd. 2, S. 586). Das sind unsere Feinde: „Ich suche Zuflucht bei Dir vor einem Selbst, das nicht satt wird, vor einem Herzen, das keine Demut zeigt und vor einem Gebet, das nicht angenommen wird.“ (Ebd.) Das sind unsere inneren Feinde.

Wir schieben nicht Fremden alle Schuld zu. Wenn wir eine schwache Leistung erbringen, wenn wir nicht zeitig handeln, wenn wir Faulheit an den Tag legen, wenn wir den Feind nicht kennen, wenn ein vom Weg abgekommener und abweichender Bruder – der in jedem Fall unser Bruder bleibt, selbst wenn er einen falschen und abweichenden Weg einschlägt – unser Großer Satan anstelle des wahren Großen Satans wird, werden wir einen Schlag erleiden.

Das sind auch unsere Feinde und wir müssen vorsichtig sein. Wenn wir über einen fremden Feind aus dem Ausland sprechen, bedeutet das nicht, dass es keine Schwächen in uns gäbe. Das ist keineswegs der Fall. Falsche und schlechte Politik, schlechtes Verhalten, verschiedene unnötige Differenzen, Faulheit, Handlungsdefizite und Engstirnigkeit sind ebenso unsere Feinde.

Wenn wir über Amerika, England und diesen und jenen ausländischen Feind sprechen, ist das ein fortwährendes Skandieren von Kampfparolen? Ich sage euch: Das sind keine reinen Kampfparolen, sie beschreiben tatsächliche Umstände. Wir sind über die Ereignisse weltweit informiert. Der charmante amerikanische Außenminister [Gelächter im Publikum] gab seinen Nachfolgern in der Regierung in seinem Abschiedsbrief einige Ratschläge. Er sagte: „Ihr müsst dem Iran gegenüber eine harte Linie fahren, ihr müsst einen so strengen Umgang wie möglich pflegen, ihr müsst die Sanktionen aufrechterhalten und wissen, dass ihr mit Härte Zugeständnisse vom Iran erhaltet, so wie wir es auch taten und erhielten.“

Er sagte das, weil er der Feind ist. Dieser Feind war ein lächelnder Feind. Es gab einen Feind, der unvermittelt zu sagen pflegte, dass Iran eine Achse des Bösen sei. Dieser Feind sagt das nicht so offen, aber er verhält sich genauso. Also ist er der Feind.

Entsprechend wollen wir keineswegs nur Kampfparolen skandieren, wenn wir über den Feind sprechen. Einige vorurteilsbehaftete Menschen sagen [über uns]: „Sie verzweifeln an ihrer inneren Politik und deshalb müssen sie sich eigene Feinde basteln.“ Das ist nicht der Fall. Das hier ist kein Erschaffen von Feinden. Das ist der Feind selbst. Ihr müsst eure Augen offen halten, um sie zu sehen. Wenn ihr sie schließt, werden sie natürlich nicht sehen. Wenn ihr wegschaut, werdet ihr die Feinde nicht sehen. Wenn ihr aber hinseht, erkennt ihr sie.

Wir haben auch über England gesprochen. Die Engländer haben den Persischen Golf mal wieder betreten. Natürlich haben wir davon bereits vor ein, zwei Jahren erfahren. Wir hatten gehört, dass sie wieder den Persischen Golf betreten werden. Nun sind sie gekommen. Sie sind in die Region gekommen und trichtern ein paar Herrschern am Persischen Golf ein, dass Iran eine Bedrohung sei. Natürlich herrscht keine enge Beziehung zwischen den Engländern und diesen Herrschern. Wir sollten nicht denken, dass die Engländer freundschaftliche und enge Beziehungen mit diesen Herrschern am Persischen Golf pflegen. Das ist nicht der Fall. Sie wollen sie nur benutzen. Sie wissen, dass sie sie beeinflussen können. Das ist der Grund, warum sie mit ihnen in dieser Art reden. Sie sagen ihnen, dass Iran eine Bedrohung sei.

Tatsächlich sind die Engländer selbst eine Bedrohung. Heute kommen englische Kreise zusammen und treffen Entscheidungen für unsere Region und für den Iran. Eine ihrer Entscheidungen ist es, die regionalen Länder zu desintegrieren. Was ich sage, ist keine Analyse oder Mutmaßung, sondern geht auf Informationen zurück. Sie sagen, dass die Zeit eines einzigen Iraks, eines einzigen Syriens, eines einzigen Jemens und eines einzigen Libyens vorbei sei. Das heißt, dass Irak, Syrien, Libyen und Jemen desintegriert werden sollen. Sie erwähnen den Iran nicht, weil sie es nicht wagen und weil sie sich fürchten. Sie sind extrem besorgt um die öffentliche Meinung im Iran, sonst würden sie dasselbe äußern, was Mohammad Reza vor seinem Verlassen Irans sagte: „Wenn ich Iran verlasse, wird das Land zu Iranistan.“

Er meinte damit, dass es zu einem Land wie Afghanistan, Turkmenistan und anderer solcher Länder würde. Er meinte, dass nur eine kleine Region namens Iranistan vom Iran übrig bliebe und dass der Rest zwischen abtrünnigen Regierungen aufgeteilt würde. Sie wollen dasselbe sagen. Sie hatten dieselbe Hoffnung und haben ihr Bestes gegeben, um das zu erreichen. Natürlich holten sie sich eine blutige Nase, aber die Idee ist noch immer in ihren Köpfen, wenngleich sie sie nicht äußern. Das ist der Feind.

Muss man noch mehr tun als das, damit man als Feind bezeichnet wird? Die Engländer grübeln heute schon über die Zeit nach dem Ablauf der Atomvereinbarungen. Sie denken über Einschränkungen nach, die sie dem Iran danach auferlegen könnten. Sie denken, dass das Abkommen etwa zehn, zwölf Jahre hält. Und jetzt schon überlegen sie sich, was sie dem Iran gegenüber tun und sagen sollen, um es einzuschränken. Kann es einen bösartigeren Feind geben? Kann es einen teuflischeren Feind geben? Genau das ist die Bösartigkeit, die wir den Engländern zuschreiben.

Einer ihrer Pläne, über die sie offen sprechen, ist das Heranziehen und Bewaffnen ausgewählter lokaler Individuen. Sie sagen, dass sie sich bestimmte Individuen in den Ländern unserer Region herauspicken, Beziehungen zu ihnen aufbauen, sie trainieren und ausrüsten wollen. Heutzutage ist es einfach, Individuen auszurüsten; es gibt das Internet, den virtuelle Raum und viele andere Mittel der Kommunikation. Und so greifen sie das Land an, die Islamische Republik und ihr Volk. Das sind Aussagen, die sie selbst äußern. Das ist der Feind.

Wie ich bereits erwähnte, müssen wir den Feind und seine Methoden der Feindschaft kennen. Jeder muss seine Methoden und die Wege, die er in seiner Feindschaft einschlägt kennen. Regierungsbeamte und Volk, unsere Jugend, unsere Arbeiter und unsere Akademiker müssen diese Methoden kennen. Sie müssen wissen, dass der Feind es auf das iranische Volk, auf den islamischen Iran und auf die Islamische Republik abgesehen hat. Manchmal behaupten sie, dass sie es auf diese oder jene Person abgesehen hätten, z. B. Ali Chamenei. Aber sie lügen. Wenn sie gegenüber dieser oder jener Person, Organisation oder gegenüber jenem Verband Feindschaft zeigen, dann weil sie das Gefühl haben, dass das iranische Volk als Ganzes sich gegen sie wehrt und dass es entsprechend ausgeschaltet werden muss. Ich werde diesen Punkt später noch ausführen.

Was sollen wir dagegen tun? Unsere Verantwortung liegt darin, das Land zu stärken und es wehrhaft zu machen. Wir müssen die Macht des Landes stärken. Wie vergrößert ein Land seine Macht? Das sind Fragen, über die wir nachdenken und mit denen wir planen müssen. Jeder muss das in seinen Plänen berücksichtigen. Regierungsbeamte, Politiker, Studenten der Islamischen Theologie, Universitäten, Kulturschaffende sowie politische Persönlichkeiten. Sie müssen in dieser Hinsicht planen. Wir müssen das Land wehrhaft und mächtig machen.

Wie können wir dem Land Macht verschaffen? Was sind die Elemente der Macht im Land? Ich werde einige nennen: Das Erste ist die islamische und religiöse Überzeugung. Die religiöse Überzeugung gehört zu den wichtigsten Elementen des Widerstands und der Dynamik in unserem Land. Das bezieht sich nicht speziell auf die heutige Zeit. Seit 130, 140 Jahren und mehr ist die religiöse Überzeugung das wichtigste Element in jeder bedeutenden und wirksamen Bewegung, die in diesem Lande gestartet wurde.

Beginnen wir mit der Tabak-Bewegung. Die Tabak-Bewegung war eine große, populäre Bewegung im Land, die religiöse Elemente mit einbrachte. Ein Vorbild der Nachahmung veröffentliche ein Rechtsurteil zum Ereignis. Die Menschen handelten aufgrund ihres religiösen Glaubens entsprechend diesem Urteil und sie vernichteten einen gewaltigen Akt des Verrats, der die Menschen für Jahre ruiniert hätte. Das ist ein Beispiel.

Ein weiteres Beispiel ist die Konstitutionelle Bewegung. Sie war eine Bewegung, die es schaffte, die Führung durch die Rechtsgelehrten, die die Frömmigkeit des Volkes verkörperten, voranzubringen. Natürlich waren auch gewisse Intellektuelle, Schreiber und Geheimgesellschaften involviert. Ich sage nicht, dass keine weiteren Gruppierungen ihre Finger mit im Spiel hatten, aber sie waren nicht in der Lage voranzukommen oder irgendetwas umzusetzen, weil sie keinen Einfluss auf die Menschen hatten.

Was die Menschen während der Konstitutionellen Bewegung auf den Plan gerufen hat, war das Engagement von Gelehrten der ersten Reihe, wie Scheich Fadhlullah Nuri, Sayyid Muhammad Tabatabai und Sayyid Abdullah Bahbahani. Das waren große Gelehrte. Es gab große Gelehrte in Teheran, Tabriz und Isfahan. Das gleiche gilt auch für andere Städte und auch für die Provinz Fars. Große Gelehrte sind vorangeschritten und das Volk ist ihnen gefolgt. Nun waren die Engländer aber schlauer als wir in dieser Hinsicht. Sie säten Zwietracht, sowohl zwischen den Gelehrten als auch im Volk.

In Teheran säten sie Zwietracht zwischen diesen großen Persönlichkeiten und dem großen Märtyrer Scheich Fadhlullah Nuri. Er war der erste Gelehrte, der versuchte, die Konstitutionelle Bewegung zu etablieren und wurde unter dem Vorwand gehängt, gegen die Konstitutionelle Bewegung zu sein! Das ist das, was sie taten. Sie lockten die Menschen zur britischen Botschaft und einige Leute schenkten den Engländern die Konstitutionelle Bewegung auf dem Präsentierteller. Und so verhalf die Konstitutionelle Bewegung Reza Chan (als Schah) hervorzutreten und mit ihm 50, 60 Jahre Rückwärtsgewandtheit im Lande. Dennoch war es der Anfang der religiösen Bewegung im Land.

Ein weiteres Beispiel ist die Verstaatlichung der Ölindustrie. Wohlgemerkt, das sind Beispiele aus der Geschichte. Das ist der Grund, warum ich fortwährend sage, dass ihr die Geschichte lesen und darüber nachdenken sollt. Wären die Gelehrten und der religiöse Antrieb nicht gewesen, dann wäre die Verstaatlichung der Ölindustrie sicher nicht vorangekommen. Jeder sollte das wissen. Ayatollah Kaschani gab den Startschuss zu dieser Bewegung. Und sein Unterstützer war das Vorbild der Nachahmung Sayyid Mohammad Taqi Chasari in Qum.

Die Förderer dieses Gedankens der Verstaatlichung waren eine Gruppe von Leuten in Qum sowie ein religiöser Gelehrter, ein Kanzelprediger erster Klasse, und ein herausragender, religiöser, eloquenter und intellektueller Aktivist aus unserem Maschhad. Und die Leute traten wegen der Religion auf den Plan. Später, nachdem sie Ayatollah Kaschani von der Bewegung trennten, die Gelehrten isolierten und religiöse Persönlichkeiten beseitigten, wurde Mossadegh besiegt. So lange, wie Religion und religiöse Überzeugung noch im Spiel war, schritt die Bewegung voran. Als sie ihr dann aber dieses Element entzogen, wurde die Bewegung gestoppt, besiegt und das Gegenteil geschah. Ein Amerikaner mit einem Koffer voller Geld kam nach Teheran und machte alles zunichte.

In allen Bewegungen sticht deutlich das Element der religiösen Überzeugung hervor. Es sticht deutlich in den Ereignissen des 15. Chordad hervor, in der Islamischen Revolution und in der Ära der Heiligen Verteidigung [in dem von Saddam und den USA aufgezwungenen Krieg]. Zu verschiedenen Anlässen war es die Religion und die religiöse Motivation, die die Leute auf den Plan brachten. Ein Mensch, dessen drei, vier Söhne auf dem Wege Gottes zu Märtyrern wurden, freut sich aufgrund dieser Motivation darüber. Religiöse Motivation und Überzeugung sind ein Element der Macht.

Entsprechend muss sie erhalten bleiben. Sie zeigen Feindschaft gegenüber diesem Element. Heute wird die religiöse Motivation des Volkes von allen Seiten angegriffen. Ihr Ziel ist es, unter verschiedenen Bezeichnungen und mit verschiedenen Mitteln den Glauben zu zerstören, erst den Glauben der Jugend und dann den von Menschen mit verschiedenen sozialen Hintergründen. Das ist das, was der Feind heute tut.

Religiöses Verständnis ist ebenso vonnöten wie religiöse Überzeugung. Religiöse Überzeugung muss von religiösem Verständnis begleitet werden. Was ist religiöses Verständnis? Es ist nichts anderes, als das, was der verstorbene Lehrer beschrieb: „Unsere Religion ist eins mit unserer Politik und unsere Politik ist eins mit unserer Religion.“ Unser großherziger Imam (r.) hob dieses Konzept hervor und setzte es um. Das ist eines der Elemente der Macht in unserem Land. Heute ist eine der Hauptempfehlungen, die amerikanische und englische intellektuelle Gremien der Presse, den Medien, dem Internet und den politischen und sonstigen Aktivisten präsentieren und lehren, dass man sich der politischen Religion entgegenstellen muss.

In anderen Worten: Die Trennung der Religion von der Politik wird gefördert. Das kommt der Trennung der Religion vom Leben gleich. Es bedeutet, dass Religion in die Ecke der Moschee gedrängt wird, dass sie nur in den eigenen vier Wänden und im Herzen existieren soll und dass sie nicht in die Praxis gelangen darf. Es bedeutet, dass Wirtschaft und Politik säkular sein sollen. Es bedeutet, dass man sich dem Feind in einer säkularen Art und Weise ergeben soll. Es bedeutet, dass ihr gegen eure Freunde kämpfen und den Feind gegen die Lehren der Religion unterstützen sollt.

Aber sie wollen den Dingen einen religiösen Anstrich verpassen. Das ist es, was sie wollen. Religiöses Verständnis bedeutet, dass die Religion nicht vom Regieren getrennt wird. Ich spreche über alle Religionen. Unser Anspruch ist, dass alle Religionen daran Anteil haben. Selbst das Christentum wird nicht von der Regierung getrennt, aber das klarste und offenkundigste Beispiel ist der Islam. Die erste Sache, die der Prophet (s.) tat, nachdem er die Schwierigkeiten in Mekka überwunden hatte, war es, eine Regierung zu etablieren. Er förderte die Religion, indem er sie in die Regierung einfließen ließ.

Die Trennung von Religion und Regierung bedeutet, dass die Religion fortwährend spricht und Rat gibt, während die Supermächte im Gegensatz und in Gegnerschaft zu den Lehren der Religion tun und lassen, was sie wollen und den Unterstützern der Religion gegen den Kopf stoßen, wann immer sie wollen. Das ist, was sie verfolgen. Aber es soll nicht so sein. Dass die Religion nicht von der Politik getrennt gehört, muss bei den Menschen gängig sein.

Der Feind der Religion fürchtet sich vor der Art von Religion, die über eine Regierung, über Macht, eine Armee, eine Wirtschaft, ein Finanzsystem und über viele Institutionen verfügt. Er fürchtet sich vor so einer Religion. Die Religion, in der die Menschen in die Moschee gehen und beten, ist dagegen in Ordnung für ihn. Das erlaubten sie den Leuten über hunderte Jahre. Das ist also ein weiteres Element der Macht in unserem Land.

Ihr müsst wissen, dass die Nichttrennung der Religion vom Leben und von der Politik und der Einfluss der Religion auf alle gesellschaftlichen Lebensaspekte richtige Erkenntnisse der Religion sind. Das muss angestrebt und verfolgt werden. Andernfalls werden das, was wir als Religion bezeichnen, die Titel von uns Geistlichen, unser Tragen eines Turbans und andere solche Dinge nichts ausrichten. Wir müssen wirklich in diese Richtung schreiten.

Ein weiteres Element der Macht ist ein hohes Maß an wissenschaftlicher Dynamik. Das ist wissenschaftliche Macht. Ich habe jenen Hadith viele Male gelesen: „Wissen ist Macht.“ (Ibn Abi al-Hadids Kommentar zu Nahdsch-ul-Balagha, 30, S. 319) Sie sind gegen unsere wissenschaftliche Macht.

Dieselben innerpolitischen Elemente, die dieser bösartige Engländer empfahl und betonte – er betonte, dass sie diese Elemente im Lande einsetzen und ausrüsten müssten – versuchen mitunter, in unseren Universitäten unsere Jugend zu enttäuschen, um den Fortgang der wissenschaftlichen Dynamik zu verhindern und die talentierten Studenten in fremde Länder abwandern zu lassen. Sie sagen zu ihnen: „Geht in dieses und jenes Land. Warum bleibt ihr hier? Du verschwendest dich!“ Und sie sind bereit, ihnen Geld und Entlohnung zu geben.

Natürlich ist unsere fromme Jugend standhaft geblieben. Ich kann das bezeugen. Trotz der teuflischen Machenschaften, die einige vom Feind abhängige Elemente in- und außerhalb unserer Universitäten begehen, um die Hoffnungslosigkeit zu etablieren, ist unsere Jugend standhaft geblieben. Vor einigen Tagen haben mich einige preisgekrönte Studenten und herausragende Persönlichkeiten einer bekannten Universität getroffen. Sie sprachen in einer Art und Weise, die durch die Schönheit und Deutlichkeit ihrer Worte wirklich in Erstaunen versetzt.

Später werde ich verdeutlichen, dass der Feind unser Volk nicht kennt, aber wir seine Handlungsschemen dennoch kennen müssen. Einer der Wege, das Land wehrhaft zu machen, ist es, die wissenschaftliche Dynamik zu fördern. Sie soll weder stagnieren, noch soll sie schrumpfen.

Ein weiterer Aspekt ist der wirtschaftliche Fortschritt und die Lösung der Belange der Bevölkerung. Eine ihrer Absichten, weshalb sie Sanktionen verhängen, ist, das Volk von der Islamischen Republik zu trennen. Sie wollen, dass die Leute Schwierigkeiten haben. Sie wollen, dass das Land unter Arbeitslosigkeit, Rezension und verschiedenen wirtschaftlichen Problemen leidet. Sie wollen, dass wir weiterreden, während das Volk unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten leidet. Sie verhängen Sanktionen, sodass solche Dinge passieren. Und wenn sie scheinbar Sanktionen aufheben, dann nur auf eine Art, dass die Probleme nicht beseitigt werden.

Wie sollen wir reagieren? Unser Gegengift ist, dass wir etwas unternehmen müssen, das die Wirtschaft stark, widerstandsfähig und stabil macht. Das ist nichts anderes, als die Wirtschaft des Widerstands, über die wir viele male gesprochen haben. Das ist ein weiteres Element der Macht in unserem Land. Die Währung eines Landes, das über eine starke Wirtschaft verfügt, ist wertvoll. Seine Regierungsbeamten sind ebenso wertvoll und seine Bevölkerung wird respektiert. Unter solchen Umständen kann keiner ihnen irgendwas aufzwingen. Ich sagte viele Male, dass wir uns schrittweise davon trennen müssen, das Öl abzupumpen und von ihm abhängig zu sein. Wir müssen schrittweise diese Abhängigkeit abbauen. Die Ölpolitik und die Preisschwankungen liegen in den Händen anderer. Das Öl gehört uns, aber es liegt in den Händen anderer. Wir müssen in der Lage sein, unsere Wirtschaft widerstandsfähig zu machen. Wir sollten so handeln, dass sie stark wird. Das ist ein weiteres Element der Macht.

Die Erhaltung der nationalen Würde bei internationalen Verhandlungen und Treffen, das Zurückweisen der Schranken anderer und der Schutz der nationalen Würde ist ein weiteres Element der Macht für das Land. Wenn wir mit der Gegenseite an einem Tisch sitzen und mit ihr sprechen, dann beobachten sie uns und prüfen, wie es mit unserer Moral, unserer Motivation und Entschlossenheit steht und sie geht mit uns auf Grundlage dieser Analyse um. Wir müssen die Würde des Volkes und des Landes erhalten. Wenn das geschieht, dann fühlt sich das Volk ebenso gewürdigt. Das ist eine Quelle der Macht für unser Land.

Wenn wir wirklich diese Instrumente des Widerstands und die Ausrichtung des Feindes erkennen, dann können wir gegen den Feind planen und diese Elemente der Macht erlangen. Wenn wir das nicht machen, dann helfen wir manchmal mitunter sogar dem Feind. Ich erwähnte viele Male, dass ein Soldat, der an der Frontlinie einschläft, möglicherweise verwirrt aufwachen wird. Wenn er dann das Geschoss lädt, könnte er auf seine eigene Seite feuern. Wenn du nicht weißt, wer dein Feind und wer dein Freund ist, dann feuerst du womöglich auf deinen Freund, statt auf deinen Feind, nachdem du das Geschoss geladen hast. Das ist der Grund, warum wir Einblick benötigen.

Der Feind hat die Zerstörung dieser erwähnten Elemente der Macht im Blick. Das ist das Ziel des Feindes. Er will den Glauben, die Genügsamkeit und Sittsamkeit, das Bekenntnis zu den religiösen Prinzipien, den festen Glauben in die Autorität der Religion zerstören. Er will die nationale Würde untergraben, die wissenschaftliche Dynamik stoppen und die Organisationen und Gruppen schwächen, die die Macht des Landes und des Volkes verkörpern. Ihr könnt bezeugen, dass die Islamischen Revolutionsgarden, die Basidschis und der Wächterrat angegriffen werden. Das geht mit ihren Zielen einher.

Ich habe nichts mit den jüngsten Debatten zwischen den Vorsitzenden der zwei Regierungsorganen zu tun. Das sind keine wichtigen Belange. Diese Belange gehen mit Gottes Gnade und Wohlwollen zu Ende und sind nicht wichtig. Der Feind will solche Belange aufblasen, aber jeder muss den Wert einer unabhängigen, mutigen und entschlossenen Judikative zu schätzen wissen und jeder sollte dabei helfen, sie zu etablieren. Ich unterstütze die Regierungen, die Judikative und das Parlament. Ich unterstütze jeden – wir müssen jedoch schauen, was den Feind beim Verfolgen seiner Ziele verzweifeln lässt.

Wenn wir ein starkes Sicherheitssystem, eine mächtige, vom Volk getragene militärische Organisation, eine große Bewegung aus dem Volk, nämlich die Basidschi, ein kenntnisreiches klerikales System, das die Entwicklungen der Zeit kennt und das mitten in der Gesellschaft steht, eine vollkommene und mächtige Judikative und eine Regierung, die gute Pläne entwirft, die gewissenhaft und mutig ist – wenn wir das alles haben, dann wird die Bewegung des iranischen Volks und des Landes eine erfolgreiche sein. Diese Dinge können wir erreichen und erzielen. Wir müssen Gott danken, sollten wir irgendeines dieser Dinge haben, und wir sollten es bewahren. Wir müssen uns auch das aneignen, was wir bisher noch nicht haben.

Glücklicherweise werden aktuell gute Schritte gemacht, sowohl im Bereich Wissenschaft und Kultur, über die ich bereits sprach, als auch in anderen Bereichen. Die besten Medaillengewinner im Lande kommen aus der Basidschi-Jugend. Ich habe viele Treffen mit Studenten hier an diesem Ort gehabt. Ein Beispiel ist eine kürzliche Begegnung, die ich mit Studenten hatte, Basidschi-Medaillengewinner und Jugendliche der Scharif-Universität kamen hierher. Es waren dutzende Medaillen und dutzende herausragende Jugendliche. Das war ein Beispiel und es gibt zahlreiche weitere.

Wir haben viele herausragende, aktive, lebendige, intelligente und akademische Studenten und auch Universitätsprofessoren mit revolutionärer Einstellung, Motivation und Bestimmung. Das ist die heutige Situation. Das gleiche gilt im Kulturbereich, im Bereich der Kunst und auf politischer Ebene. Wir sollten unser Bestes tun, diese motivierte Jugend in den genannten Bereichen zu unterstützen.

Ich möchte betonend hinzufügen, dass der Feind unser Volk trotz all seiner Pläne gewiss nicht kennt. Sie machen Fehler. Ihr wart Zeuge, wie sie im Jahre 1388 (2009) den Fehler gemacht haben, die Fitna (Zwietracht) zu säen. Sie dachten, sie hätten es geschafft, die Zwietracht bis zu sehr empfindliche und sensible Stellen zu bringen. Aber ganz plötzlich verblüfften die Handlungen des Volkes vom 9. Dey jedermann. Die Bewegung des 9. Deys des Jahres 1388 war derjenigen vom 19. Dey, die ihr im Jahre 1356 gestartet habt, ähnlich.

Und so gilt, dass alle aktiven Gruppen im Lande, einschließlich der Geistlichen, der Akademiker, der Regierungsoffiziellen des Landes, insbesondere hochrangige Beamte, die Mitglieder des Parlaments, Intellektuelle und Schreiber verantwortlich dafür sind, die Elemente der Macht, über die wir sprachen, zu stärken. Der den Iran liebt, muss wissen, dass ein Angriff auf den islamischen Glauben der Jugend ein Akt des Verrats ist!

Es gibt einige Menschen, die den Iran und das Land lieben, aber die sich nicht der Religion, dem Islamischen Recht (Scharia) und anderer Dinge verpflichtet fühlen. Aber sie müssen ebenfalls wissen, dass – sollten sie den Iran wirklich lieben und wirklich keine Verräter oder Feinde sein, die sich einfach nur als Freunde ausgeben – sie nicht die Religion schwächen dürfen, insbesondere die Religion und den Glauben der Jugend. Der den Glauben der Jugend schwächt, übt Verrat am Lande aus, nicht nur an der Religion. Die Elemente der Macht dieses Landes und das Volk müssen von all diesen Gruppen gestärkt, erhalten und ausgebaut werden.

Glücklicherweise nimmt heute eine große Anzahl von Menschen diese Verantwortung auf sich und geht dem ab jetzt noch verstärkt nach. Die Lehre, die ihr und ich aus dem Ereignis des 19. Dey ziehen müssen, ist, dass uns bewusst wird, dass der Feind erkannt werden muss. Wir müssen wissen, dass seine Wege und Ansichten erkannt werden und dass wir uns dagegen rechtzeitig und mit allen uns in der Zeit verfügbaren Mitteln auflehnen müssen. Wenn wir das tun, dann wisset, dass unsere weltweiten Feinde die sind, über die ich gesprochen habe: Amerika, England, der Zionismus, internationale Firmen und die Herren des vergoldeten Wohlstands und weitere Feinde. Sie werden nicht in der Lage sein, auch nur einen Funken gegen das Volk Irans auszurichten [das Publikum ruft „Allahu akbar“].

Zum Glück kamen die, die Parolen rufen wollten, in den letzten Momenten des Treffens voll auf ihre Kosten [Lachen im Publikum und vom Imam].

Der Frieden, die Gnade und der Segen Allahs seien mit euch.

Imaminfo, e-Mail: imaminfo@islam-pure.de 
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